Navigation

Skiplinks

Kattowitz/Katowice

1. Toponymie

Deutsche Bezeichnung

Kattowitz

Amtliche Bezeichnung

poln. Katowice

Anderssprachige Bezeichnung

poln.-schles. Katowicy; tschech. Katovice

Etymologie

Der polnische Stadtname Katowice leitet sich entweder vom Beinamen des – möglicherweise – ersten Siedlers, „Kat“ (Henker, Scharfrichter), oder dem Wort „Kąty“, einem Ausdruck für die Hütten der Bauern, welche für die Schmiede in Bogutschütz/Bogucice Holz schlugen, ab. Das Suffix „-owice“ hat eine patronyme Funktion.

2. Geographie

Lage

Kattowitz liegt im Süden der Polnischen Republik auf 50° 16’ nördlicher Breite, 19° 1’ östlicher Länge, zwischen 266 und 352 m ü. NHN und rund 260 km südwestlich von Warschau/Warszawa zwischen Breslau/Wrocław (nordwestlich, etwa 100 km) und Krakau/Kraków (südöstlich, 70 km). Die Stadt bildet das Zentrum der Metropolregion Kattowitz-Oberschlesien.

Topographie

Kattowitz ist auf einer Hochebene gelegen, die zum Schlesischen Hochland (poln. Wyżyna Śląska) gehört und gleichzeitig eine Übergangszone von den Beskiden (Beskidy) zu den Sudeten (Sudety) darstellt. Die Rawa durchfließt die Stadt in  west-östlicher Richtung, die Klodnitz (Kłodnica) hat ihren Ursprung zwischen den Ortsteilen Brynow/Brynów und Emanuelssegen/Murcki und verlässt Kattowitz im Westen.

Region

Schlesien, Oberschlesien

Staatliche und administrative Zuordnung

Polen. Woiwodschaft Schlesien (Województwo śląskie), kreisfreie Stadt.

3. Geschichte und Kultur

Gebräuchliche Symbolik

Das Hauptmotiv des seit 2004 amtlich gültigen Wappens, das ähnlich bereits seit einem Beschluss des polnischen Innenministeriums im Jahr 1937 Verwendung fand, ist ein schwarzer Eisenhammer samt Amboss und Zahnrad auf gelbem Grund, der für den Hammer in Bogutschütz und somit als Symbol für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt steht. Der Schildfuß besteht aus einem braunen Balken, der eine holzähnliche Maserung aufweist und das für den Betrieb des Hammers und die Eisenverhüttung notwendige Holz symbolisiert, sowie einem blauen Grund, der auf das für den Antrieb des Eisenhammers erforderliche Wasser verweist.

Historische Namen

Stalinogród (dt. Übersetzung: Stalinburg). Am 7. März 1953 wurde im Zuge der „Sowjetisierung“ die Umbenennung der Stadt und Woiwodschaft vorgenommen. Dies wurde am 10. Dezember 1956 rückgängig gemacht.

Neuzeit

Eine Siedlung wird erstmals im Jahr 1598 in einem Visitationsbericht von Pater Kazimierski als villa nova Katowic(z)e erwähnt. Bereits im 14. und 16. Jahrhundert entstanden nachweislich erste slawische Siedlungen und Eisenschmieden auf dem Gebiet der heutigen Stadt. Die am Fluss Rawa liegende Schmiede in Bogutschütz, die seit dem Jahr 1397 existierte und bis zum 18. Jahrhundert in Betrieb war, zeugt davon. Noch älter ist der Ortsteil Domb/Dąb, er wird in einer Urkunde von Herzog Kasimir II. von Beuthen (1256/57–1312) aus dem Jahr 1299 genannt.
Im 16. Jahrhundert entwickelten sich erste feste Siedlungen, die von ansässigen Bauern aufgebaut wurden. Gegen 1580 gründete der Schmiedemeister Andrzej das kleine Dorf Katowice.
Preußen erhielt infolge des Friedensvertrags vom 11. Juni 1742, der den Ersten Schlesischen Krieg beendete, Ober- und Niederschlesien und die Grafschaft Glatz, und somit auch das damalige Gut Kattowitz. Der Unternehmer Franz von Winckler (1803−1851) und seine zweite Frau Maria Aresin (1789−1853) erwarben 1838/39 die Güter Kattowitz und Myslowitz/Mysłowice, die sie politisch und wirtschaftlich ausbauten. Dieser ökonomische Aufstieg und das damit verbundene Wachstum von Kattowitz ab Mitte des 19. Jahrhunderts führten zur Verleihung der Stadtrechte am 11. September 1865. Zudem erhielt Kattowitz 1873 das Landratsamt des neuen Kreises Kattowitz. Im Jahr 1899 wurde Kattowitz der Status eines Stadtkreises zugestanden.

Zeitgeschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde infolge des Versailler Vertrags eine Volksabstimmung über die Staatszugehörigkeit Oberschlesiens und somit auch der Stadt Kattowitz angesetzt. Polnische Einheiten versuchten, in drei militärischen Erhebungen (Schlesische Aufstände 1919, 1920, 1921) die Zugehörigkeit zum wiederbegründeten Polen durchzusetzen. Auch in Kattowitz kam es zu Aufständen. In der am 20. März 1921 durchgeführten Volksabstimmung votierten in der Stadt Kattowitz 22.774 der 26.674 an der Wahl beteiligten Personen für die Zugehörigkeit zu Deutschland, während im Landkreis Kattowitz etwa 55 % für Polen stimmten.[1] Nach Ausbruch des dritten Aufstands wurde auf Empfehlung der Völkerbundkommission in Genf durch die Alliierten die Abtretung des östlichen Teils Oberschlesiens einschließlich der Stadt Kattowitz an Polen beschlossen. Dieses Gebiet wurde mit dem nördlichen Teil des Teschener Schlesien (Śląsk Cieszyński) zur Autonomen Woiwodschaft Schlesien (Autonomiczne Województwo Śląskie) mit Verwaltungssitz in Kattowitz verbunden.
Im Zuge des Polenfeldzugs im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt am 4. September 1939 von der deutschen Wehrmacht besetzt, es kam dabei zu Hinrichtungen von polnischen Zivilisten. Die deutschsprachige Bevölkerung begrüßte hingegen mehrheitlich den Einmarsch der deutschen Truppen als eine Art Befreiung. Die Stadt wurde wie die gesamte Woiwodschaft dem Deutschen Reich angegliedert.
Am 27. Januar 1945 wurde Kattowitz durch Truppen der Roten Armee besetzt. Jene Teile der Bevölkerung, welche als deutsch eingestuft wurden, wurden teilweise vertrieben, eine deutsche Minderheit verblieb in Kattowitz.

Verwaltung

Kattowitz besteht heute aus fünf Stadtbezirken, die in 22 Stadtteile untergliedert sind. Von 1866 bis 1921 sowie von 1939 bis 1945 wurde das Stadtoberhaupt als „Oberbürgermeister“ bezeichnet, während in der Zwischen- und Nachkriegszeit bis 1950 ein Stadtpräsident (prezydent miasta) an der Spitze der Verwaltung stand. Dieses Amt wurde nach kurzer Unterbrechung 1974 erneut eingeführt und besteht bis heute.

Im Jahr 1866 fanden die ersten Wahlen der 18 Stadtverordneten und des Magistrats, bestehend aus dem Bürgermeister, einem Beigeordneten sowie vier „Ratsmännern“, statt. Als erster Oberbürgermeister wurde Louis Diebel (Amtszeit: 1866−1870) aus Krappitz/Krapkowice gewählt.

Bevölkerung

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wuchs Kattowitz vor allem durch den Zuzug von deutschen Migranten kontinuierlich. Im Jahr 1825 wohnten nur rund 675 Einwohner im Dorf. 1886 zählte die Stadt rund 4.200 Einwohner, 1893 waren es bereits 18.395,[2] und 1910 wurden bei einer Volkszählung 43.173 Einwohner erfasst.[3] Hiervon waren 36.891 Deutsche und 5.766 Polen.[4]  Bereits 1924 waren über 100.000 Einwohner registriert.[5] Im Jahr 1931 waren es bereits 126.000 Einwohner, davon rund 17.000, die Deutsch als ihre Muttersprache angaben.[6] Im Stadtkreis Kattowitz wohnten im Jahr 1941 135.000 Menschen.[7] Diese Dynamik setzte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg fort und erreichte Ende der 1980er Jahre ihren Höhepunkt, als die Einwohnerzahl bei über 370.000 lag. Mit der politischen Wende in Ostmitteleuropa und Polen nahm die Zahl ab. Nach der letzten Volkszählung leben heute weniger als 300.000 Menschen in Kattowitz, davon rund 0,1−0,2% Deutsche.[8] Die Bevölkerungszahl ist weiterhin rückläufig.

Wirtschaft und Verkehr

Die Inbetriebnahme der zum Gut Kattowitz gehörenden sogenannten Fanny- und Henriette-Zinkhütten in den Jahren 1818 und 1820 durch Johann Friedrich Wedding (1759−1830), der das Gut 1818 von seinem Schwiegervater Johann Ferdinand Koulhaas (1750−1808) geerbt hatte, stehen am Beginn der industriellen Entwicklung von Kattowitz. Im Jahr 1846 wurde Kattowitz an das Schienennetz der oberschlesischen Eisenbahn, deren Stammstrecke zwischen Breslau und Myslowitz verlief, angeschlossen. Vor allem der Unternehmer Franz von Winckler (1803−1851), der damalige Besitzer der Rittergüter Kattowitz und Myslowitz, war maßgeblich hierfür und für den Aufbau des industriellen Bergbaus verantwortlich. Er erwarb die Regalrechte auf seinen Gütern und förderte zudem den Ausbau der Eisen- und Zinkverhüttung. Die eigenen Eisen-, Brauneisenerz- und Toneisenerzsteinlager belieferten die Wincklerischen Eisenhütten: Dietrichshütte (1836), Valeskahütte und Doppelfrischfeuer bei Jeschonka (1837) sowie die Maria- und Sophiehütten (1838). Der niedergelassene Arzt und erste Stadtratsvorsitzende Richard Holtze (1824−1891) und der Generaldirektor der Wincklerischen Güter Friedrich Wilhelm Grundmann (1804−1887) sowie dessen Tochter Bertha(1836-1921) führten das „Erbe“ von Wincklers fort.[9] So entstanden unter anderem ein Hochofen (1857), die Emma-Zinkhütte (1842), die Marthahütte als Zinkwalzwerk (1852) und Eisenwalzwerk (1857), die Maschinenbauanstalt der oberschlesischen Eisenbahn (1853) sowie diverse andere Fabriken. Gleichzeitig wurde Kattowitz zum Eisenbahnknotenpunkt: Bereits ab 1845 verkehrte auf der Strecke Sosnowitz/Sosnowiec−Warschau die schlesisch-polnische Eisenbahn, ab 1852 wurde die Strecke Kattowitz−Idahütte−Emanuelssegen und ab 1859 die Strecke Kattowitz−Schoppinitz/Szopienice−Landesgrenze eröffnet. 1895 wurde Kattowitz Sitz der Eisenbahndirektion des oberschlesischen Industriebezirks.

