Budweis/České Budějovice

1. Toponymie

Deutsche Bezeichnung

Böhmisch Budweis (erstmals 1528)

Amtliche Bezeichnung

tschech. české Budějovice

Anderssprachige Bezeichnung

lat. Bud(u)vicium

Etymologie

Der ursprüngliche Name der an einer Furt über die Moldau/Vltava gelegenen Siedlung Budivojovice leitet sich von ihrem Gründer, dem 1205–1215 als Hofrichter bezeugten Adeligen Budivoj von Železnice, ab. Nachfolgend erscheinen in den Quellen davon abgeleitete tschechische Variationen wie Budyeyowycze oder Budiuoiowice (um 1310). Der um 1265 belegte deutsche Name Budweis ist abgeleitet von der alttschechischen Version. Nach der hussitischen Revolution findet sich der Zusatz české Budějovice zur Unterscheidung von der mährischen Stadt Budějovice/Mährisch–Budwitz oder Mährisch–Budweis. In deutschen Quellen erscheint 1528 Böhmisch Budweis. Im Gefolge der habsburgischen Germanisierungsbestrebungen im 16. und 17. Jahrhundert kam es zur Reduzierung auf Budweis, 1789 taucht dann wieder die sprachliche Unterscheidung von Böhmisch Budweis und český Budiegowicze auf. Nach 1918 hieß die Stadt in der Tschechoslowakei české Budějovice, im sog. Protektorat Böhmen und Mähren lediglich Budějovice, seit 1945 gilt offiziell české Budějovice.

2. Geographie

Lage

Böhmisch Budweis liegt 48o 58‘ nördlicher Breite, 14o 28‘ östlicher Länge, etwa 124 Kilometer Luftlinie südlich von Prag/Praha.

Topographie

Die südböhmische Stadt liegt am Zusammenfluss von Moldau/Vltava und Maltsch/Malš auf einer Höhe von 381 m n. m. 

Region

Staatliche und administrative Zugehörigkeit

Tschechien. Verwaltungssitz der Südböhmischen Region (Jihočeský kraj).

3. Geschichte und Kultur

Gebräuchliche Symbolik

Die früheste Abbildung des Wappens findet sich im Stadtsiegel aus den 1420er Jahren. Dargestellt ist ein roter Dreiecksschild, in dessen unterer Hälfte eine silberne, quaderförmige Mauer ohne Zinnen steht, darüber drei silberne, quaderförmige Rundtürme mit goldenen, kegelförmigen Dächern mit Mohnblumen. Der mittlere Turm war breiter als die beiden äußeren, zudem hing über ersterem – Turm und Mauer verbindend – ein gotischer dreieckiger roter Schild mit einem silbernen böhmischen Löwen. Wappenverbesserungen 1479, 1648 und 1937 änderten mehrere Details (Königskrone, Schildträger). 1965 kehrte die Stadt zu ihrem ursprünglichen Wappen zurück.

Mittelalter

Die Stadtgründung durch König Přemysl Ottokar II. (regierte 1253–1278) erfolgte 1265 im Zuge der Festigung landesherrlicher Macht in Südböhmen und der gleichzeitigen Eindämmung des Expansionsdrangs des einflussreichen Adelsgeschlechts der Witigonen. Als Lokator auf dem beschlagnahmten Besitz des Adeligen Čéč von Budivojovice (Checho de Budiwogewich, †1270), dessen Vater hier eine Siedlung mit Kirche gegründet hatte, trat der vom König beauftragte Burggraf Hirzo von Klingenberg/Zvíkov († ca. 1275) auf, dem der spätere Kuttenberger Münzmeister Claricius (um 1296) folgte, der in der Stadt als Lohn das Erbrichteramt erhielt. 1335 finden erstmals Bürgermeister und ein zwölfköpfiger Rat Erwähnung, deren Einfluss auf das Geschehen in der Stadt kontinuierlich stiegen. 

Die Marktsiedlung Stradonice (1273) sowie anfänglich drei (später 12 weitere) Dörfer im unmittelbaren Umland wurden der Stadtgründung zugewiesen, um die Nahrungsmittelversorgung der Bürger zu sichern und ihrerseits handwerkliche Produkte aus der Stadt abzunehmen. Von Beginn an gehörte Budweis dabei zum süddeutschen (Nürnberger) Stadtrechtskreis, die Prager Altstadt galt in juristischen Fragen als Appellationsgericht.

