Pressburg/Bratislava

1. Toponymie

Deutsche Bezeichnung

Pressburg

Amtliche Bezeichnung

slwk. Bratislava

Anderssprachige Bezeichnungen

ung. Pozsony, lat. Posonium, griech. Istropolis

Etymologie

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Pressburg in den Salzburger Annalen (Annales Juvavenses maximi) im Jahr 907 als Brezalauspurc. Vermutlich erhielt die Burg ihren Namen nach einem ihrer Herrscher oder Verwalter. Es könnte der slawische Fürst Braslav (gest. 897), der in der Stadt im 9. Jahrhundert regierte, oder ein Mann namens Predslav gewesen sein, der im Namensverzeichnis der großmährischen Magnaten aufgeführt ist; allerdings ist keine dieser beiden Varianten hinreichend belegt.[1]

Der heutige Name Bratislava, der am 16. März 1919 von der tschechoslowakischen Regierung als offizielle Bezeichnung festgelegt wurde, hat seinen Ursprung wohl im Jahr 1837, als der Dichter und Wissenschaftler Pavel Jozef Šafárik (1795–1861) in der Form Brecisburg (1042) die slowakische Form *Bracislaw/*Brecislaw sah und fälschlich annahm, dass die Stadt von dem böhmischen Herzog Břetislav (um 1005–1055) gegründet worden sei. 1843 ist, nach der Einführung der neuen Sprachnorm, erstmals die Variante Braťislava (nad Dunajom) belegt, doch wurden im allgemeinen Sprachgebrauch zu dieser Zeit nach wie vor überwiegend die Form Prešporok beziehungsweise entsprechende Varianten benutzt.

2. Geographie

Lage

Pressburg liegt auf 48º 9´ nördlicher Breite und 17º 7´ östlicher Länge an der südwestlichen Grenze der Slowakei am Dreiländereck mit Österreich und Ungarn. Pressburg ist die einzige Hauptstadt der Welt, die an mehr als einen Nachbarstaat grenzt. Auch die tschechische Grenze ist nur 62 Kilometer entfernt.

Die österreichische Hauptstadt Wien liegt nur etwa 60 Kilometer weiter westlich, sodass die zwei Hauptstädte zu den weltweit am nächstgelegenen gehören. Pressburg und Wien werden seit einiger Zeit auch als Twin City bezeichnet, verbunden mit dem Konzept, die Entwicklung der beiden Städte gemeinsam beziehungsweise aufeinander abgestimmt zu planen.

Topographie

Pressburg liegt beidseits der Donau (slwk. Dunaj) am Fuße der Kleinen Karpaten (Malé Karpaty). Die Stadt erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 367,58 Quadratkilometern. Neben der Donau, welche die Stadt von Westen nach Südosten durchströmt, fließen die Flüsse March (Morava) und Weidritz (Vydrica), die beide in die Donau münden, durch das Stadtgebiet. Die March bildet die nordwestliche Stadtgrenze.

Der Gebirgszug der Karpaten nimmt als Kleine Karpaten seinen Ursprung im Stadtgebiet. Die Marchauen (Záhorie) und die Donau-Tiefebene erstrecken sich im Westen beziehungsweise im Osten bis nach Pressburg. Der niedrigste Punkt der Stadt ist der Wasserspiegel der Donau auf 126 Metern über Meereshöhe; der höchstgelegene ist der Thebener Kogel (Devínska Kobyla) mit 514 Metern. Die durchschnittliche Stadthöhe liegt bei 140 Metern.

Region

Heute ist die Stadt namensgebender Teil einer der acht Regionen, in die die Slowakei unterteilt ist.

Staatliche und administrative Zugehörigkeit

Pressburg ist die Hauptstadt der Slowakischen Republik und mit 437.725 (Ende 2019) Einwohnern die größte Stadt des Landes. Als Hauptstadt ist Pressburg Sitz des Nationalrates der Slowakischen Republik (Národná rada Slovenskej republiky), des Präsidenten, der Ministerien, des Obersten Gerichts (Najvyšší súd) und der Nationalbank der Slowakei (Národná banka Slovenska). Außerdem ist Pressburg Hauptstadt des Landesbezirks Bratislavský kraj mit 618.380 Einwohnern sowie Sitz der Verwaltung der Bezirke Bratislava I–IV und vieler diplomatischer Vertretungen.