Vorrangig im industriellen Sektor war weiterhin die Steinkohleförderung der Zechen im Kattowitzer Gebiet. Im Jahr 1845 existierten insgesamt elf Steinkohlegruben. Die Förderung stieg von 942.000 Tonnen im Jahr 1870 auf 1.500.000 Tonnen im Jahr 1901.[10] Die Zahl der Beschäftigten wuchs von 930 im Jahr 1870 auf über 5.000 bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Herauszustellen ist hierbei die 1889 gegründete „Kattowitzer Aktiengesellschaft für Bergbau und Eisenhüttenbetrieb“, ein Zusammenschluss der Unternehmen der Familie von Tiele-Winckler. Insgesamt beschäftigte die AG bis zum Jahr 1915 rund 16.000 Menschen.

Neben der dominierenden Eisen- und Montanindustrie entwickelte sich auch das Handwerk in der Stadt. Im Jahre 1884 bestanden bereits sieben Innungen, nach der Jahrhundertwende bis zu neun.

Unter Oberbürgermeister August Schneider (1851−1929; Amtszeit: 1890−1902 wurde die Verwaltung der Gasanstalt (1892) übernommen und eine Zeitungsverlagsanstalt (1896) gegründet. Wie nach ihm auch Alexander Pohlmann (1865−1952; Amtszeit: 1903−1922) förderte er die soziale Fürsorge, das Gesundheitswesen und das Schulwesen. In der Zwischenkriegszeit sank die Produktion im Industriesektor, vor allem im Bereich der Schwerindustrie; dies führte einerseits zur Abwanderung von Arbeitern, andererseits zum Betrieb von sogenannten „Elendsschächten“ durch Erwerbslose. Trotz eines Auflebens kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs konnte die Schwerindustrie nicht wieder ihre wirtschaftliche Stärke wie im 19. Jahrhundert erreichen.

Als industrieller Nebenzweig hatte sich nach dem Ersten Weltkrieg die Porzellanherstellung entwickelt. Die „Giesche Porzellanfabrik, Aktiengesellschaft“ die zwischenzeitlich als „Giesche Spółka Akcyjna“ firmierte, produzierte von 1922 bis 1939. Nach der Wiedereingliederung Ost-Oberschlesiens in das Deutsche Reich stellte die „Giesche Porzellanfabrik AG“ von 1939 bis Anfang 1945 wieder Geschirrporzellan, elektronisches und technisches Porzellan her. Der polnische Staat übernahm die Firma und bis 1955 auch das „G“ in der Fabrikmarke.

Seit der Nachkriegszeit ist eine Umstrukturierung im wirtschaftlichen Bereich feststellbar; die Beschäftigungszahlen im Handel sowie im Dienstleistungs- und vor allem im Bildungssektor sind steigend.

Gesellschaft

Der für Oberschlesien im 19. Jahrhundert typische gesellschaftliche Unterschied zwischen den reichen Großindustriellen und der Schicht von Industrie- und Landarbeitern prägte auch Kattowitz. Soziale und politische Spannungen zwischen der deutschen und der polnischen Bevölkerung existierten hier dagegen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs und in den anschließenden Diskussionen um die Staatszugehörigkeit in geringerem Maße. Sie verschärften sich im Zuge der Schlesischen Aufstände und der Integration von Kattowitz in den polnischen Staat. Alfons Górnik (1886−1939; Amtszeit: 1922−1928) als Stadtpräsident stieß unter den Kattowitzer Deutschen weitgehend auf Ablehnung. Der Schutz der deutschen Minderheit in Oberschlesien und somit auch in Kattowitz sollte mit dem „deutsch-polnischen Abkommen über Oberschlesien“ vom 11. Juni 1922 zugesichert werden. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung empfand diese Regelungen jedoch als nicht ausreichend, sodass der „Deutsche Volksbund für Polnisch-Schlesien“ (DVB) und vor allem der „Deutsche Kulturbund“ mit Sitz in Kattowitz regen Zulauf hatten. Der 1938 gegründete „Deutsche Arbeitskreis“ hatte sich das Ziel gesetzt, eine wirtschaftliche Verdrängung der Deutschen von leitenden Positionen zu verhindern; in Kattowitz bestand hier jedoch wenig Handlungsbedarf.

Die Situation in der Stadt änderte sich nach der Machtübernahme Adolf Hitlers (1889−1945) und infolge der politischen Entwicklung, als es 1938/39 zu verschiedenen Übergriffen und teils antideutschen Ausschreitungen kam. Während des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung wurde die polnische und jüdische Bevölkerung verfolgt und deportiert. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs mussten die in der Stadt verbliebene deutsche Minderheit und Teile der autochthonen Bevölkerung Rehabilitationsverfahren durchlaufen.

Religions- und Kirchengeschichte

Die Stadt Kattowitz war bis zum Zweiten Weltkrieg von den beiden christlichen Konfessionen und dem jüdischen Glauben geprägt. 1931 waren rund 113.200 Einwohner katholisch und 5.700 jüdisch.[11] Heute ist der weit überwiegende Teil der Bevölkerung katholisch.

