Engels/Ėngel’s


1. Toponymie

Deutsche Bezeichnung

Engels, historisch: Pokrowskaja Sloboda, Pokrowsk

Amtliche Bezeichnung

russ. Энгельс, Ėngel's

Etymologie

Der ursprüngliche Ortsname Pokrowskaja Sloboda (Pokrowsker Vorstadt) leitet sich ab von russisch bzw. kirchenslawisch Pokrow (= Kurzform für Pokrova Presvjatoj Bogorodicy, dem Feiertag Schutz und Fürbitte der Heiligen Muttergottes). Die deutsche Bevölkerung von Pokrowsk nannte die Siedlung Kosakenstadt. Nach der Verleihung der Stadtrechte wurde Pokrowskaja Sloboda 1914 in Pokrowsk umbenannt. 1931 stellte die Verwaltung der Autonomen Sowjetischen Sozialistischen Republik der Wolgadeutschen (ASSRdWD) in Moskau/Moskva einen Antrag auf Umbenennung der Hauptstadt der Republik zu Rot Luxemburg, Leninstadt oder Engels. Am 19. Oktober 1931 wurde die Hauptstadt der Republik der Wolgadeutschen zu Ehren des deutschen Gesellschaftstheoretikers und kommunistischen Revolutionärs Friedrich Engels (1820–1895) umbenannt.

2. Geographie

Lage

Engels befindet sich im europäischen Teil der Russischen Föderation, am linken Wolga-Ufer, acht km östlich von Saratow/Saratov (55° 45″ nördliche Breite, 37° 37″ östliche Länge).

Region

Staatliche und administrative Zugehörigkeit

Engels ist eines der größten Zentren der Wolgaregion, zweitgrößte Stadt des Gebiets Saratow, das Verwaltungszentrum des Stadtbezirks Engels und der Gemeinde Engels, zu der auch die Siedlungen Plodosowсhos und Pribreschny gehören. 

3. Geschichte und Kultur

Neuzeit

Pokrowskaja Sloboda wurde 1747 gegründet. Die Grundsteinlegung der ersten Salzgeschäfte an der Stelle der zukünftigen Siedlung im August 1747 und die Errichtung militärischer Stützpunkte an der Wolga erfolgten auf Grundlage der Verordnung von Kaiserin Elisabeth von Russland (1709–1762) über die Salzförderung am See Elton. Da die Pferde vor Ort mit dem Salztransport in der Steppe nur mit Mühe zurechtkamen, wurden ukrainische Tschumaken mit ihren Ochsen in das Transwolgagebiet eingeladen, die die ersten Bewohner des Dorfes wurden. 

Infolge des Manifestes der russischen Kaiserin Katharina II. (1729–1796) über die Einladung ausländischer Kolonisten und die aktive Tätigkeit der Anwerber zwischen 1763 und 1769 entstanden rund um Pokrowskaja Sloboda 104 deutsche Kolonien. Im Laufe von 150 Jahren wurde ober- und unterhalb der Stadt aus den ursprünglichen 23.000 Kolonisten die rund 570.000 Menschen zählende Bevölkerungsgruppe der Wolgadeutschen. Bei der Volkszählung von 1897 wurden im Wolgagebiet 155 deutsche Dörfer gezählt.[1] Im Schnittpunkt dreier ethnischer Traditionen – ukrainisch, russisch und deutsch – bildete sich die ethnische Zusammensetzung von Pokrowskaja Sloboda aus.

1922 wurden die Stadt und der Bezirk Pokrowsk durch die Aufnahme andersethnischer Siedlungen und Landkreise, die zwischen den deutschen Territorien und Enklaven lagen, ein Teil des Autonomen Gebiets der Wolgadeutschen. Im selben Jahr verlegte man den Regierungssitz des Autonomen Gebiets der Wolgadeutschen von der abseits und ohne Eisenbahnverbindung ungünstig liegenden Marxstadt (zuvor Katharinenstadt) in das zentral gelegene und wesentlich besser erreichbare Pokrowsk.

Ab 1924 erhielt Pokrowsk den Status der Hauptstadt der ASSR der Wolgadeutschen, was wesentlich günstigere wirtschaftliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen für die erste sozialistische deutsche Republik mit sich brachte. Während der 1930er Jahre und des „Großen Terror“ waren viele Wolgadeutsche aus Engels Repressionen ausgesetzt. Im September 1941 wurde die gesamte deutsche Bevölkerung von Engels – mehr als 13.000 Menschen – nach Sibirien und Kasachstan deportiert.