Wohl in den 1280er Jahren begann der Bau der Stadtmauer, den Zugang zur Stadt schützten von Süden und Westen die Flüsse Malsch und Moldau, im Osten und Norden der künstlich angelegte Mühlgräben. Nach 1350 erfolgte die Verstärkung des inneren Mauerrings durch viereckige Türme und Bastionen.

1277 und 1279 überfielen die Witigonen die civitas Budweys und brannten sie nieder, erst unter König Wenzel II. (regierte 1278–1305) stabilisierte sich in den 1290er Jahren die Situation. In der sog. Maiestas Caroli, dem Gesetzbuch König Karls IV. (regierte 1346/1347–1378) von 1351–1354, zählte Budweis zu denjenigen königlichen Städten, die als Stütze der königlichen Gewalt in den Ländern der Böhmischen Krone nicht entzogen werden durften. Von Beginn dominierten deutsche Namen im Rat, auch wenn im 14. Jahrhundert der Anteil der tschechischen Bürger auf ein Drittel stieg. Allmählich entstanden außerhalb der Stadtmauern mehrere Vorstädte, die Linzer, Wiener, Brünner und Krumauer Vorstadt. Den Mittelpunkt des Straßennetzes bildete ein großer viereckiger Platz. 

In der hussitischen Revolution bildete die Stadt nicht zuletzt dank des deutschen Patriziats die führende Bastion der katholischen Partei in Südböhmen, gerade in den Jahren 1420 und 1421, als zahlreiche andere Städte in der Umgebung auf die Seite der Hussiten überliefen und ein Handelsverbot mit letzteren in Kraft trat. 1421 ging Budweis in den Pfandbesitz Herzog Albrechts V. von Habsburg (regierte 1404–1439 als Herzog von Österreich) über, der 500 Söldner in die Stadt entsandte.

Der erste tschechische Bürgermeister der Stadt, der Tuch- und Weinhändler Andreas Puklitz von Vztuhy (etwa 1410–1467), verweigerte, obwohl selbst Katholik, 1467 die Veröffentlichung der päpstlichen Exkommunikationsbulle gegen Georg von Podiebrad (regierte 1458–1471), was eine gewaltsame Empörung namentlich deutscher Bewohner auslöste, die zur Inhaftierung von Puklitz führte, der zu Tode kam. Die Stadtverwaltung fiel wieder in deutsche Hände, Budweis trat der Grünberger Union bei und erkannte Matthias Corvinus (regierte 1469–1490) als böhmischen König an, der die Stadt militärisch besetzte. Erst 1479 gelobte Budweis Matthias‘ Gegenspieler und letztlich Sieger im Machtkampf, Ladislaus II. Jagiello (regierte 1471/79–1516 in Böhmen), Gehorsam.

Neuzeit

Im ersten, gegen die Habsburger gerichteten Ständeaufstand in Böhmen 1547 verhielt sich die Stadt gegenüber dem Landesherrn loyal. 1541 erhielt Budweis das Privileg der Bergfreiheit, 1569 kam es zur Gründung einer königlichen Münzstätte, die bis 1611 bestand. Im gleichen Jahr besetzte ein Heer des Passauer Bischofs, Erzherzog Leopolds V. (amtierte 1598–1625), die Stadt, um die instabile Herrschaft Rudolfs II. (regierte 1575–1611 in Böhmen) zu festigen. 1619 machte Kaiser Ferdinand II. (regierte 1617–1637 als böhmischer König) der Stadt die auf einer Anhöhe östlich gelegene Bergarbeitersiedlung Rudolfstadt zum Geschenk. 

Im zweiten böhmischen Ständeaufstand von 1618 wahrte Budweis den Habsburgern wiederum die Treue. Im November 1618 eilte der kaiserliche General Karl Bonaventura Buquoy (1571–1621) nach der Niederlage in der Schlacht bei Lomnitz an der Lužnitz/Lomnice nad Lužnicí (9.11.1618) zur Verteidigung in die Stadt, so dass ein Ständeheer Budweis bis zum Sommer 1619 erfolglos belagerte. Im Dreißigjährigen Krieg galt die Stadt als so gut befestigt, dass seit 1630 die obersten Landesbeamten nach dem sächsischen Einfall hier Zuflucht fanden.

Eine verheerende Feuersbrunst vernichtete 1641 viele Häuser, erst um 1700 vermochte sich Budweis von dieser Katastrophe allmählich zu erholen. Kurz vor 1618 kam es zu einer Aufteilung der städtischen Kanzlei in einen tschechischen und einen deutschen Teil, die Protokolle des Rates wurden bis 1788 zweisprachig geführt. 