Eine katholische Gemeinde bestand seit der Gegenreformation. Zunächst wurde die Pfarrkirche in Bogutschütz zu ihrem Zentrum. Erst am 11. November 1860 erhielt Kattowitz eine eigene Pfarrei. Die erste Kirche der katholischen Gemeinde in Kattowitz war die sogenannte Notkirche am Wilhelmsplatz (heute pl. Wolności), die um 1860 entstand. Im November des Jahres 1870 konnte die Marienkirche, die zwischenzeitlich an der Friedrichstraße (heute ul. Warszawska) erbaut worden war, konsekriert und nach der Pfarrerhebung 1873 als neue Pfarrkirche genutzt werden. Aufgrund der stark steigenden Zahl von Gläubigen wurde die neogotische Peter- und Paul-Kirche im Süden der Stadt als zweite katholische Kirche errichtet und 1902 konsekriert. Im Stadtteil Zalenze/Załęże entstand fast zeitgleich die St.-Josephs-Kirche, die an ein schweres Grubenunglück erinnern sollte, das sich dort 1896 zugetragen hatte.

1925 wurde Kattowitz Bischofssitz der neugegründeten Woiwodschaft Schlesien. Der bald darauf begonnene neoklassizistische Bau der Christkönig-Kathedrale (Archikatedra Chrystusa Króla) wurde erst 1955 fertiggestellt. Die historische Erzengel-Michael-Kirche, eine Schrotholzkirche aus dem 16. Jahrhundert, wurde 1938 von Syrin/Syrynia nach Kattowitz verlegt.

Die altkatholische Gemeinde erwarb 1872 ein Grundstück am Wilhelmsplatz, auf dem die bisherige Notkirche der katholischen Gemeinde stand, und nutzte diese zur Abhaltung von Gottesdiensten. Mit dem politischen Wechsel 1922 verließ der damalige Pfarrer die altkatholische Gemeinde. Die dort bereits errichtete massive Kirche wurde von der katholischen Kirchengemeinde übernommen, 1977 entstand dann an dieser Stelle die Kirche zur Verklärung des Herrn, nachdem die alte Kirche abgebrochen worden war.

Die Mitglieder der späteren evangelischen Gemeinde feierten am 23. Dezember 1854 ihren ersten Gottesdienst in einem Raum auf dem Gelände der Marthahütte. Die eigentliche Gründung der Gemeinde fand im Jahr 1857 statt. Durch Unterstützung der Stadt konnte die Auferstehungskirche (Kościół Zmartwychwstania Pańskiego) erbaut und bereits am 29. September 1858 eingeweiht werden. Zu diesem Zeitpunkt bestand die evangelische Gemeinde aus 2.116 Gläubigen – 1.247 in Kattowitz und 869 in Myslowitz.[12] Neben der Errichtung einer Schule (1859/60) und eines Pfarrhauses (1875) wurde die Kirche mehrmals erweitert; ihre heutige Gestalt verdankt sie dem Ausbau der Jahre 1899–1902. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs zählte die Gemeinde rund 16.000 Mitglieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche enteignet und der katholischen Gemeinde übergeben. Die verbliebenen 1.600 Mitglieder der evangelischen Gemeinde konnten 1947 die Kirche wiedererlangen, sie wird bis heute genutzt.

Die Einwohner jüdischen Glaubens gehörten administrativ seit dem Jahr 1847 zunächst zum Synagogenverband Myslowitz. Eine erste Synagoge in Kattowitz wurde zwar 1862 an der Ecke Grundmann- und Schillerstraße (heute ul. 3 Maja – ul. Słowackiego) errichtet, die selbständige Konstituierung der israelitischen Gemeinde erfolgte jedoch erst im Januar 1866. 1867/68 wurde der jüdische Friedhof angelegt. Trotz einer Erweiterung 1880–1883 reichte die vorhandene Synagoge für die Gemeinde nicht aus. Die daraufhin erbaute neue Synagoge an der August-Schneider-Straße (heute ul. Adama Mickiewicza) wurde am 12. September 1900 feierlich eröffnet und repräsentierte das lebendige jüdische Leben in Kattowitz. 1899 lebten 2.126, 1910 rund 2.950 Menschen jüdischen Glaubens in Kattowitz.[13] Nach dem Einmarsch der Wehrmacht wurde am 5. September 1939 die Synagoge in Brand gesteckt und schließlich komplett zerstört. Alle jüdischen Einwohner, im Jahr 1939 noch rund 8.800, wurden während der nationalsozialistischen Herrschaft deportiert, überwiegend nach Sosnowitz, und meist ermordet. In der Nachkriegszeit kehrten rund 1.500 nach Kattowitz zurück; ein Großteil davon sah sich durch die anti-jüdische Haltung der kommunistischen Führung 1968 zur Emigration gezwungen.

Zudem bestanden in der Stadt ein Kloster und das Schutzengelkrankenhaus der Barmherzigen Brüder sowie ein Kloster und eine Anstalt der Hedwigsschwestern. Beide Institutionen hatten sich der Kranken- und Altenpflege verschrieben. Im heutigen Ortsteil Panewnik/Panewniki steht ein historisches Franziskanerkloster.

Besondere kulturelle Institutionen und Veranstaltungen

Das bekannteste Museum der Stadt ist das am 23. Januar 1929 gegründete Schlesische Museum (Muzeum Śląskie). Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das ehemalige Hotel Wiener als Museumsbau. Im Jahr 2015 konnte auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Kattowitz (bis 1936: Ferdinand-Zeche) das neue Schlesische Museum eröffnet werden.

Das Museum für Stadtgeschichte (Muzeum Historii Katowic), 1981 eröffnet, stellt die Geschichte Kattowitz’ seit 1299 dar.

Die Schlesische Bibliothek (Biblioteka Śląska), die 1922/24 gegründet wurde und seit 1998 in einem modernen Bibliotheksbau untergebracht ist, besitzt mit rund einer Millionen Publikationen und der Spezialabteilung Silesiana einen einzigartigen Bestand.