3. Geschichte und Kultur

Gebräuchliche Symbolik

Das Stadtwappen geht auf das Jahr 1436 zurück, als Kaiser Sigismund von Luxemburg (1368–1437) der Stadt das Recht gewährte, ein eigenes Wappen zu führen. Es zeigt auf rotem Grund eine silberne Befestigungsanlage mit drei Türmen und einem Torbogen in der Mitte. Oberhalb jedes Turmes sind je zwei goldene Kugeln und im Tor ist ein goldenes, halb hochgezogenes Fallgitter abgebildet. Entgegen der weit verbreiteten Meinung stellt das Wappen weder die Pressburg noch eines der vier mittelalterlichen Stadttore dar. Vielmehr handelt es sich um eine generelle Darstellung einer mittelalterlichen Stadt.

Die Flagge ist ein Doppelstander, bestehend aus zwei gleich breiten, waagerechten Streifen, oben weiß, unten rot. Das Verhältnis der Höhe zur Länge ist 2:3.

Das Siegel zeigt das Stadtwappen und die Umschrift „pečať mesta Bratislavy“ (Siegel der Stadt Bratislava) auf Slowakisch und Lateinisch.

Daneben wird für Marketingzwecke auch ein 2004 eingeführtes Logo benutzt, das stilisiert die Pressburg und die Donau darstellt.

Gebräuchliche oder historische Beinamen

In der slowakischen Umgangssprache gibt es den leicht pejorativen Namen „Blava“ als Verkürzung von Bratislava und als entsprechende abwertende Bezeichnung für die Einwohner „Blaváci“.

Archäologische Bedeutung

Die Besiedlung des Gebietes geht bis in die Jungsteinzeit zurück. Seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. wurde es vor allem wegen seiner günstigen geographischen Lage als Siedlungsplatz ausgewählt. Im Altertum traf im Gebiet des heutigen Pressburgs die vom Baltikum zur Adria führende Bernsteinstraße auf eine in Ostwestrichtung verlaufende Handelsstraße, was die Stadt bereits für das Spätmittelalter als eine Handelsmetropole mit einer alten gewachsenen Tradition ausweist.

Im Bereich des Burgberges lassen sich Funde von Kelten aus dem Zeitraum 5.–2. Jahrhundert v. Chr. und von Römern bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. nachweisen. Bereits gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. entstand im Gebiet der späteren Altstadt eine bedeutende Siedlung. In den ersten Jahren des 1. Jahrhunderts n. Chr. ließen die Römer mehrere Militärlager am rechten Donauufer errichten, um die in das Gebiet eindringenden germanischen Stämme der Markomannen und Quaden abwehren zu können.

Mittelalter

Vermutlich bereits im 5.–6. Jahrhundert n. Chr. ließen sich, im Zuge der großen Völkerwanderung, Slawen an der Donau nieder und begründeten das im 8.–9. Jahrhundert die gesamte West- und Mittelslowakei dominierende slawische Großmährische Reich (Velká Morava), das am Ende des 9. Jahrhunderts zunehmend durch Überfälle ungarischer Truppen bedroht wurde. Nach der Schlacht bei Pressburg im Jahre 907 geriet die Stadt mit großen Teilen des Gebietes des Großmährischen Reiches vom 10. bis 11. Jahrhundert unter ungarische Herrschaft.

Nachdem der ungarische König Andreas III. (um 1265–1301) der schnell wachsenden Ansiedlung 1291 die Stadtrechte verliehen hatte, wurde Pressburg durch Sigismund von Luxemburg (1368–1437) in den Rang einer königlichen Freistadt mit allen dazugehörigen Privilegien erhoben. Sigismund von Luxemburg war es auch, der aufgrund der durch die Hussiten hervorgerufenen Unruhen die Stadt und die Burg befestigen ließ, sodass später, nach einem Ausbau der Burgbefestigungen zwischen 1423 und 1436, innerhalb der Mauern ein Burgpalast errichtet werden konnte, der als Sitz des ungarischen Königs fungieren sollte. In den Kämpfen gegen die Hussiten unterstützten die Bürger von Pressburg den König sowohl wirtschaftlich als auch militärisch, woraufhin dieser 1430 weitere Privilegien zu Gunsten der Stadt beziehungsweise einiger Vororte erließ (z. B. befristete Befreiung von Steuern und Abgaben).

