OME-Lexikon

Ploieşti

1. Toponymie

Deutsche Bezeichnung

Ploieşti; auch: Plo(i)escht(i) sowie zahlreiche Varianten: Plojescht, Plojesti, Ployest (Pierer’s Universal Lexikon 1861), Ploĕsci (Meyers Großes Konversations-Lexikon 1911) usw.

Amtliche Bezeichnung

rum. Ploiești

Etymologie

Am überzeugendsten erscheint der Deutungsversuch von Leonida S. Georgescu, den Ortsnamen auf „plăieșii“ (Sing. „plăiaș“: Grenzjäger, -soldat) mit Bezug auf eine Station von Grenzsoldaten zurückzuführen;[1] diese Herleitung wird auch gestützt durch das Toponym „Plăieșii de Jos“ im Kreis Harghita. Eine Ableitung vom Namen des sagenhaften Ortsgründers Moș Ploaie ist in den Bereich der Legenden zu verweisen. Die naheliegende Ableitung von „ploaie“ (Regen) findet im tatsächlichen Mikroklima des Orts keinerlei Begründung.

2. Geographie

Lage

Ploiești, 44° 56′ nördlicher Breite, 26° 2′ östlicher Länge, ist ca. 60 km (nördlich) von Bukarest/Bucureşti entfernt.

Topographie

Ploiești liegt am südlichen Fuß des Karpatenknies zwischen den Flusstälern der Prahova und des Teleajen in der Walachischen Tiefebene (Câmpia Română). Prägend für den Kreis Prahova sind im Süden die Bodenschätze (v. a. Erdöl) um Câmpina-Ploiești, im Norden der Tourismus im Prahovatal (Wintersport, Naherholung).

Region

Große Walachei (Muntenia, auch: Țara Românească)

Staatliche und administrative Zugehörigkeit

Rumänien; Verwaltungssitz (Kreisstadt) des Kreises (Județ) Prahova.

3. Geschichte und Kultur

Gebräuchliche Symbolik

Das Stadtwappen zeigt auf blauem Schild zwei aufsteigende goldene Löwen, die eine silberne Eiche entwurzeln. Diese symbolisieren die legendenhafte Ortsgründung durch Waldrodung (s. u.). Darunter befindet sich ein rotes Spruchband mit den Initialen Michaels des Tapferen („M.V.V.“ = Mihai Viteazul Voievod), auf den die Stadtgründung zurückgeführt wird. Den Helm bildet die das rumänische Munizipalrecht symbolisierende siebenzinnige Mauerkrone.

Anfänge, Mittelalter und frühe Neuzeit

Ausgehend von prähistorischen Siedlungsspuren (mesolithische im Westen und neolithische im Norden des Stadtgebiets sowie vereinzelte Funde aus der Zeit des Römischen Reichs) wird eine diskontinuierliche Besiedlung des Ortes angenommen. Die Anfänge historischer Besiedlung liegen im Bereich der Ansiedlung transhumanter Schafhirten, die ihre Wanderweidewirtschaft aufgaben. Der Ortsgründer Moș Ploaie soll der Legende nach den Ort mit seinen sieben Söhnen durch eine Rodung im damals von den Bergen bis zur Donau reichenden Vlășia-Wald angelegt haben; die Lage Ploieştis am Schafabtriebweg – Calea Oilor – legt eine solche Ortsgründung nahe. Der Ortsname deutet ferner auf eine Garnison hin (vgl. Etymologie). Aus der bäuerlichen Siedlung entwickelte sich allmählich ein Marktflecken mit lokalem Einzugsgebiet. Unter Michael dem Tapferen (1558−1601) bekam Ploiești das Marktrecht („târg domnesc“), wurde Fürstensitz (ähnlich den mittelalterlichen Kaiserpfalzen) und erlangte militärische Bedeutung als Aufmarschpunkt und Garnisonssitz. Militär und Handel bestimmten im Folgenden die Stadtgeschichte. Im 17. Jahrhundert wurde Ploiești zum regionalen Wirtschaftszentrum; bedingt durch die günstige Lage siedelten sich zunehmend Kaufleute und Handwerker an. Ploiești wurde Zentrum des Wollhandels und behauptete sich erfolgreich im Konkurrenzkampf mit den benachbarten Märkten Târgșorul und Ghergița. Während der Fanariotenherrschaft wurde der bislang freie Markt Ploiești vom Woiwoden der Walachei, Alexandru Ipsilanti (Alexander Ypsilantis, 1725−1807), dem Bojaren Ianache Muruz als Erbbesitz zugeeignet (1774). Eine Zeit der Prozesse und Kleinkriege gegen die Bojarenherrschaft begann, die erst mit der Gründung des Fürstentums Rumänien endete. Eine schwere Überschwemmung 1837 und ein Großbrand 1843 vernichteten bedeutende Teile der städtischen Bausubstanz.