Das Staatsarchiv Kattowitz wurde 1932 als erstes polnisches Archiv in Schlesien eingerichtet und ist mit derzeit rund 22.000 laufenden Metern Archivalien, die auch in zahlreichen Außenstellen untergebracht

Das bekannteste und älteste Theater der Stadt, das Schlesische Theater (Teatr Śląski), wurde am 2. Oktober 1907 als „Deutsches Theater“ eröffnet und ist seit 1936 (mit einer Unterbrechung 1939−1945) nach dem polnischen Maler und Dramatiker Stanisław Wyspiański (1869−1907) benannt. Das Kinotheater Rialto (Kinoteatr Rialto), 1913 als „Kammerlichtspiele“ gegründet, wurde erst 2005 wiedereröffnet und dient heute als Veranstaltungsort für Konzerte, Theater und Kabaretts und eben auch für Filmvorführungen.

In der Schlesischen Philharmonie (Filharmonia Śląska) fand 1945 das erste Konzert statt. Sie gilt heute als eine der wichtigsten Musikinstitutionen des Landes. Das 1945 neu gegründete Nationale Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks (Narodowa Orkiestra Symfoniczna Polskiego Radia/NOSPR) hat seit Oktober 2014 seinen Sitz in der neuen NOSPR-Konzerthalle auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerks Kattowitz.

Das alljährlich stattfindende Rawa-Blues-Festival entwickelte sich seit 1981 zu einem internationalen Event. Das Polnische Regisseurfestival (seit 1998; Ogólnopolski Festiwal Sztuki Reżyserskiej Interpretacje) sowie der Internationale Dirigentenwettbewerb (seit 1979; Międzynarodowy Konkurs Dyrygentów im. G. Fitelberga) sind international bekannte Veranstaltungen.

Bildung und Wissenschaft

Das erste humanistische Gymnasium in Kattowitz wurde auf Betreiben von Richard Holtze 1871 eröffnet. Im Jahr 1887 besuchten 95 katholische, 72 evangelische und 106 jüdische Schüler das Gymnasium.[14] Die Eröffnung der höheren Mädchenschule erfolgte am 5. April 1875. Die Mittelschule für Jungen wurde 1877 als Vorschule für das Gymnasium (die ersten drei Klassen) errichtet, die Mittelschule für Mädchen wurde im Jahr 1900 begründet.

Aufgrund der politischen Umbrüche 1922 veränderte sich auch das Schulsystem, und die Zahl der deutschen Schüler sank rapide. Bis zum Beginn des Schuljahres 1923/24 war noch keine deutsche Schule eröffnet worden. Während der deutschen Besatzung kam es zur Wiedereinführung des deutschen Schulsystems. Nach dem Zweiten Weltkrieg war in Kattowitz nur noch die Ausbildung in Schulen mit polnischer Unterrichtssprache möglich. Heute existieren rund 125 Schulen (Grund- und Mittelschulen sowie Gymnasien) und 45 Berufs(ober)schulen.

Rund 100.000 Studierende sind in verschiedenen staatlichen und privaten Hochschulen eingeschrieben; die größte davon ist die 1968 gegründete Schlesische Universität Kattowitz (Uniwersytet Śląski w Katowicach).

Weitere Forschungseinrichtungen sind das Institut für Regionalstudien an der Schlesischen Bibliothek Kattowitz und die Außenstelle Kattowitz des Instituts für Nationales Gedenken (Instytut Pamięci Narodowej, IPN).

Alltagskultur

Der 1857, noch vor der Erhebung von Kattowitz zur Stadt, gegründete Männergesangverein, der bereits 1861 ein großes Sängerfest organisierte, konnte im Jahr 1958 sein 100-jähriges Bestehen feiern. 1894 existierten rund 90 Vereine in Kattowitz. Aus dem Sportverein „Frisch Auf Kattowitz“ entstanden mit dem „FC Preussen 05 Kattowitz“[15], dem „Sport-Club Diana Kattowitz“ sowie dem „Sport-Club Germania Kattowitz“ im Jahr 1905 die ersten deutschen Fußballvereine der Stadt. Sie existierten bis zum Jahr 1945.

Der Club „06 Kleofas Katowice“ (auch 06 Załęże), einer der ältesten Sportvereine in Polen, wurde 1906 im Stadtteil Załęże gegründet. In der Zwischenkriegszeit entstanden zudem die polnischen Clubs „Ligocianka Katowice“ (1924), der heute noch als „Sparta Katowice“ existiert, und „Rozwój Katowice“ (1925), derzeit in der 1. Liga, sowie „Naprzód Janów“ (1920, als Górnik Janów) - ursprünglich ein Fußballverein, der sich zum Eishockeyclub entwickelte und aktuell in der höchsten Liga aktiv ist.

Der heute erfolgreichste Fußballverein von Kattowitz, der GKS Katowice, ging 1964 aus einem Zusammenschluss verschiedener Vereine hervor.

Die polnischen Sportvereine „Górnik Murcki“ (1921/1925-1977), „KS Baildon Katowice“ (1920-2001) und „TS Pogoń Katowice“ (1920-2001) existieren nicht mehr.

Architektur- und Kunstgeschichte

 

 

 

 

 

Bahnhof (Postkarte, vor 1924) [Herder-Institut, Marburg, Bildarchiv, Inv. Nr. 141107].

Die Wohnkultur und -architektur der Stadt Kattowitz war seit dem 19. Jahrhundert vom wirtschaftlichen Aufschwung, speziell im industriellen Sektor, geprägt. Die Wohnbebauung in Kattowitz folgte, im Gegensatz zu anderen Städten in Oberschlesien, einem Bebauungsplan, der 1856 erlassen wurde. In vier Phasen entwickelte sich Kattowitz in der Zeit zwischen 1840 und 1945 vom Dorf zur Großstadt. Die zu Beginn vorherrschenden Stadtvillen der gutbürgerlichen Schicht, die ein Merkmal der industriell geprägten Städte waren, wurden ab 1880 umgebaut und teilweise sogar abgetragen. An ihrer Stelle entstanden mehrgeschossige Wohnhäuser im Stil des Historismus, die noch heute einige Stadtteile prägen.