1741 besetzte ein Heer des bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht (regierte 1726–1745) vorübergehend die Stadt, drei Jahre später belagerten die Preußen Budweis und zwangen die Stadt nach kurzem Beschuss zur Kapitulation. Die letzte Pestepidemie fällt in das Jahr 1713, sieben Jahre später kam es zu einer Typhusepidemie, hinzu traten mehrere Hungersnöte (1719/20, 1741/42 sowie 1771/72). 
Um 1800 war Budweis noch immer eine Kleinstadt. Ungeachtet einer Radikalisierung unter der von dem patriotischen Priester Antonín Krejčí (1812–1872) angeführten Studentenschaft am Priesterseminar, fanden die Ereignisse der Revolution von 1848 in der Stadt keinen größeren Widerhall. Vorübergehend erfolgte Ende März 1848 die Aufstellung einer Nationalgarde. Auf Initiative von Antonín Krejčí und des Unternehmers Hynek Zatka (1808–1886) wurde im Frühjahr 1848 kurz nach der Konstituierung in Prag eine Zweigstelle des Vereins „Slovanská Lípa“ (Slawische Linde) als Ausdruck wachsenden tschechischen Nationalbewusstseins mit 150 Mitgliedern gegründet.
 

Seit 1849 war Budweis Zentrum des reorganisierten und erheblich vergrößerten gleichnamigen Kreises und Sitz zahlreicher Verwaltungsinstitutionen. Seit 1849 leitete der für drei Jahre gewählte Gemeindeausschuss (ab 1862 Gemeindevertretung) mit dem Bürgermeister an der Spitze die städtische Verwaltung. Industrialisierung und Urbanisierung erzwangen Mitte des 19. Jahrhunderts den Abriss der mittelalterlichen Stadtmauer und der Stadttore (1844 Rosenauer, 1845 Schweinitzer, 1867 Prager und 1872 Fischertor). 1876 legte man auf dem frei gewordenen Gelände und den vorgelagerten Befestigungen städtische Gärten an, die zugleich den mittelalterlichen Stadtkern von den sich ausdehnenden Vorstädten trennten. 

1917 und 1918 fanden aufgrund der schlechten Versorgungslage während des Ersten Weltkriegs sog. Hungerdemonstrationen statt.