Neuzeit und Zeitgeschichte

Bis in die Gegenwart anhaltende wirtschaftliche Bedeutung haben die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts in größerem Stil kommerziell ausgebeuteten Erdölfelder um Ploiești-Câmpina. In den 1850er Jahren wurde eine erste Raffinerie zur Herstellung von Petroleum errichtet. 1857 wurde Rumänien als das erste Land mit einer regulären Ölproduktion aufgeführt (250 Tonnen). Die Hauptstadt Bukarest richtete im gleichen Jahr als erste Stadt weltweit eine Straßenbeleuchtung durch (mit Petroleum aus Ploiești betriebene) Petroleumlampen ein. 1900 war Rumänien nach den USA und Russland das Land mit dem drittgrößten Erdölfördervolumen (250.000 Tonnen), woran Ploiești als das rasch etablierte Zentrum der Erdölförderung in Rumänien erheblichen Anteil hatte.

Der Erdölboom führte zu einer frühen und hastigen Industrialisierung der Stadt und ihres Einzugsgebiets. Die aufkommende Industriekultur auf der Basis ausländischen Kapitals (nach der Umstellung auf maschinelle Bohrverfahren und Großbetriebe ab 1890)[2] bildete die Basis für die sich nun entwickelnde Stadtstruktur des prosperierenden Großbürgertums mit seinen Innenstadtvillen und den armen Arbeitervierteln in der Peripherie.[3]

Die Erdölquellen und Raffinerien Rumäniens waren als kriegswichtige Rohstoffquellen und Industrien in beiden Weltkriegen umkämpft. Im Ersten Weltkrieg wurden durch Sabotageakte einer britischen Agentenaktion große Teile der Ölproduktion lahmgelegt, nach der Eroberung und Besetzung durch die Mittelmächte aber rasch wieder in Funktion gesetzt. Im Zweiten Weltkrieg war Rumänien elementar wichtiger Erdöllieferant für das Deutsche Reich und wurde wiederholt Angriffsziel für alliierte Luftangriffe. Nach kleineren Operationen durch sowjetische Luftstreitkräfte 1941 waren die sternförmig um Ploiești angeordneten Raffinerien 1942−1944 im Visier britischer und US-amerikanischer Verbände. Aufgrund von Planungs- und Durchführungsfehlern auf Seiten der Angreifer (die bekannteste Operation Tidal Wave am 1. August 1943 gilt als eine der verlustreichsten Bombenmissionen des Kriegs) und aufwändiger Tarnungs- und Abwehrmaßnahmen durch die Verteidiger gelang es in rund 20 Missionen nicht, die Produktionskapazität der Raffinerien entscheidend zu schwächen bzw. sie auszuschalten. Die Stadt und das Umland hingegen wurden durch die Angriffe schwer beschädigt. Rund 2.000 Einwohner verloren ihr Leben oder wurden verletzt, und ca. 10.000 Gebäude auf dem Stadtgebiet wurden zerstört.

Die jüdische Bevölkerung der Stadt war der Verfolgung durch die faschistischen Machthaber Rumäniens und der anwesenden deutschen Truppen ausgesetzt. Es kam zu zahlreichen Repressalien wie Deportationen, Zwangsarbeit, Folterungen und Erschießungen. Im Januar 1941 wurden die Synagogen in der Stadt durch die faschistische „Eiserne Garde“ zerstört.[4]

In der Sozialistischen Republik Rumänien wurde neben der nun nationalisierten Erdölförderung und -verarbeitung die weitere Ansiedlung von Industriebetrieben vorangetrieben; vor allem in den 1960er Jahren erlebte die Stadt einen Boom, der sich an der Bevölkerungsentwicklung ablesen lässt. Ploiești war im kommunistischen Rumänien nach Bukarest der zweitgrößte Industriestandort.