Die Deportation der Deutschen erfolgte unter den Bedingungen des Zweiten Weltkriegs auf Grundlage kollektiver Loyalitätsverdächtigungen; die deutsche Bevölkerung wurde zwangsweise nach Sibirien und Kasachstan umgesiedelt und ihrer Rechte sowie ihres Eigentums beraubt.

Bevölkerung vom 19. bis 21. Jahrhundert

Jahr

1859

1897

1931

1939

1959

1967

1992

2000

2021

Einwohner

12.956

21.599

42.400

69.000

90.724

122.000

183.000

189.000

226.143

1889 lebten in Pokrowskaja Sloboda 20.426 Einwohner, unter ihnen 625 Deutsche; 1904 waren es schon 27.500, darunter 4.125 Deutsche; 1910 wohnten 29.600 Menschen in der Siedlung, unter ihnen 3.316 Deutsche.[2]

Nach 1917 nahm die Zahl der Einwohner unter dem Einfluss der bolschewistischen Politik ständig ab: durch die Hungersnot Anfang der 1920er Jahre, durch Repressionen und Auswanderung. 1923 wohnten in Pokrowsk 30.025 Menschen, darunter 3.256 Deutsche, im Jahre 1926 34.245 Menschen, unter ihnen 4.133 Deutsche.[3] 1933 zählte die Bevölkerung 58.400 Menschen, unter ihnen 14.590 Deutsche. 1941 waren unter den 73.200 Einwohnern von Pokrowsk 13.458 Deutsche, 1989 zählte man in der Stadt 1.094 Deutsche. Am Anfang der 1990er Jahre nahm die Anzahl der Deutschen aufgrund des Wiederauflebens der Autonomiebewegungen ständig zu. 1991 wohnten 3.260 Russlanddeutsche in Engels und im Bezirk Engels noch 1.200. 

Konfessionelle Gliederung der deutschsprachigen Bevölkerung

1913 wurden in Pokrowskaja Sloboda 33.867 Menschen gezählt; von 3.892 Deutschen waren 3.094 Lutheraner, 222 Reformierte und 576 Katholiken. Das evangelisch-lutherische Kirchspiel in Saratow, zu dem die Gemeinde in Pokrowskaja Sloboda gehörte, war eines der mitgliederstärksten der evangelischen Kirche Russlands. 1905 gab es 16.400 Gläubige, von denen 12.500 in Saratow, 3.500 in Pokrowsk und 400 in Wolsk lebten.[4]

Religions- und Kirchengeschichte

Die Deutschen in Pokrowsk gehörten der evangelischen und der römisch-katholischen Konfession an. Ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung bekannte sich zum orthodoxen Glauben. Die evangelische und katholische Gemeinde gehörten zu den Pfarrbezirken in Saratow.

Das erste evangelische Schul- und Bethaus in Pokrowskaja Sloboda wurde 1848 errichtet. Im Jahre 1866 stellte der Kaufmann Johann Seifert den Lutheranern eines seiner Häuser zur Verfügung. 1891 erwarben die Pokrowsker Lutheraner ein dreistöckiges Steinhaus das von dem Stadtarchitekten Alexey Salko umgebaut und dann geweiht wurde. Neben der Kirche in der Luthergasse 10 standen das Schul- und Bethaus, die Küsterei, der Glockenturm und der Brunnen. 

Im Jahr 1913 erbte die evangelische Gemeinde 26.000 Rubel von dem Saratower Propst Gustav Adolf Thomson für den Bau einer neuen Kirche. Allerdings konnte diese aufgrund des Kriegsausbruchs und der darauffolgenden revolutionären Ereignisse nicht verwirklicht werden.

Die Katholiken von Pokrowskaja Sloboda hatten lange Zeit keine eigene Kirche und besuchten die Kathedrale in Saratow. 1896/97 wurde der Entwurf für ein neues Kirchengebäude nach Plänen des Gouvernementsarchitekten von Samara, Thaddeus Chilinski, gefertigt und genehmigt. 1897 erwarben die Katholiken ein Grundstück für den Bau einer Steinkirche. Im Februar 1899 wurde die Baugenehmigung erteilt, jedoch hatte die katholische Gemeinde nicht genug finanzielle Mittel. 1912 wurde schließlich in einem Privathaus in der Kamyschinskaja Straße (heute Thälmannstraße) ein kleines katholisches Bethaus eröffnet.