Zeitgeschichte

Am 28.10.1918 konstituierte sich ein 14-köpfiger tschechischer Nationalausschuss als neues Machtorgan in der Stadt. In den schwierigen Anfangsmonaten der Ersten Tschechoslowakischen Republik stand der Tscheche August Zátka (1847–1935), Jurist, Unternehmer, langjähriger Landtagsabgeordneter und Sprecher der Budweiser Tschechen, seit 4.11.1918 bis Frühjahr 1919 an der Spitze einer Verwaltungskommission, die vorübergehend die Gemeindeverwaltung ersetzte.
Mit den die Stadt ab 15. März 1939 besetzenden Soldaten der Deutschen Wehrmacht im Zuge der Errichtung des so genannten Protektorats Böhmen und Mähren kamen auch deutsche Sicherheitsorgane wie SD (Sicherheitsdienst) und Gestapo, die hier Dienststellen einrichteten und nach vorbereiteten Listen sowie mit Unterstützung einheimischer Kollaborateure Regimegegner brutal verfolgten. 1939–1945 bekleidete der Sudetendeutsche Friedrich David (1900–1945) als Regierungskommissar das Bürgermeisteramt, der umfangreiche Umbenennungen von Straßen initiierte, den Abriss des Denkmals von August Zátka veranlasste und im Juni 1942 die Synagoge bis auf die Grundmauern zerstören ließ. 
Schon bald nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht entstanden tschechische Widerstandsgruppen in der Stadt und deren Umland (u. a. Obrana národa/Volksverteidigung unter dem Brigadegeneral Bedřich Neumann (1891–1964) und 1941 Jindra). Eisenbahner führten 1942 mehrere Sabotageakte durch, der Fahrbetriebsleiter Vratislav Novotný (1902–1942) wurde dabei verhaftet und ermordet. 
Am 8. Mai 1945 gab der letzte deutsche Militärkommandant, Wilhelm Richard Junge (1888–1954), den Befehl zum Abzug der deutschen Besatzung aus Budweis, gegen 17.30 Uhr marschierten sowjetische Einheiten in der Stadt ein, um 20.00 Uhr folgten amerikanische Truppen. Am 20.5.1945 wurden auf dem St. Ottilienfriedhof 27 Deutsche als Aktivisten des NS–Systems ohne Urteil von tschechischen Gendarmen erschossen. Zugleich begann die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus Budweis, welches neben Pisek/Písek und Tabor/Tábor zu den wichtigsten Zentren für deren Abtransport in Südböhmen zählte. Besonders die Phase der wilden Vertreibung im Mai und Juni 1945 zeichnete sich durch Gewaltexzesse aus. Von September 1945 bis Januar 1946 folgte die Aussiedlung von ca. 2.000 Deutschen, das Gros (ca. 5.400 Personen) folgte 1946 auf 12 Transporten (darunter 4.070 Deutsche nach Bayern). Zu Beginn der 1950er Jahre mussten die noch verbliebenen Deutschen ins tschechische Binnenland umsiedeln. 
Nach der Befreiung von der deutschen Besatzung übernahm zunächst ein 33-köpfiger tschechischer Kreisnationalausschuss unter Führung des Arztes Rudolf Bureš (1906–1980) die Verwaltung, ab 22.5.1945 folgte ihm der paritätisch besetzte 42-köpfige Ortsnationalausschuss Budweis im historischen Rathaus (15 Nationale Sozialisten, 12 Kommunisten, 10 Mitglieder der Volkspartei, 5 Sozialdemokraten). Die Wahlen am 30.5.1948 zementierten die beherrschende Stellung der Kommunistischen Partei auch in Budweis. Ende 1948 entstand die antikommunistische Widerstandsorganisation Za pravdu (Für die Wahrheit), im August 1949 wurden 20 Angehörige in Prag zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Widerstand leisteten auch Studierende (Gruppe Kruh) sowie junge Katholikinnen und Katholiken. 
Seit Mitte der 1960er Jahre errichtete Plattenbausiedlungen sollten die Lebensqualität verbessern, die unter den veralteten Industriebetrieben und der wachsenden Umweltverschmutzung erheblich litt. 1952 wurde das historische Stadtzentrum unter Denkmalschutz gestellt.
Am 21.3.1968 versammelten sich 600 Studierende vor dem Sitz des Kreisausschusses der KPTsch, um im Vorfeld des „Prager Frühlings“ für Reformen zu demonstrieren. In der Nacht zum 22.8.1968 rückten sowjetische Panzer in Budweis ein. Am 7.11.1968 demonstrierten Studierende gegen die Okkupation, am 20.1.1969 versammelten sich mehr als 5.000 Einwohnerinnen und Einwohner zu einer Trauerkundgebung anlässlich des Todes von Jan Palach (1948–1969), der sich in Prag aus Protest gegen die Okkupation selbst verbrannt hatte. Ungeachtet weiterer vereinzelter Protestaktionen setzte sich auch in Budweis die von der Kommunistischen Partei des Landes verordnete Politik der „Normalisierung“ (tschech. normalizace) durch, die das Land in den Zustand vor den Reformen des „Prager Frühlings“ zurückversetzten und durch Repressionen gegen Andersdenkende gekennzeichnet waren.
Die gewaltsame Niederschlagung der Studentenproteste in Prag im November 1989 rief auch in Budweis Widerstand gegen die Alleinherrschaft der KPTsch hervor. An dem für den 27.11.1989 ausgerufenen Generalstreik nahmen in Budweis 50.000 Menschen teil, womit die Samtene Revolution in der Stadt einen vorläufigen Höhepunkt erreichte.   
1991 wurde Budweis Sitz der neugegründeten Jihočeská univerzita/Südböhmischen Universität.
 

Bevölkerung

Einwohnerzahlen[1]

1832:  8.135
1869: 17.413
1880: 23.845
1890: 28.491 (16.585 Tschechen, 11.642 Deutsche)
1900: 39.328 (23.427 Tschechen, 15.436 Deutsche)
1910: 44.538 (26.090 Tschechen, 15.967 Deutsche)
1921: 44.022 (davon 7.006 Deutsche)
1930: 43.788 (davon 6.681 Deutsche)
1950: 41.182
1961: 64.785
1970: 77.337
1980: 90.415
2015: 93 513
2024: 97.377[2] 

Wirtschaft

Von Beginn an entwickelten sich Handwerk und Handel, seit 1337 erließen die bis weit in die frühe Neuzeit das städtische Wirtschaftsleben beherrschenden Zünfte Ordnungen, zuerst die Fleischhauer, diesen folgten 1344 Tuchmacher, 1351 Schneider und Mantelmacher. Budweiser Kaufleute partizipierten am Handel mit Eisenwaren, die aus dem oberösterreichischen Marktzentrum Freistadt kamen. Budweis selbst exportierte unter anderem Fett, Fische, Bier, Honig, Käse und Pech, zugleich entwickelte sich die Stadt zu einem Umschlagplatz für die zunehmende Salzeinfuhr aus dem Salzkammergut. 1531 errichtete man deshalb im Nordwesten der Stadt ein spätgotisches Salzlagerhaus. Nach der Schiffbarmachung der Moldau transportierten 1552 erstmals Schiffe Salzfässer stromabwärts. 