In der postrevolutionären Zeit bis in die Gegenwart konnte die Stadt ihre Position als Wirtschaftszentrum behaupten, wobei ein Rückgang des primären und sekundären zugunsten des tertiären Sektors kennzeichnend ist (siehe Wirtschaft).

Bevölkerung und Religion

Hinsichtlich der Einwohnerzahl ist Ploiești gegenwärtig die neuntgrößte Stadt Rumäniens. Aufgrund seiner Entwicklung als Industriezentrum und wirtschaftliche Drehscheibe hatte Ploiești zusammen mit Bukarest und Konstanza/Constanţa die höchsten Zuwachsraten bei den Einwohnerzahlen. Im Einklang mit der Landestendenz ist in der Nachwendezeit ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.

Einwohnerzahlen im 20./21. Jahrhundert[5]

19121930194819661977199220022011
56.46079.149114.544146.922199.699252.715232.527209.945

Die Entwicklung im 19. Jahrhundert verlief ebenso rasant, deutlich erkennbar ist der Beginn des Ölbooms.

Einwohnerzahlen im 19. Jahrhundert

18101837185918841899
2.0243.00026.46832.00045.107

Die ethnische Zusammensetzung der Einwohnerschaft ist dominiert von Rumänen mit christlich-orthodoxem Bekenntnis, bei der Volkszählung 2011 machten sie rund 90 % aus. Neben 3 % Roma (5.048) gab es geringere Einwohnerzahlen unter anderem bei Ungarn (172), Deutschen (90), Türken (78), Griechen (53) und Juden (28). 1930 waren von 79.149 Einwohnern 69.139 Rumänen (87,3 %), 3.708 Juden (4,6 %), 1.591 Ungarn (2,0 %) und 1.307 Deutsche (1,6 %); im Hinblick auf die Konfession waren 69.458 orthodox (87,7 %), 3.843 jüdisch (4,8 %), 2.629 römisch-katholisch (3,3 %), 1.115 evangelisch (1,4 %), 1.076 griechisch-katholisch/uniert (1,3 %).

Die Juden stellten historisch einen wichtigen demographischen Faktor in Ploiești dar.

Jüdische Bevölkerung[6]

183118601899193019411942194319441947
2803012.4783.8433.5962.0751.2007603.000

Nach Kriegsende kehrten die deportierten Juden zunächst größtenteils in die Stadt zurück. Nach Jahrzehnten der Abwanderung und Auswanderung (vorwiegend nach Israel) aus dem kommunistischen und post-kommunistischen Rumänien sind die jüdischen Gemeinden in Ploiești seit der Jahrtausendwende praktisch inexistent.

Deutsche kamen vor allem im Zuge der Arbeitsmigration ins wirtschaftlich attraktiv werdende Fürstentum Rumänien (gegründet 1861) nach Ploiești. Nachweisbar sind katholische und evangelische Diasporagemeinden in der Stadt seit Mitte des 19. Jahrhunderts.

Mitglieder der evangelischen Gemeinde in Ploieşti[7]

18571867191219221927193919672010
29100-11540024148571812828

1867 wurde ein Schul- und Bethaus fertiggestellt, die evangelische Gemeinde zeigte aber Auflösungserscheinungen. Die Gründung einer Filiale des Bukarester Diakonissenhauses „Gottessegen“ belebte das Gemeindeleben ab 1906 wieder. 1909 folgten die Eröffnung der Deutschen Knabenschule, 1926 die eines Kindergartens. 1942 wurde die Gemeindekirche eingeweiht, die einer sächsischen Kirchenburg nachgebildet ist (der letzte Kirchenneubau der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien bis heute).[8]

Die wenigen verbliebenen Deutschen sind gegenwärtig organisiert im Demokratischen Forum der Deutschen Rumäniens im Ortsforum Ploiești im Verbund des Regionalforums „Altreich“.

Links: Ploiești, evangelische Kirche (biserica luterana), 1938−1942 erbaut [Foto: Thomas Schares].