Anfang der 1930er Jahre wurden in großem Stil Gemeinden enteignet und Kirchen für „gesellschaftliche und kulturell-aufklärerische Zwecke“ genutzt. Die Kommission für Kulturfragen beim Zentralen Exekutivkomitee der ASSR der Wolgadeutschen fasste am 15. April 1930 den Beschluss zur Schließung der evangelischen Kirche. Die Entscheidung über die Schließung des katholischen Bethauses fiel bereits am 29. Januar 1930. Die Gläubigen wandten sich mit einer Eingabe an die Ständige Kommission für Kultfragen in Moskau, die die Beschlüsse zur Schließung der Kirchen aufhob. Die Kirchen konnten aber weiterhin nicht von den Gläubigen genutzt werden. Die evangelische Kirche wurde als Zentralbibliothek und später als Musikschule genutzt. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde sie eine Filiale des Krankenhauses für Evakuierte Nr. 1113 und in den Nachkriegsjahren wurde die ehemalige Kirche völlig zerstört. Das katholische Bethaus wurde ab 1931 als Wohnhaus verwendet.

Wirtschaft

Als zwischen 1815 und 1820 der Salzhandel durch die Verringerung des Salzabbaus am Elton-See in eine Krise geriet, wandelte sich Pokrowskaja Sloboda allmählich zu einer Ackerbauern- und Handwerkersiedlung. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war sie das wichtigste Kornhandelszentrum in der Transwolga-Region. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts belegte die Kornbörse in Pokrowsk im Verkauf hochwertiger Weizensorten den zweiten Platz im Russischen Reich. Zu dieser Zeit erlebte die Siedlung einen wirtschaftlichen Aufschwung und nahm, was ihre ökonomische Kapazität anbetraf, den zweiten Platz im Gouvernement Samara ein.

In Pokrowskaja Sloboda befanden sich die größten Wirtschaftsunternehmen der Region, darunter die deutschen – die Knochenmühle (1889), die Landmaschinenfabrik D. J. Bartel (Ende der 1860er Jahre), die Dampfmühle der Brüder Stoll (1909), die Kornmühle (1914) u. a. In der Sowjetzeit gab es in Engels ein Kraftwerk, eine Eisengießerei, eine Ziegel- und Dachziegelbrennerei, Reparaturwerkstätten für Traktoren und Maschinen, eine Knochenmühle und eine Konservenfabrik, ein Sägewerk, ein Fleischkombinat, eine Schinkenfabrik und andere große Unternehmen.

Besondere kulturelle Institutionen

1931 eröffnete in Engels das deutsche Staatstheater, 1934 die deutsche Staatsphilharmonie. Aus Engels stammen viele bekannte Russlanddeutsche, unter ihnen der Komponist Alfred Schnittke (1934–1998) und sein Bruder, der Dichter Viktor Schnittke (1937–1994), deren jüdischer Vater aus Deutschland zugewandert und deren Mutter Wolgadeutsche war. 1923 wurde das Zentrale Archiv der ASSRdWD eröffnet (heute Gosudarstvennyj istoričeskij archiv nemcev Povolž'ja = Staatliches historisches Archiv der Wolgadeutschen). 1925 wurde von dem berühmten Ethnographen und Dialektologen Georg Dinges (1891–1931) und dem Archäologen Paul Rau (1897–1930) das Zentralmuseum der ASSR der Wolgadeutschen (heute das Heimatmuseum in Engels) gegründet. Nach der Liquidation der Deutschen Republik 1941 wurde das Museum aufgelöst.

Bildung und Wissenschaft

1939 beherbergte die Hauptstadt der Wolgadeutschen das 1929 eröffnete Deutsche Staatliche Pädagogische Institut, das Deutsche Staatliche Landwirtschaftliche Institut, eine Fachschule für Vorschulerziehung und Bibliothekswesen, eine sowjetische Handelsschule, eine musikalische und eine pädagogische Berufsschule, eine Sanitäts- und Geburtshilfeschule sowie eine Landwirtschafts- und eine Musikschule. 1923 wurde der Deutsche Staatsverlag der ASSRdWD eröffnet. In Engels gab es eine deutschsprachige Presse, darunter auch die Zeitung „Nachrichten“.[5]

Gedächtnis- und Erinnerungskultur

Am 26. August 2011 wurde im Hof des Staatlichen Historischen Archivs ein Mahnmal zu Ehren der russlanddeutschen Opfer der Repression aufgestellt. Im Jahr 2018 wurde auf einem Alfred Schnittke zu Ehren angelegten Platz im Stadtzentrum ein Denkmal für diesen bedeutenden Komponisten errichtet, das der Bildhauer Andrei Scherbakow schuf. Seit 1990 ist im Heimatmuseum Engels eine Dauerausstellung über die Wolgadeutschen zu sehen.