Seit 1832 erfolgte nach jahrelanger Verzögerung infolge der Koalitionskriege der Bau der ersten Pferdeeisenbahn in Europa, die Budweis mit Linz verband und der einsetzenden Industrialisierung den Weg ebnete. Der tschechische Unternehmer Adalbert Freiherr von Lanna (1836–1909) ließ im Binnenhafen von Budweis Schiffe bauen, die Gmundener Salz, Holz und landwirtschaftliche Produkte auf der Moldau bis Prag und weiter auf der Elbe über Tetschen-Bodenbach/Děčín bis nach Deutschland transportierten. 1847 entstand die erste Fabrik in Budweis, als die 1804 gegründete Wiener Firma von Carl Edler von Hardtmuth (1804–1881) die Herstellung von Bleistiften und Steingutgeschirr nach Budweis verlagerte.

1895 wurde der Český akciový pivovar (dt. Böhmische Aktienbrauerei) gegründet. Die Brauerei avancierte rasch zum bedeutendsten tschechischen Unternehmen in der Stadt und in ganz Südböhmen und unterstützte die Emanzipationsbestrebungen der einheimischen Tschechen u. a. durch materielle Unterstützung für das tschechische Schulwesen und Vereine. In den 1930er Jahren wurde das Budweiser Bier unter der seit 1930 registrierten Schutzmarke Budvar in die ganze Welt exportiert. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlicht, lag der Exportanteil 1982 bei 73 Prozent der Gesamtproduktion.  

Gesellschaft

Ungeachtet des tschechischen Stadtnamens bestand die Bevölkerung von Beginn an aus Deutschen und Tschechen, wobei sich Rat und Bürger in ihrer Zusammensetzung seit 1302 im bis 1391 reichenden Stadtbuch verfolgen lassen. Während es anfangs eine klare deutsche Mehrheit im Rat gab, nahm diese nach 1350 durch die tschechische Zuwanderung allmählich ab. Um Budweis entwickelte sich eine deutsche Sprachinsel, die sich mit abnehmender Tendenz bis 1945 hielt.
Die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Habsburgermonarchie vollziehende Aufspaltung von „Budweisern“ in Tschechen und Deutsche spiegelte sich vor dem Hintergrund der immer stärkeren Betonung von Ethnizität und Nationalität auch in der Vereinslandschaft wider. Zwischen 1840 und 1948 gab es in Budweis mehr als 1.000 Vereine. 1862 wurde ein Deutscher Turnverein gegründet, der zehn Jahre später seinen Sitz im gerade fertiggestellten Deutschen Haus nahm. 1897 kam der radikal nationalistische Deutsche Turnverein Jahn Budweis hinzu, 1930 der christlich orientierte Deutsche Turnverein Böhmisch Budweis. Alle drei Vereine wurden 1938/39 in die NS-Turn- und Sportgemeinde Budweis eingegliedert, deren Existenz 1945 endete. 
 

In den Jahren 1865–1918 stellte die deutsche Stadtbevölkerung ununterbrochen den Bürgermeister, zuletzt bekleidete dieses Amt der aus einer Budweiser Kaufmannsfamilie stammende liberale Politiker Josef Taschek (amtierte 1903–1918), in dessen Amtszeit der Justizpalast, das Städtische Museum und das Budweiser Krankenhaus entstanden. 1902 erhielt Taschek, 1893–1901 Landtagsabgeordneter, die Ehrenbürgerschaft von Budweis, bereits 1884 hatte er die Gründung des Deutschen Böhmerwaldbundes angeregt, zudem war er einer der Initiatoren des sogenannten Böhmisch Budweiser Pakts, der sich 1914 um einen ethnisch-nationalen Ausgleich zwischen Deutschen und Tschechen in der Stadt bemühte. 