Neuzeit

Im Jahr 1536 wurde Pressburg Hauptstadt des habsburgischen Teils Ungarns und Krönungsstadt der ungarischen Könige. Obwohl Ofen/Buda 1783 zum Reichszentrum wurde, tagte bis zum Jahre 1847 das Ständeparlament in Pressburg. Nach der Eroberung von Ofen durch die Türken wurde Pressburg zudem Sitz der zentralen ungarischen Verwaltung und entwickelte sich zu einem bedeutenden Wirtschaftszentrum, in dem die deutschen, jüdischen, slowakischen und ungarischen Bevölkerungsteile in einem friedlichen Nebeneinander lebten.

Im 18. Jahrhundert, vor allem während der Herrschaft Maria Theresias (1717–1780), die in Pressburg gekrönt worden war, erlebte die Stadt eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit. Sie wurde zur größten Stadt und zu einem der wichtigsten Orte des gesamten Königreichs. Die Bevölkerungszahl verdreifachte sich und es entstanden zahlreiche neue Palais, Klöster und Landgüter. Das kulturelle und öffentliche Leben gewann stark an Dynamik, doch unter Maria Theresias Sohn Joseph II. (1741–1790) setzte ein Bedeutungsverlust ein, insbesondere nach der Überführung der Kronjuwelen nach Wien im Jahr 1783 und der Verlegung der Verwaltung nach Ofen.

Am 26. Dezember 1805 beendeten Frankreich und Österreich mit dem Frieden von Pressburg den Dritten Koalitionskrieg. In den Jahren 1825–1848 tagte der ungarische Landtag in der Stadt.

Zeitgeschichte

Am Ende des Ersten Weltkriegs wurde Pressburg durch die Alliierten der neu gegründeten Tschechoslowakei zugeteilt und zur faktischen Hauptstadt des slowakischen Teils des Landes.

Ab Oktober 1938 war Pressburg Sitz der Regierung der Slowakei und ab dem 14. März 1939 Hauptstadt der ersten Slowakischen Republik, eines Staats mit „Pseudo-Souveränität unter deutschem Schutz und deutscher Kontrolle“.[2]

Trotz des späten Versuchs des NS-Regimes, die Stadt im Frühjahr 1945 gegen sowjetische Angriffe zu befestigen, wurde sie am 4. April 1945 von der Roten Armee eingenommen.

In den Jahren 1944 und 1946 vergrößerte sich das mittlerweile fast ausschließlich von Slowaken bewohnte, zur Tschechoslowakei gehörende Pressburg durch mehrere Eingemeindungen. Zu Beginn des Jahres 1968 wurde Pressburg formell zur Hauptstadt der Slowakei, eines der beiden Teilstaaten innerhalb des föderativen tschechoslowakischen Staates, erklärt. Ende der 1980er Jahre war Pressburg eines der Zentren der sogenannten „Samtenen Revolution“, die zum Sturz des kommunistischen Regimes führte. Seit dem 1. Januar 1993 ist Pressburg die Hauptstadt der unabhängigen Slowakei.

Verwaltung

Seit 1990 existiert die derzeitige Struktur der Stadtverwaltung, die aus dem Oberbürgermeister (primátor), dem Stadtrat (Mestská rada), der Stadtvertretung (Mestské zastupiteľstvo), den Kommissionen der Stadtvertretung (Komisie mestského zastupiteľstva) und dem Magistraten (Magistrát) besteht. Der Oberbürgermeister, oberstes Organ der Exekutive, residiert im Primatialpalast (Primaciálny palác) und wird für eine vierjährige Amtszeit gewählt.

Bevölkerung

Im Mittelalter wurde die Stadt überwiegend von Slowaken bewohnt. Bereits im 12. Jahrhundert siedelten sich aber unterhalb des Burghügels auch erste deutsche Siedler an. Die Stadtprivilegien von 1291 regelten unter anderem das Recht zur freien Einwanderung und Niederlassung in Pressburg und öffneten somit das Gebiet für den Zuzug weiterer deutscher Siedler. Diese kamen aus Württemberg, Baden, Sachsen und Preußen, aus Schlesien und aus Mähren, vor allem jedoch aus den nahegelegenen bairisch-österreichischen Gebieten. Neben diesen Einwanderern gab es einen Zuzug von Siedlern aus Ungarn, Polen und anderen europäischen Ländern, die sich im Westen der heutigen Slowakei an der österreichischen Grenze in Pressburg oder in kleineren Ortschaften in der Nähe niederließen.