 

 

 

Die Expansion der Stadt im späten 19. Jahrhundert ging einher mit der Entstehung vieler öffentlicher Bauten; hervorzuheben sind, neben den bereits genannten Sakralbauten, die neugotische Baugewerkschule (1890), das im klassizistischen Stil errichtete Gebäude des Kreisgerichts (1891), der neobarocke Sitz der Oberschlesischen Kohlenkonvention, der Hauptbahnhof (1905) und das Stadttheater (1906−1907). Für ihre aus ländlichen Gebieten angeworbenen Arbeiter schufen die Bergwerksgesellschaften Wohnsiedlungen im Geist der Reformideen des frühen 20. Jahrhunderts, beispielsweise die von Emil (1870−1937) und Georg Zillmann (1871−1958) gebauten Siedlungen Gieschewald (1906–1908) oder Nikischschacht/Nikiszowiec (1907–1918).

Nach der Teilung Oberschlesiens 1922 entstanden in der neuen Woiwodschaftshauptstadt zahlreiche Verwaltungsbauten, allen voran das neoklassizistische Parlaments- und Woiwodschaftsgebäude und das Schlesische Museum. Der von Karol Schayer (1900−1971) entworfene ultramoderne Museumsneubau stand beim Kriegsbeginn kurz vor der Eröffnung; er wurde von den deutschen Besatzern zerstört. Für die zumeist aus Zentralpolen zugewanderten Angestellten und Beamten entstanden moderne Wohnhäuser, darunter auch das Hochhaus der Finanzverwaltung, das nach amerikanischem Vorbild Büroräume und Wohnungen aufnahm. Die Kriegsschäden des Zweiten Weltkriegs waren gering, sodass viel Bausubstanz erhalten geblieben ist. Die Idee, Kattowitz in eine kommunistische Musterstadt zu verwandeln, brachte den sozialistischen Baustil, die sogenannten Plattenbauten, in die Vorstädte der Stadt. Der 16-stöckige Wohnblock Superjednostka, zwischen 1967 und 1972 erbaut, gilt als Paradebeispiel für diese Entwicklung. In dieser Phase wurde auch historische Bausubstanz zerstört. Zudem wurde mit dem Spodek (1964−1971) eine Mehrzweckarena geschaffen, die das Stadtbild stark prägte.

Die neuere Stadtentwicklung ist vom Wandel von der Industriestadt zu einem Zentrum von Kultur und Wissenschaft geprägt; beispielhaft dafür steht die Neugestaltung des Geländes des stillgelegten Bergwerks Kattowitz zum Kulturareal.

Pressegeschichte

Die erste in Kattowitz erscheinende Zeitung, der Allgemeine Anzeiger für den oberschlesischen Industriebezirk, wurde seit dem 1. Oktober 1869 vertrieben. Im Jahr 1875 wandelte der Herausgeber, Gottfried Siwinna, den Namen in Kattowitzer Zeitung um, gleichzeitig veränderte sich der Charakter. Die vormals unpolitische Wochenzeitung war nun eine national-konservative Tageszeitung und wurde in der Zwischenkriegszeit zum Organ der Deutschen Partei (für Polnisch-Schlesien).

Eine Kattowitzer Ausgabe der katholischen Tageszeitung Der Oberschlesische Kurier wurde 1907 erstmals aufgelegt. Er stand dem Zentrum nahe und wurde 1922 zum Organ der Katholischen Volkspartei.

1902−1920 erschien die von Paul Knötel (1858−1934) und Ezechiel Zivier (1868−1925) herausgegebene Literatur- und Kulturzeitschrift Oberschlesien. Die Zeitschrift Wirtschaftskorrespondenz für Polen, ein Organ der Wirtschaftlichen Vereinigung für Polnisch-Schlesien, wurde zwischen 1924 und 1939 aufgelegt.

Die älteste Zeitung, die noch heute in Kattowitz existiert, ist die „Gość Niedzielny“. Die katholische Wochenzeitung, die auch überregional vertrieben wird, erscheint seit dem 9. September 1923 und wird heute vom Erzbistum Kattowitz herausgegeben. Seit 1927 ist das Erzbistum Kattowitz zudem für die Monatszeitschrift „Mały Gość Niedzielny“ zuständig. Die Redaktion der monatlich erscheinenden katholischen Zeitschrift „Apostolstwo Chorych“ befindet sich seit 1945 in Kattowitz.