Religions- und Kirchengeschichte

1784/85 erfolgte im Zuge der Josephinischen Reformen die Auflösung des Dominikaner- und Kapuzinerklosters. Die Piaristen übersiedelten in das Gebäude des Dominikanerklosters (bis 1873, dann folgten bis 1949 die Redemptoristen), nachdem ihr ursprünglicher, 1763–1767 erbauter Sitz seit 1786 als Residenz des ersten Bischofs der Stadt, Johann Prokop Schaffgotsch (amtierte 1786–1813), diente. Unter dem 27 Jahre regierenden, aus einem eingesessenen Patriziergeschlecht stammenden Bürgermeister Franz Eusebius Daublebsky von Sterneck (1750–1815) erfolgte 1803 die Einrichtung eines bischöflichen Seminars mit theologischem Institut für die Ausbildung katholischer Geistlicher. 

Juden

1341 erteilte König Johann von Luxemburg (regierte 1310–1346) Budweis das Privileg, zwei jüdische Familien aufzunehmen, 1377 erscheint der Jude Muslinus Judeus, drei Jahre später ist bereits die Rede von einer communitas Judaeorum Budwicensium in der Judengasse. Ein angeblicher Ritualmord im niederösterreichischen Dorf Pleising diente dem Budweiser Stadtrat 1505 als Vorwand, die vermutlich 100 Juden auf Befehl König Ladislaus‘ II. zu vertreiben; erst in der Revolution von 1848 wurde dieses Niederlassungsverbot aufgehoben. Mit dem Fabrikanten Emanuel Fürth (1814–1867) und seiner Wahl zum Gemeindevorsteher etablierte sich wieder jüdisches Leben in der Stadt. Unter dem Rabbinat von Adam Wunder (1817–1905) wurde 1887/88 die Synagoge errichtet. Der letzte Rabbiner Rudolf Ferda (1889–1944) wurde am 18.4.1942 in das KZ nach Theresienstadt/Terezín deportiert und von dort aus am 16.10.1944 in das Vernichtungslager Auschwitz, wo er ermordet wurde. Zählte Budweis 1925 noch 1.423 jüdische Mitbürger, überlebten von den 910 Deportierten den Holocaust lediglich 32.

Bildung und Wissenschaft

Aus dem Jahr 1373 stammt der erste Quellenbeleg über die Existenz einer zweiklassigen Stadtschule bei St. Nikolaus, der bald eine böhmische Einrichtung bei St. Prokop folgte. 1762 gründeten die Piaristen im Zuge der Theresianischen Reformbemühungen des niederen und mittleren Schulwesens ein lateinisches Gymnasium. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bemühten sich beide nationalen Gemeinschaften um jeweils eigene Schulen, Johann Prokop Graf von Schaffgotsch veranlasste die Gründung einer bischöflichen Diözesanbibliothek, der er nach seinem Tode seine 6.000 Bände umfassende private Büchersammlung hinterließ.
Als erster Chronist von Budweis gilt das Ratsmitglied František Machnický (1513–1583). Der vermögende Bäckermeister Lukas Bernhard Schneider (1717–1782) verfasste eine „Kurtze Beschreibung von Ursprung und Anfang der Königlichen befreyten Bergstadt Böhmisch Budweis…“. Der Historiker und Archivar Karl Köpl (1851–1932), der das Stadtarchiv in den Jahren 1880–1896 leitete, gab 1901 das Urkundenbuch der Stadt Budweis in Böhmen heraus, das stadtgeschichtlich relevante Quellen für die Zeit 1251–1391 enthält. 
Zu den in Budweis geborenen Persönlichkeiten gehören u. a. der kaiserliche Rat und Feldmarschall Rudolf von Colloredo (1585–1657), der tschechische Großindustrielle und Eisenbahnpionier Karl Adalbert Lanna (1805–1866), der „Vater des Böhmerwaldes“ und letzte deutsche Budweiser Bürgermeister in den Jahren 1903–1918, Josef Taschek (1857–1939), sowie die Sängerin und Unterzeichnerin der Charta 77 Marta Kubišová (geb.1942), deren Ballade Modlitba pro Martu (dt. Gebet für Martha) zum Symbol des Widerstands gegen die blutige Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 wurde.
 