Während es sich zu Beginn der deutschen Besiedlung des Gebietes in erster Linie um eine bäuerliche und bergbäuerliche Einwanderung handelte, kamen im ausgehenden Mittelalter, einhergehend mit der wirtschaftlichen Expansion der Stadt, auch immer mehr bürgerliche Einwanderer nach Pressburg. In der Folgezeit übten deutsche Handwerker, Kaufleute, Bauern und Bergleute bis weit ins 19. Jahrhundert hinein einen dominanten Einfluss auf Wirtschaft, Kultur und Sozialstruktur der Stadt aus.

Obwohl die Deutschen, bezogen auf das Gebiet der heutigen Slowakei, zu allen Zeiten eine Minderheit bildeten, deren Zahl vermutlich niemals die Grenze von etwa 300.000 Personen oder fünf Prozent der Gesamtbevölkerung überschritt, kann für die Stadt Pressburg angenommen werden, dass sie hier bereits zu Zeiten der Verleihung der Stadtrechte sowohl die stärkste Bevölkerungsgruppe bildeten als auch die gesamte Verwaltung beherrschten. Nach allgemeinen Schätzungen repräsentierten die Deutschen noch Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem Anteil von nahezu 60 Prozent die größte Gruppe der Stadtbevölkerung. So werden für das Jahr 1850 insgesamt 42.238 Einwohner gezählt: 31.509 Deutsche, 7.586 Slowaken und 3.154 Ungarn.[3] Slowaken und Ungarn stellten über Jahrhunderte höchstens bis zu einem Drittel der Stadtbevölkerung. Die ethnische Vielfalt resultierte nicht zuletzt aus der Grenzlage der Stadt. Die Veränderung in der Bevölkerungszusammensetzung zeigen die Ergebnisse der Volkszählungen zwischen 1852 und 1910. Wenngleich die Bevölkerungszahl stieg, blieb die Zahl der Deutschen nahezu konstant, weil im gehobenen Bürgertum sehr viele, die zur so genannten „guten Gesellschaft“ gehören wollten, zu Ungarn wurden. Die Statistiken sind mit Vorsicht zu genießen, weil die Fragestellungen teils politisch motiviert waren und nicht mehr genau nachvollzogen werden kann, wonach genau gefragt wurde:[4]

JahrGesamtzahlDeutscheUngarnSlowaken
185236.74230.6822.2663.713
188048.00631.4927.5375.521
189052.44131.40410.4338.709
190065.86732.20220.10210.715
191078.22332.79031.70511.673

 

Nach dem Ersten Weltkrieg verließen viele ungarische Einwohner Pressburg, weil sie als Beamte oder Lehrer nicht mehr benötigt wurden oder aber den tschechoslowakischen Staat ablehnten. Nach der Gründung der Slowakischen Republik Ende der 1930er Jahre wies die slowakische Regierung die meisten der in Pressburg lebenden Juden aus und überließ sie dem nationalsozialistischen Regime im Deutschen Reich. Von Ende November 1944 bis Ende März 1945 bestand im damals zum Deutschen Reich gehörenden Vorort Engerau (auch Audorf)/Petržalka ein Lager für jüdische Zwangsarbeiter. Viele deutschsprachige Einwohner wurden noch vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs von den deutschen Behörden aus der Stadt evakuiert, die verbliebenen Deutschen später aufgrund der Beneš-Dekrete vertrieben.[5]

Heute zählt Pressburg etwa 432 864 Einwohner (Stand 31. Dezember 2018).[6]