Wirtschaft und Verkehr

Die Wirtschaft war stets bestimmender Faktor der Stadtentwicklung. Aus dem spätmittelalterlichen Markt entwickelte sich ein regional und später überregional wichtiges Wirtschaftszentrum mit Manufakturwesen, das ab der Ausbeutung der Erdölquellen zum – nach der Hauptstadt – zweitwichtigsten Industriestandort des Fürstentums und späteren Königreichs Rumänien wurde. Im kommunistischen Rumänien wurde eine international prominente Position im Bereich der Petrochemie gehalten, wovon Unternehmen wie das weiterhin bestehende IPIP S.A. (Institutul de Proiectări pentru Instalări Petroliere – „Planungsinstitut für Erdölanlagen“) und die Öl- und Gasuniversität (gegründet 1948) zeugen. Der petrochemische Sektor war einer der wichtigsten Devisenbringer für das Ceaușescu-Regime. Das Altlastenmanagement der aus der kommunistischen Zeit überkommenen Industriebrachen und ökologischen Verwerfungen stellt weiterhin eine bestenfalls in Ansätzen gelöste Herausforderung dar.

Gegenwärtig sind in der ölverarbeitenden Industrie, deren Bedeutung allerdings schwindet, vier petrochemische Unternehmen mit Raffinerien in Ploiești aktiv (u. a. OMV-Petrom, Lukoil, Shell). Neben der darüber hinaus vorhandenen Textil- und Metallindustrie haben einige Global Players, vor allem der Lebensmittelindustrie, Ploiești als Standort gewählt, unter anderem British American Tobacco, Coca Cola, Efes, Interbrew und Unilever.

Das in der Nähe des Hauptstadtflughafens Otopeni gelegene Ploiești ist nach Bukarest der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Rumäniens: Wichtige Fernstraßen und Bahnlinien führen durch die Stadt und verbinden das im Süden gelegene Bukarest mit Siebenbürgen im Norden (Kronstadt/Brașov), der Region Moldau und den Donauhäfen Brăila und Galați im Osten sowie dem weiteren Industriezentrum Pitești und der alten Fürstenstadt Târgoviște im Westen.

Architektur und kulturelle Institutionen

Einige wenige Zeugnisse historischer Stadtarchitektur sind erhalten: Die 1785 für einen Kaufmann erbaute Casa Hagi Prodan zeigt typische architektonische Merkmale der Fanariotenzeit (Vermischung indigener Baustile mit orientalischen Elementen) und ist als Museum hergerichtet. Die Casa Dobrescu wurde ebenfalls Ende des 18. Jahrhunderts erbaut; gegenwärtig befindet sich darin ein dem rumänischen Dramatiker und Erzähler Ion Luca Caragiale (1852−1912) gewidmetes Museum.

Das Regionalmuseum für Geschichte und Archäologie ist im Gebäude der ersten höheren Schule der Stadt, des Knabengymnasiums Peter und Paul (Gimnaziul de băieți „Sfinții Petru și Pavel“, gegr. 1864), untergebracht. Das Erdölmuseum (Muzeul Național al Petrolului) sowie ein Uhrenmuseum (Muzeul Ceasului) befinden sich in historischen Gebäuden des 19. Jahrhunderts. Das Gebäude des Kulturpalasts wurde als Justizpalast in neoklassizistischem Stil von 1905 bis 1930 von dem für Ploiești wichtigen Architekten Toma T. Socolescu (1883−1960) erbaut; es beherbergt unter anderem die Kreisbibliothek (Biblioteca județeană). Die ebenfalls von Socolescu 1929−1935 erbaute Zentrale Markthalle (Halele centrale) ist ein Wahrzeichen der Stadt.

In Ploiești gibt es zwölf Gymnasien und die auf Petrochemie spezialisierte technische Universität Universitatea Petrol-Gaze (Öl- und Gasuniversität).

Das philharmonische Orchester Ploiești genießt internationalen Ruf.

Gedächtnis- und Erinnerungskultur

 

Unter den die öffentliche Erinnerungskultur repräsentierenden zahlreichen Denkmälern Plojeştis, die vorzugsweise mit der Stadt verbundene Künstler (Caragiale, Nichita Stănescu [1933−1983] u. a.) darstellen, ist die Freiheitsstatue (Statuia Libertății), eine 1876 von Frankreich der Stadt geschenkte Darstellung der Minerva als Freiheitssymbol, die 1881 aufgestellt wurde und eines der ältesten Denkmäler der Stadt ist, eine Besonderheit.[9]

Auf dem Soldatenfriedhof Bolovani sind 362 gefallene deutsche Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkriegs begraben.