Kunstgeschichte

Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung erhalten blieben vom Ende des 14. Jahrhunderts der Wehrturm „Eiserne Jungfrau“, dessen heutiges Aussehen von 1612 stammt, sowie der Rabensteiner Turm, in dem sich Elemente von Gotik und Renaissance vereinen. Bereits aus dem Beginn des 13. Jahrhunderts stammt die Pfarrkirche St. Johannes und St. Prokop, deren spätgotische Gestalt auf die Zeit um 1461 zurückgeht. In die Zeit der Stadtgründung fällt auch die Anlage des Dominikanerklosters mit der Kirche Mariä Opferung; Presbyterium und Ostmauer des Querschiffs wurden um 1300 vollendet, im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts kam das Seitenschiff hinzu, 1340–1370 Kreuzgang und Konvent, 1360–1370 Mittel- und Querschiff. 
Noch heute präsentieren sich zahlreiche Bürgerhäuser als architektonische Zeugnisse der Spätgotik und Renaissance, während andere bei späteren Umbauten eine barocke oder klassizistische Fassade erhielten. 1554 erfuhren die erstmals 1337 erwähnten Fleischbänke eine vollständige Renaissanceform, wobei das im Basilika-Typ veränderte Gebäude mit seinen 14 Verkaufsständen bis 1899 seiner ursprünglichen Bestimmung diente.
1615–1621 wurde das Kapuzinerkloster mit der Annenkirche im frühbarocken Stil erbaut. In die Zeit der Stadtgründung reichen die Anfänge der dreischiffigen St.-Nikolaus-Kirche, die 1518–1535 einen spätgotischen Umbau erlebte, jedoch bei der Feuersbrunst 1641 vollständig niederbrannte. Ihre heutige Gestalt geht auf die Pläne der italienischen Baumeister Giovanni Cipriani  und Francesco Canevale (1626–1669) von 1641–1649 zurück, die das Gotteshaus zu einem schlichten Barockbau umgestalten ließen. Der prachtvolle Innenausbau erfolgte erst nach der Gründung des Bistums Budweis 1785 und der Erhebung der Kirche zur Kathedrale.
Der wirtschaftliche Aufschwung von Budweis zu Beginn des 18. Jahrhunderts spiegelte sich auch in einer neuen Bautätigkeit: Der Wasserversorgung diente der 1721–1727 durch den südböhmischen Bildhauer Josef Dietrich (1677–1753) und den Steinmetz Zacharias Horn (1679–1738) auf dem Markt errichtete Samson-Brunnen. 1727–1730 erfolgte die Umgestaltung des Renaissancerathauses nach Plänen von Anton Erhard Martinelli (1684–1747). Hinter dem Priesterseminar bei St. Nikolaus entstand 1727–1731 an der Stelle der 1727 abgetragenen gotischen Friedhofskapelle die barocke Todesangst-Christi-Kapelle.
Zeugnisse der Vereinstätigkeit und der Kultur sind das 1871–1872 nach Plänen von Ignaz Ullmann (1822–1897) im Neorenaissancestil errichtete ehemalige Deutsche Haus am Ufer der Maltsch, das nach 1880 durch Umbau und Erweiterung ursprünglich im Empirestil errichtete Theater, das im Stil der Neorenaissance nach einem Entwurf von Viktor Schwerdtner (1846–1926) 1898–1901 geschaffene Städtische Museum sowie das aus den Jahren 1935–1936 stammende Gebäude der Vorschusskasse.
 

Theater- und Musikgeschichte

Vermutlich Ende des 15. Jahrhunderts wurde in Budweis eine literarische Bruderschaft im Chor der St.-Nikolaus-Kirche gegründet, deren Hauptaufgabe den Statuten von 1610 zufolge darin bestand, den Gottesdienst bei Frühmessen im Advent sowie an Sonn– und Feiertagen musikalisch zu begleiten. 
1735 finden erstmals fahrende Schauspieler Erwähnung. Nach der Eröffnung des Gymnasiums 1762 gelangten unter Aufsicht der Piaristen biblische und antike Stücke zur Aufführung, 1799 wurde in einem provisorischen Theatergebäude Die Zauberflöte von W. A. Mozart (1756–1791) gespielt. 1819 erfolgte die Eröffnung eines deutschen Schauspielhauses ohne festes Ensemble, in dem auch tschechische Stücke zur Aufführung kamen. Nach 1918 ging das Haus als Jihočeské národní divadlo (Südböhmisches Nationaltheater) in tschechischen Besitz über (seit 1956 Jihočeské divadlo). 