Wirtschaft

Die Donau entwickelte sich seit dem 13. Jahrhundert zunehmend zum wichtigsten Verkehrsweg Mitteleuropas und eröffnete vor allem die immer bedeutender werdenden Handelswege nach Südosteuropa. Pressburgs günstige geographische Lage wie auch ein verhältnismäßig gut ausgebautes Straßennetz in und um die Stadt herum wirkten sich äußerst positiv auf ihre wirtschaftliche Entwicklung aus. Das 1402 verliehene Stapelrecht sicherte der Stadt zu, dass sämtliche Waren, die durch Pressburg geführt wurden, zunächst für eine bestimmte Zeit öffentlich feilgeboten werden mussten. Es führte somit dazu, dass einerseits für die sich nun zahlreich in der Stadt aufhaltenden Händler und Kaufleute eine Infrastruktur geschaffen werden musste und dass andererseits über ein erhöhtes Warenangebot den Bürgern der Stadt zu mehr Wohlstand und Reichtum verholfen wurde. Damit war die Voraussetzung geschaffen für ein großes Wirtschaftswachstum im 15. Jahrhundert, das die Stadt zu einer der bedeutendsten Handelsmetropolen Mittelosteuropas werden ließ. Pressburg wurde allmählich beim Transithandel – gerade in Richtung Osten und Südosten und insbesondere beim gesamten Warenverkehr nach Ungarn – führend und beendete die bisherige Vorherrschaft Wiens, zu dem sich die wirtschaftlichen und damit verbunden die politischen Beziehungen intensivierten.

Ende des 19. Jahrhunderts war Pressburg nach Budapest die am zweitstärksten industrialisierte Stadt des Königreichs. Die erste Eisenbahn Ungarns war die im Jahr 1840 eröffnete (anfangs Pferde-)Bahn von Pressburg nach Sankt Georgen/Svätý Jur, und bereits 1848 und 1850 kamen die Bahnverbindungen nach Wien und Pest hinzu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Pressburg zum Teil auf Kosten der alten Bausubstanz sowohl architektonisch als auch wirtschaftlich modernisiert und die Stadt wuchs durch eine Reihe von Eingemeindungen. In sozialistischer Zeit entstanden größere Plattenbausiedlungen, vor allem in Engerau (Audorf/Petržalka).

Heute ist der Bezirk Pressburg die wohlhabendste und wirtschaftlich bedeutendste Region der Slowakei, die fast 25 Prozent des slowakischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwirtschaftet. Das BIP betrug 2011 pro Kopf 46.600 Euro und damit 186 Prozent des EU-27-Durchschnitts, wodurch Pressburg die führende Region unter den neuen Beitrittsländern ist.[7] Seit 1991 produziert der Automobilhersteller Volkswagen in Pressburg und seither wurden mehr als 5,5 Millionen Fahrzeuge gefertigt, alleine im Jahr 2019 waren es 377.750.[8] Im Stadtteil Ružinov betreibt das Unternehmen Slovnaft eine große Erdölraffinerie und produziert außerdem Kunststoffe und Dünger.[9] Seit Anfang des 21. Jahrhunderts erlebt vor allem der Dienstleistungs- und Hightech-Sektor – aufgrund der Nähe zu den westeuropäischen Märkten, gut ausgebildeter Mitarbeiter und der vergleichsweise hohen Dichte an Forschungseinrichtungen und Universitäten – einen erheblichen Aufschwung und eine Reihe von international bedeutenden Konzernen wie z. B. Accenture, AT&T, Dell, HP, IBM, Lenovo und SAP haben zwischenzeitlich Servicezentren eröffnet oder geplant.

Der Tourismus ist für die Stadt ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftszweig. Im Jahr 2017 verfügte Bratislava über 153 kommerzielle Übernachtungsmöglichkeiten mit einer Kapazität von 16.737 Betten.[10] 2019 gab es ca. 2,85 Mio. Übernachtungen und die Stadt verzeichnete fast 1,4 Mio. Besucher.[11]

Religions- und Kirchengeschichte

2011 waren laut Volkszählung 214.341 Einwohner (52,12 Prozent) römisch-katholisch, 21.744 (5,29 Prozent) Lutheraner und 3.736 (0,91 Prozent) griechisch-katholisch. Außerdem gab es 1.863 Orthodoxe, 1.828 Calvinisten, 1.413 Zeugen Jehovas, 1.046 Methodisten, 597 Juden und 572 Baptisten. Insgesamt 5.054 Einwohner waren anderer, nicht in Statistiken geführter Konfession und nahezu ein Drittel der Bewohner, 126.799 (30,83 Prozent), bezeichneten sich als Atheisten. Für 28.891 Einwohner (7,03 Prozent) liegen keine Angaben vor.[12]

Die Stadt ist Bischofssitz des römisch-katholischen Erzbistums Pressburg mit dem Martinsdom als Kathedrale. Die am zweithäufigsten vertretene Kirche in der Stadt ist die Evangelische Kirche A. B., die griechisch-katholische Kirche ist mit einer Eparchie vertreten.