Mit der „Gazeta Robotnicza", die zunächst in Berlin , seit 1901 dann in Kattowitz mit finanzieller Unterstützung der SPD als Organ der Polnischen Sozialistischen Partei herausgegeben wurde, erschien eine polnische Zeitung in Kattowitz, die sich als Sprachrohr der Arbeiter verstand.[16]  Sie existierte bis in die Nachkriegszeit, eine gleichnamige Zeitung entstand dann in Breslau. Zudem wurde im Jahre 1901 die Zeitung „Górnoślązak“ gegründet, die führenden Redakteure waren Wojciech Korfanty und Tomasz Kowalczyk. Die als Konkurrenzblatt zum „Dziennik Śląski“ konzipierte Zeitung konnte sich trotz der nationalen Tendenz jedoch nicht etablieren und wurde schließlich, nach der Übernahme vor dem Ersten Weltkrieg, nur noch als eine lokale Ausgabe des „Katolik“ veröffentlicht. Korfanty versuchte, nachdem er die Zeitung „Górnoślązak“ verlassen hatte, mit dem „Polak“ in Kattowitz ab 1905 wieder ein eigenständiges Medium zu schaffen. Dieser Versuch scheiterte ebenso und erneut übernahmen die „Katolik“-Herausgeber diese Zeitung. Noch vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs entstand die „Gazeta Ludowa“ als Tageszeitung, sie existierte bis in die Zwischenkriegszeit. Die „Gazeta Śląska“ und der „Express Katowicki“ waren in der Zwischenkriegszeit die beiden wichtigsten polnischen Zeitung in Kattowitz.[17] Ein Ableger der polnischen Zeitung „Echo Tygodnia“ wurde 1933 in Kattowitz gegründet.[18]

Gedächtnis- und Erinnerungskultur

Nahe dem Spodek beim Kreisverkehr pl. Generała Jerzego Ziętka entstand 1967 das „Denkmal für die Schlesischen Aufständischen“, eine rund 61 Tonnen schwere Skulptur, deren drei Adlerschwingen symbolisch für die drei Aufstände stehen.

Am Synagogenplatz (pl. Synagogi) erinnert seit Juli 1988 ein Denkmal an die Mitglieder der jüdischen Gemeinde von Kattowitz, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

4. Diskurse

Die politischen Ereignisse und Umbrüche des 20. Jahrhunderts prägten die öffentlichen und historiographischen Debatten in Kattowitz. In der Zwischenkriegszeit beherrschte seitens der deutschen Minderheit die Forderung nach einer Revision der Grenzen den Diskurs. Zahlreiche deutsche Publikationen der Zeit nach 1945, vor allem zu den Stadtjubiläen 1965 und 1985, spiegeln diese Haltung noch immer wider.[19] Spätestens seit 1989 zeichnen polnische ebenso wie deutsche Darstellungen ein ausgewogenes Bild der Stadtgeschichte, das alle beteiligten Nationalitäten sowie die Autochthonen berücksichtigt. 

5. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Joachim Bahlcke, Dan Gawrecki, Ryszard Kaczmarek (Hg.): Geschichte Oberschlesiens. Politik, Wirtschaft und Kultur von den Anfängen bis zur Gegenwart. München 2015 (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 61).
  • Antoni Barciak: Katowice. Środowisko, dzieje, kultura, język i społeczeństwo [Kattowitz. Geschichte, Kultur, Sprache und Gesellschaft]. Katowice 2012.
  • Tomasz Falęcki: Gedenkstätten- und Ortsnamenwandel in Kattowitz im 19. und 20. Jahrhundert als Beispiel für die politische Instrumentalisierung von Geschichtskultur. In: Joachim Kuropka (Hg.): Regionale Geschichtskultur. Phänomene, Projekte, Probleme aus Niedersachsen, Westfalen, Tschechien, Lettland, Ungarn, Rumänien und Polen. Berlin 2010 (Geschichte: Forschung und Wissenschaft 37), S. 53−64.
  • Richard Holtze: Die Stadt Kattowitz. Eine kulturhistorische Studie. Als Festgabe zur Eröffnung des Gymnasiums. Kattowitz 1871.
  • Yosef Khrust, Yosef Frankel: Katowits: perihatath ve-shekiyatah shel ha-kehilah ha-yehudit; sefer zikaron. Tel Aviv 1996. Engl. Übersetzung: Katowice: the rise and decline of the Jewish community; memorial book. URL: http://www.jewishgen.org/Yizkor/Katowice/Katowice.html.
  • Paul Knötel: Kattowitz 1865–1915. Eine Denkschrift zum fünfzigjährigen Bestehen der Stadt. Kattowitz 1915.
  • Jadwiga Lipońska-Sadjak: Katowice wczoraj. Kattowitz gestern. Gliwice 1995.
  • Jerzy Moskal, Wojciech Janota: Bogucice, Załęże et nova villa Katowice. Rozwój w czasie i przestrzeni [Bogutschütz, Zalenze und nova villa Kattowitz. Entwicklung in Zeit und Raum]. Katowice 1993.
  • Waldemar Odorowski: Architektura Katowic w latach międzywojennych 1922–1939 [Architektur in Kattowitz in der Zwischenkriegszeit 1922–1939]. Katowice 1994.
  • Toni Pierenkemper: Unternehmensaristokraten in Schlesien. In: Elisabeth Fehrenbach (Hg.): Adel und Bürgertum in Deutschland 1770−1848. München 1994 (Schriften des Historischen Kollegs: Kolloquien 31), S. 129−157, besonders S. 153−155.
  • Urszula Rzewiczok: Zarys dziejów Katowic. 1299−1990 [Überblick über die Geschichte von Kattowitz.1299–1990]. Katowice 2006.
  • Maik Schmerbauch: Die deutschen Katholiken in der polnischen Diözese Kattowitz 1922−1939. In: Berichte und Forschungen. Jahrbuch des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 16 (2008), S. 75−97.
  • Susanne Schmidt: Die Stadt Kattowitz. Wohnarchitekturen und Wohnkomfort bis 1939. In: Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde 44 (2001), S. 157−184.
  • Michał Skop: Das Bild der Stadt Kattowitz-Katowice im deutschen Schrifttum 1865−1945. Dresden 2008 (Dissertationes inaugurales selectae 46).
  • Michał Skop: Vom Dorf zur oberschlesischen Metropole. Kattowitz/Katowice 1865−1945. In: Silesia Nova 4 (2007), H. 3, S. 42−51.
  • Beate Störtkuhl: Moderne Architektur in Schlesien 1900 bis 1939. Baukultur und Politik. München 2013 (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 45).
  • Lech Szaraniec: Osady i osiedla Katowic [Vororte und Siedlungen von Kattowitz]. Katowice 1980.
  • Grażyna Barbara Szewczyk (Hg.): Katowice. Polsko-niemiecka przestrzeń kulturowa w latach 1865–1939 [Kattowitz. Ein deutsch-polnischer Kulturraum in den Jahren 1865–1939]. Katowice 2006.
  • Joanna Tofilska: Katowice Nikiszowiec. Miejsce – Ludzie – Historia [Kattowitz-Nikischschacht. Ort – Menschen – Geschichte]. Katowice 2007.