Literatur– und Pressegeschichte

Die erste Budweiser Zeitung war der 1848 von dem Magistratsangestellten Ernst Franz Richter (1817–1870) kurzzeitig herausgegebene deutschsprachige Der Löwe, der ganz im Sinne eines Landespatriotismus die böhmischen Länder als gemeinsame Heimat von Tschechen und Deutschen propagierte. 1852 begründete Richter den Anzeiger aus dem südlichen Böhmen, aus dem 1857 das Budweiser Wochenblatt und später das Budweiser Kreisblatt hervorgingen. Zwischen 1901–1938 erschien die deutschsprachige Südböhmische Volkszeitung, deren von Josef Eibensteiner (1884–1945) geleitete Redaktion entschieden antikommunistische Positionen vertrat, zudem stellte sie sich kritiklos hinter den NS-nahen Führer der Sudetendeutschen Partei, Konrad Henlein (1898–1945). Infolge des Anschlusses der Sudetengebiete am 1.10.1938 stellte dieses Blatt sein Erscheinen ein. Den Gegenpol der deutschen Zeitungen bildete der seit 1864 erscheinende Budivoj. 1895 kamen die unabhängigen Jihočeské listy hinzu, bald das wichtigste tschechischsprachige Periodikum. Unter den südböhmischen Zeitungen gewann 1945 die kommunistische Jihočeská pravda eine Monopolstellung (seit 1992 Jihočeské listy, seit 2007 Českobudějovický deník).
1915 hielt sich im örtlichen Militärkrankenhaus der Schriftsteller Jaroslav Hašek (1883–1923) auf, der hier Anregungen für seinen Roman Osudy dobrého vojáka Švejka za první světové války (Die Abenteuer des guten Soldaten Schwejk im Ersten Weltkrieg) fand.

4. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Zdeněk Šimeček: České Budějovice v období husitském [Böhmisch Budweis in der Hussitenzeit]. In: Jihočeský sborník historický 34, 1965, S. 14–30.
  • Ders.: Das Handelsbuch des Budweiser Eisenhändlers Nikolaus Bartholome 1560–1568. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs 17, 1993, S. 31–203.
    Karl Adalbert Sedelmayr: Budweis, Budweiser und Stritschitzer Sprachinsel. Miesbach 1979.
  • Daniel Kovář: Tragédie Ondřeje Puklice. Budějovický purkmistr a jeho zavraždění 25. května 1467 [Die Tragödie des Ondřej Puklitz. Der Budweiser Bürgermeister und seine Ermordung am 25.Mai 1467]. Praha 2006.
  • Ders.: Fundatio civitatis: zrození královského města Českých Budějovic [Fundatio civitatis: Die Geburt der königlichen Stadt Böhmisch Budweis]. České Budějovice 2015.
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    Historický atlas měst české republiky [Historischer Atlas der Städte der Tschechischen Republik], Bd. 3: České Budějovice. Praha 1996.
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  • Karl Kratochwil, Alois Meerwald: Heimatbuch der Berg- und Kreisstadt Böhmisch-Budweis mit einer Sammlung von alten und neueren Sagen. Böhmisch Budweis 1930.
  • Marek Šmíd: Šimon Bárta. Českobudějovický biskup v letech 1920–1940 [Šimon Bárta. Bischof in Budweis in den Jahren 1920–1940]. Praha 2025.
  • Jan Štumbauer: Dějiny spolkové tělesné výchovy a sportu v Českých Budějovicích od poloviny devatenáctého století do roku 1938 [Geschichte der Körperertüchtigung und des Bundessports in Böhmisch Budweis bis zum Jahr 1938]. Praha 1938 (Habilschrift).
  • Jeremy King: Budweisers into Czechs and Germans: A local History of Bohemian Politics 1848–1948. Princeton 2002.
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  • Daniel Kovář, Pavel Koblasa: Ulicemi města Českých Budějovic (názvy českobudějovických veřejných prostranství v minulosti a dnes) [Durch die Straßen von Böhmisch Budweis (Die Namen öffentlicher Räume in Budweis in Vergangenheit und Gegenwart)]. České Budějovice 1998.
  • Jiří Dvořák u. a.: České Budějovice pod hákovým křížem [Budweis unter dem Hakenkreuz]. 2. Aufl. Praha 2016.
  • Daniel Kovář, Roman Lavička: Dominikánský klášter v Českých Budějovicích [Das Dominikanerkloster in Böhmisch Budweis]. České Budějovice 2017.
  • Jiří Petráš: Konec soužití Čechů a Němců v Českých Budějovicích [Das Ende des Zusammenlebens von Tschechen und Deutschen in Böhmisch Budweis]. In: Jihočeský sborník historický Jg. 66–67, 1997, S. 147–172.

Periodika

Weblinks

Anmerkungen

[1] Quelle für die Jahre 1832–2015: Encyklopedie České Budějovice, abrufbar unter https://encyklopedie.c-budejovice.cz/clanek/obyvatelstvo (21.8.2024).
[2] Quelle: Český statistický úřad: Počet obyvatel v obcích – k. 1.1.2024, Praha 2024.
 

Zitation

Thomas Krzenck: Budweis/České Budějovice. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa. 2025. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/p32357 (Stand 24.10.2025).

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