Durch die Verfolgung unter dem Nationalsozialismus ist das Judentum in den vergangenen 75 Jahren stark zurückgegangen. 1938 gab es ungefähr 15.000 Juden in der Stadt, im Jahr 2000 zählte man nur mehr 750.[13]Eine Synagoge aus dem Jahr 1926 ist erhalten, wohingegen die orthodoxe und die neologe Synagoge 1961 beziehungsweise 1969 abgerissen wurden.[14]

Von besonderer Bedeutung ist der restaurierte Teil des ehemals ebenerdigen, heute unterirdischen jüdischen Friedhofs am Fuß des Burghügels, wo sich – als Wallfahrtsort für Juden aus der ganzen Welt – heute das Mausoleum des Moses Sofer befindet, der, auch bekannt als Chatam Sofer (1762–1839), zu den bedeutendsten Rabbinern des 19. Jahrhunderts zählt.

Besondere kulturelle Institutionen

Das Slowakische Nationalmuseum (Slovenské národné múzeum), dessen Hauptsitz sich am Ufer der Donau befindet, wurde 1961 gegründet und besteht aus insgesamt 18 spezialisierten Museen im gesamten Land. In Pressburg gehören dazu unter anderem das Naturhistorische Museum (Prírodovedné múzeum), das Archäologische Museum (Archeologické múzeum) sowie das Museum der jüdischen Kultur (Múzeum židovskej kultúry) und das Museum der Kultur der Karpatendeutschen (Múzeum kultúry karpatských Nemcov).

Mit der Geschichte der Stadt befasst sich das Städtische Museum (Múzeum mesta Bratislavy), das 1868 gegründet wurde und damit das älteste existierende Museum des Landes ist.

Der größte Teil des über Jahrhunderte angesammelten Schrifttums der Stadt wird heute im zentral gelegenen Stadtarchiv von Pressburg (Archív mesta Bratislavy) aufbewahrt, das sowohl hinsichtlich der Vielfalt der Textsorten als auch bezüglich der Zahl der spätmittelalterlichen Handschriften zu den reichsten in Mitteleuropa zu zählen ist.

Pressburg ist Sitz des Slowakischen Nationaltheaters (Slovenské národné divadlo), das auf zwei Gebäude verteilt die drei Sparten Schauspiel, Oper und Ballett bietet. Das ältere Gebäude entstand 1885/1886 im Neorenaissance-Stil am Hviezdoslav-Platz in der Altstadt und das neue Gebäude wurde 2007 am Donauufer eröffnet.

Pressburg ist zudem Sitz der Slowakischen Philharmonie (Slovenská filharmónia) und jedes Jahr finden mehrere Musikfestivals statt, so das Pressburger Musikfestival (Bratislavské hudobné slávnosti), die Pressburger Jazz-Tage (Bratislavské jazzové dni) und das Wilsonic Festival.

1905 wurde das erste Kino in Pressburg eröffnet und bereits in der Habsburgermonarchie wurden die ersten Kurzfilme produziert. Pressburg ist heute das Zentrum der slowakischen Filmindustrie mit Sitz des Filmstudios Koliba und des Slowakischen Filminstituts. In der Stadt finden mehrere Filmfestivals statt, z. B. das International Film Festival (seit 1999).

Bildung und Wissenschaft

Die erste Universität auf dem Gebiet der heutigen Slowakei und damals die einzige Universität des Königreichs Ungarn war die 1465 von Papst Paul II. (1417–1471) auf Anfrage des ungarischen Königs Matthias Corvinus (1443–1490) gegründete Universitas Istropolitana in Pressburg, die jedoch nach Corvinus’ Tod wieder geschlossen wurde. Im heute noch existierenden Universitätsgebäude befindet sich die 1949 gegründete Hochschule für Musische Künste (Vysoká škola múzických umení v Bratislave).