Weblinks

Anmerkungen

[1] Ergebnisse der Plebiszite (1920/21), in: Herder-Institut (Hg.): Dokumente und Materialien zur ostmitteleuropäischen Geschichte. Themenmodul „Zweite Polnische Republik“. Bearb. von Heidi Hein-Kircher. URL: http://www.herder-institut.de/resolve/qid/40.html (Abruf 03.11.2015).

[2] Georg Hoffmann: Geschichte der Stadt Kattowitz. Kattowitz 1895, S. 102.

[3] Wladislaus Majowski: 100 Jahre Stadt Kattowitz 1865−1965. Ein Jubiläums- und Gedenkbuch. Bad Salzgitter 1965, S. 83.

[4] Paul Weber: Die Polen in Oberschlesien. Eine statistische Untersuchung. Berlin 1914, S. 59.

[5] Sigmund Karski: Das polnische Kattowitz von 1922 bis 1939. In: Helmut Kostorz (Hg.): Kattowitz. Seine Geschichte und Gegenwart. Ein Jubiläumsbuch zum 120. Gründungsjahr. Dülmen 1985, S. 111−148, hier S. 115.

[6] Główny Urząd Statystyczny: Drugi powszechny spis ludności z dn. 9. XII 1931 r. Mieszkania i gospordarstwa domowe. Ludność. Stosunki zawodowe. Województwo Śląskie, Warszawa 1937, S. 26.

[7] Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. Neunundfünfzigster Jahrgang 1941/42. Berlin 1942, S. 11.

[8] Główny Urząd Statystyczny: Rocznik demograficzny 2015 [Statistisches Jahrbuch 2015]. Warszawa 2015, S. 57.

[9] Nach dem Tod Wincklers und seiner zweiten Frau erbte die Tochter aus erster Ehe, Valeska von (Tiele-)Winckler (1829–1880), die mit Hubertus Gustav von Tiele (1823–1893) verheiratet war, 1851 die Unternehmen und setzte Grundmann als Generaldirektor ein. Ihr Sohn Franz Hubert (1857−1922) übernahm schließlich 1889 als Hauptaktionär die Kattowitzer AG für Bergbau und Eisenhüttenbetrieb.

[10] Sigmund Karski: Das deutsche Kattowitz von 1865 bis 1922. In: Kostorz (Hg.): Kattowitz (Anm. 5), S. 40−110, hier S. 80.

 

[11] Główny Urząd Statystyczny: Drugi powszechny spis ludności z dn. 9. XII 1931 r. Mieszkania i gospordarstwa domowe. Ludność. Stosunki zawodowe. Województwo Śląskie, Warszawa 1937, S. 24.

[12] Hermann Voss: Aus der Geschichte der evangelischen Gemeinde Kattowitz. Festgabe zur 50-jährigen Jubelfeier der Kirche. Kattowitz 1908, S. 11.

[13] Jacob Cohn: Geschichte der Synagogen-Gemeinde Kattowitz O/S. Festgabe anlässlich der Einweihung der neuen Synagoge am 12. September 1900. Kattowitz 1900, S. 2.

[14] Andreas Dudek: Das Schulwesen der Stadt Kattowitz. In: Kostorz (Hg.): Kattowitz (Anm. 5), S. 244−248, hier S. 245.

[15] Der Verein wurde kurze Zeit später als „Erster Fußball-Club Kattowitz“ eingetragen. Er wurde im Jahr 2007 neugegründet; dies wurde von lokalen Politikern und der Presse stark kritisiert. Man sah darin eine Reaktivierung eines „NS-Vereins“.

[16] Marek Czapliński: Die polnische Presse in Oberschlesien um die Jahrhundertwende (1889-1914). In: Zeitschrift für Ostforschung (ZfO) 39 (1990), S. 20-38, hier S. 26.

[17] Edward Długajczyk: Oblicze polityczne i własnościowe prasy polskiej w województwie śląskim 1922 – 1939, Kattowitz 1990, S. 82-86, 112, 124f.

[18] Długajczyk: Oblicze polityczne (Anm. 18), S.185.

[19] So bei Majowski: 100 Jahre Stadt Kattowitz (Anm. 3); und Kostorz (Hg.): Kattowitz (Anm. 5).

Zitation

Raffael Parzefall: Kattowitz/Katowice. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2016. URL: http://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/p32229 (Stand 17.02.2016).

Nutzungsbedingungen für diesen Artikel

Copyright © Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk entstand im Rahmen des Projekts „Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“ und darf vervielfältigt und veröffentlicht werden, sofern die Einwilligung der Rechteinhaber vorliegt. Bitte kontaktieren Sie: ome-lexikon(at)uol.de

Wenn Sie fachliche Hinweise oder Ergänzungen zum Text haben, wenden Sie sich bitte unter Angabe von Literatur- und Quellenbelegen an die Redaktion.

OME-Redaktion (Stand: 25.04.2018)