 

Links: Freiheitsstatue in Ploiești, historische Postkarte, 1908.

4. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Hans Durlesser: Geschichte der evangelisch-deutschen Kirchengemeinde A. B. von Ploiești, Rumänien, 1843−1942. Ploiești 1942.
  • Eugen Paveleţ: Ploieştiul de ieri, Ploieştiul de azi [Das Ploiești von gestern – das Ploiești von heute]. Ploieşti 2007.
  • Paul Popescu: Municipalitatea ploieşteană, istorie şi actualitate [Stadtraum Ploiești, Geschichte und Gegenwart]. Ploieşti 2000.
  • Mihail Sevastos: Monografia orașului Ploiești [Die Monografie zur Stadt Ploiești]. Bucureşti 1937. (Neuaufl. Ploiești 2002).

Weblinks

Anmerkungen

[1] Leonida S. Georgescu: Orașul Ploiești său Plăieșii [Die Stadt Ploiești oder Plăieșii]. Ploiești 1928.

[2] Vgl. Carol Gustav Rommenhöller: Groß-Rumänien, seine ökonomische, soziale, finanzielle und politische Struktur, speziell seine Reichtümer. Berlin 1926, S. 415; vgl. dort für die Erdölförderung und -verarbeitung, ihre Geschichte, Betriebe, Wirtschaftsleistung usw. in Rumänien bis 1925 ausführlich S. 413−461.

[3] Den Erdölboom mit seinen Verwerfungen in einer fiktiven, aber stark an Ploiești angelehnten Balkanstadt beschreibt beispielhaft Bernhard Kellermann (1879−1951) in seinem Roman Die Stadt Anatol (1932).

[4] Vgl. Ploieşti, Romania. In: Jean Ancel, Theodore Lavi, Aviva Broshi, Zvi Shal (Hg.): Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities in Romania. Vol. I. Jerusalem 1969, S. 218−224, übersetzt von Jerrold Landau. URL: http://www.jewishgen.org/Yizkor/pinkas_romania/rom1_00218.html (Abruf 04.09.2015).

[5] Die Bevölkerungszahlen basieren hier und im Folgenden auf Ergebnissen der Volkszählungen. Vgl. http://www.recensamantromania.ro/istoric/lista-recensafmintelor-populaaiei/ (Abruf 18.12.2015).

[6] Vgl. Ploieşti, Romania (Anm. 4), S. 219.

[7] Chronologien zur Geschichte der deutsch-evangelischen Stadtkirchengemeinden in Altrumänien (ca. 1840−2010). In: Christa Stache, Wolfram G. Theilemann (Hg.): Evangelisch in Altrumänien. Forschungen und Quellen zur Geschichte der deutschsprachigen evangelischen Kirchengemeinden im rumänischen Regat. Hermannstadt, Bonn 2012 (Veröffentlichungen des Evangelischen Zentralarchivs in Berlin 9), S. 603−629, hier S. 621−623.

[8] Wolfram G. Theilemann: Arbeitsmigranten, „Agenten“ und „Verräter am Volkstum“ – die evangelischen Stadtgemeinden Altrumäniens zwischen Ethnie und Kirche. In: Stache, Theilemann (Hg.): Evangelisch in Altrumänien (Anm. 7), S. 65−97, hier S. 95.

[9] Die Statue steht im Zusammenhang mit der am 8. August 1870 ausgerufenen – nur einen Tag bestehenden – „Republik von Ploiești“ („Republica de la Ploiești“). Diese war eine Revolte liberaler, am französischen Republikanismus orientierter politischer Kräfte und stand beispielhaft für die in Ploiești starke republikanische und antimonarchische Tradition; daneben bestimmten durch die große Zahl der hier tätigen Industriearbeiter auch kommunistisch-sozialistische Strömungen das politische Leben; der Zweite Parteitag der KP Rumäniens fand 1922 in Ploiești statt.

Zitation

Thomas Schares: Ploieşti. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2015. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/p32511 (Stand 21.12.2015).

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