Die Stadt beherbergt ein architektonisches Erbe der kurzen Periode als „deutsche Hauptstadt“: das Deutsche Pädagogische Institut (erbaut 1938), das Kino „Rodina“ (erbaut 1936–1938, Architekten Wiktor Kalmykov und Jakob Kornfeld), das Hotel „Zentral“ (jetzt „Wolga“, erbaut 1936–1938), und einige Wohnhäuser, darunter das Haus des Stadtkomitees (erbaut 1938). Dazu gehören auch mehrere Bildungseinrichtungen: Die ehemalige deutsche Schule Nr. 10 beherbergt heute ein Internat, die Polizeidienststelle befindet sich in der ehemaligen Eisenbahnschule. Das Gebäude der Getreidebörse (erbaut 1910–1913, Architekt Jury Terlikow), das in der Sowjetzeit zum Sporthaus wurde, wird heute als Standesamt genutzt. Eines der zentralen Gebäude der Stadt ist das ehemalige Haus der Räte des ZIK der ASSRdWD, in dem heute die Stadtverwaltung von Engels und die Abgeordnetenversammlung untergebracht sind. Interessant ist die Tatsache, dass das Gebäude der Regierung der Deutschen Republik in den Jahren 1931–1937 von der lokalen Organisation „Nemprogor“ entworfen und gebaut wurde, indem zwei ehemalige Kaufmannshäuser durch den Neubau eines zweiten Obergeschosses zusammengefügt wurden.

Am 5. März 1989 wurde bei der Kulturabteilung der Stadtverwaltung von Engels der Verein „Neues Leben“ gegründet, der 1991 in „Zentrum der deutschen Kultur“ umbenannt wurde. Es war die erste in der UdSSR offiziell registrierte Vereinigung der Russlanddeutschen.

4. Diskurse/Kontroversen

Vor der Eröffnung des Denkmals für die russlanddeutschen Opfer der Repression im Jahr 2011 wie auch danach wurde die Frage „Sind die Russlanddeutschen Opfer der Repressionen?“ wiederholt und kontrovers diskutiert. Das Denkmal löste nicht nur in der Öffentlichkeit viele Diskussionen und Proteste aus: Auch unter verschiedenen politischen Kräften wurde sowohl die Tatsache der Errichtung des Denkmals als auch die Inschrift auf der Gedenktafel „Russlanddeutsche – Opfer der Repression in der UdSSR“ kritisiert. Bis Juli 2011 fanden fünf öffentliche Anhörungen statt, auf denen die Errichtung des Denkmals kontrovers diskutiert wurde.

Im Juli 2011 übermittelten die Mitglieder des Gemeinderats des Bezirks Engels offizielle Schreiben an den Vorsitzenden des Staatsduma, den Premierminister, an den Minister der Russischen Föderation und an den Gouverneur der Region und forderten den Bau des Denkmals zu stoppen. Die Situation um die Eröffnung des Denkmals und die Durchführung von Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag der Deportation war zu dieser Zeit so verschärft, dass die lokalen Medien sie als „ethno-territorialen politischen Konflikt“ bezeichneten. Im Sommer 2011 wurden in den Straßen von Engels Streikposten und Kundgebungen gegen das Denkmal organisiert, und im Internet wurde eine Aktion mit dem Namen „Wir sind gegen die Besetzung der Wolgaregion durch die Deutschen“ gestartet. Zwei Tage vor der Enthüllung des Denkmals wurde unter dem Vorwand eines Kinderzeichenwettbewerbs ein Holzzaun um das Denkmal errichtet. 

Seit der Errichtung des Denkmals werden hier regelmäßig Kranzniederlegungen durchgeführt und Veranstaltungen am 28. August, dem Tag des Gedenkens und der Trauer, organisiert.

5. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Alfred Eisfeld (Hg.): Von der Autonomiegründung zur Verbannung und Entrechtung. Die Jahre 1918 und 1941 bis 1948 in der Geschichte der Deutschen in Russland. Sonderband der Reihe „Heimatbücher der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland“. Stuttgart 2008.

  • Svetlana V. Choružaja: Ugolki rodnogo goroda. Istoričeskij ėkskurs po g. Ėngel'su [Eckpunkte der Heimatstadt. Historischer Exkurs zu Engels]. Saratow 2008.

  • Ėnciklopedija Saratovskogo kraja: v očerkach, sobytijach, faktach, imenach. [Enzyklopädie der Region Saratow: in Essays, Fakten, Namen]. Hgg. V. I. Vardugin i dr. Saratov 2011.

  • Elisaveta M. Erina: Pod Pokrovom Bogorodicy. Iz istorii slobody Pokrovskoj – Pokrovska – Ėngel'sa v dokumentach i faktach [Unter dem Schutz der Heiligen Muttergottes. Aus der Geschichte der Pokrowskaja Sloboda – Pokrowsk – Engels in Dokumenten und Fakten]. Band 1–5. Saratov 2003–2017.

  • Arkadi A. German: Istorija Respubliki nemcev Povolž'ja v sobytijach, faktach, dokumentach [Geschichte der Republik der Wolgadeutschen in Ereignissen, Fakten und Dokumenten]. Moskva 2000.

  • Arkadi German: Die Republik der Wolgadeutschen (1924–1941). BKDR-Verlag, 2021.

  • Eduard Gross: Avtonomnaja Sovetskaja Socialističeskaja Respublika nemcev Povolž'ja [Autonome Sowjetische Sozialistische Republik der Wolgadeutschen]. Pokrovsk 1926.

  • Victor Herdt (Hg.): Zwischen Revolution und Autonomie. Dokumente zur Geschichte der Wolgadeutschen aus den Jahren 1917 und 1918. Köln 2000.

  • Viktor Krieger: Rotes deutsches Wolgaland. Zum 100. Jubiläum der Gründung der Wolgadeutschen Republik. Düsseldorf 2018. 

  • Olga Litzenberger: Deutsche katholische Siedlungen an der Wolga. Deutsche aus Russland – Zeitgeschichte. Band 15. Ausgabe 2017–2018. Historischer Forschungsverein der Deutschen aus Russland e.V. Nürnberg 2018.

Weblinks

Anmerkungen

[1] Richard H. Rowland: Die demographische Entwicklung der Wolgadeutschen vor 1914. In: Dahlmann, Dittmar und Tuchtenhagen, Ralph (Hg.). Zwischen Reform und Revolution: Die Deutschen an der Wolga 1860–1917 (Veröffentlichungen des Instituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 4, Hgg. Brandes, Detlef und Neutatz, Dietmar). Essen 1994, S. 71.

[2] Viktor F. Dizendorf (Hg.): Nemeckie naselënnye punkty v Rossijskoj Imperii: Geografija i naselenie. Spravočnik [Deutsche Siedlungsorte im Russischen Reich: Geografie und Bevölkerung. Lexikon]. Moskva 2002, S. 119.

[3] Predvaritel’nye itogi Vsesojuznoj perepisi naselenija 1926 goda po ASSR nemcev Povolž’ja. Pokrovsk 1927. S. 33.

[4] Karl Stumpp: Verzeichnis der evangelischen Pastoren in den einzelnen deutschen und gemischten Pfarrbezirken in Russland bzw. der Sowjetunion, ohne Baltikum und Polen, in: Die Kirchen und das religiöse Leben der Russlanddeutschen. Ev. Teil, bearb. von Joseph Schnurr. Stuttgart 1978, S. 191.

[5] Die Zeitung „Nachrichten“ erschien 1918–1941 als zentrale deutschsprachige Zeitung der ASSRdWD. Ihr Untertitel als Organ wechselte mehrfach im Zeitverlauf (als Organ des Gebietsvollzugskomitees und des Gebietskomitees der Kommunistischen Partei der Arbeitskommune der Wolgadeutschen (1918–1920), später des Zentralvollzugskomitees der ASSR der Wolgadeutschen sowie des Gebietskomitees der KP(B)SU und schließlich des Obersten Sowjets der ASSR der Wolgadeutschen (1930er Jahre). 

Zitation

Olga Litzenberger: Engels/Ėngel’s. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2026. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/p32455 (Stand 30.06.2026).

(Stand: 30.06.2026)  Kurz-URL:Shortlink: https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/p32455
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