Heute ist Pressburg Sitz mehrerer Universitäten und Hochschulen. Die 1919 gegründete Comenius-Universität (Univerzita Komenského v Bratislave) ist die älteste slowakischsprachige Universität und mit etwa 20.000 Studenten auch die größte des Landes. Die 1937 gegründete Slowakische Technische Universität Bratislava (Slovenská technická univerzita v Bratislave) ist mit ca. 18.300 Studenten und 3.200 wissenschaftlichen Angestellten die größte technische Universität der Slowakei.

Außerdem gibt es unter anderem noch die 1940 gegründete Wirtschaftsuniversität Bratislava (Ekonomická univerzita v Bratislave), die 2002 gegründete Slowakische Medizinische Universität (Slovenská zdravotnícka univerzita v Bratislave) und seit 2004 die private Paneuropäische Hochschule (Paneurópska vysoká škola).

Darüber hinaus hat die 1942 gegründete Slowakische Akademie der Wissenschaften (Slovenská akadémia vied) (SAV) als zentrale wissenschaftliche Organisation der Slowakei ihren Sitz in Pressburg.

In Pressburg gibt es (Stand 2017) 149 Kindergärten, 87 Grundschulen, 37 Gymnasien, 48 Fachschulen, vier Konservatorien, 43 Sonderschulen und 29 Kunstschulen.[15]

Kunstgeschichte

In der Altstadt befinden sich die meisten historischen Gebäude Pressburgs wie das von drei Gebäuden gebildete Alte Rathaus (Stará radnica) aus dem 14./15. Jahrhundert, das zu den ältesten erhaltenen Häusern der Stadt zählt. Das Michaelertor (Michalská brána) ist das einzige noch erhaltene von den vier Toren der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Im 1756 erbauten, Anfang der 2000er Jahre renovierten Gebäude der Universitätsbibliothek war von 1802 bis 1848 der Landtag des Königreichs Ungarns untergebracht.

Besonders charakteristisch für das Stadtzentrum sind die zahlreichen Palais im barocken Stil wie das um 1760 erbaute Palais Grassalkovich (Grasalkovičov palác), heute Residenz des Präsidenten der Slowakei, und das benachbarte, wenige Jahre später entstandene Erzbischöfliche Sommerpalais (Letný arcibiskupský palác), das heute der Sitz der Regierung ist. Im 1781 erbauten Primatialpalast (Primaciálny palác), dem heutigen Sitz des Bürgermeisters, wurde 1805 der Friede von Pressburg unterzeichnet.

Zu den bekanntesten Sakralbauten gehört der gotische Martinsdom (Katedrála svätého Martina) aus dem 13. bis 16. Jahrhundert, in dem von 1563 bis 1830 die ungarischen Könige gekrönt wurden. In der Franziskanerkirche (Františkánsky kostol) aus dem späten 13. Jahrhundert wurden im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten ausgewählte Personen zum Ritter geschlagen. Die Sankt-Elisabeth-Kirche (Kostol svätej Alžbety), die aufgrund ihrer äußeren Farbgebung auch als „Blaue Kirche“ bekannt ist, wurde 1907/1908 im Jugendstil erbaut. Weitere Sakralbauten im Zentrum sind die – heute als Konzert- und Theatersaal dienende – gotische Klarissenkirche (Kostol klarisiek) aus dem 14. Jahrhundert mit einem fünfseitigen Turm, die barocke Trinitarierkirche (Kostol trinitárov) aus dem 18. Jahrhundert mit Rokokodekorationen und die im Moderne-Stil erbaute, an der Heydukova-Straße gelegene Synagoge aus den Jahren 1923–1926. Besonders zu Beginn des 20. Jahrhunderts veränderte sich der bauliche Charakter Pressburgs durch den Bau von Kaufhäusern und Geldinstituten um das „Manderla-Hochhaus“ herum auf dem alten Hauptmarkt. Zwischen 1973 und 1985 wurde der Stadtteil Engerau (Audorf/Petržalka) zu einer großen sozialistischen Planstadt mit Plattenbauten und Grünflächen ausgebaut. Für die neu errichteten Verkehrsachsen und die Donau-Brücke mit dem charakteristischen Pylon wurde ein erheblicher Teil der Altstadt abgerissen.

Zu den bekanntesten Künstlern der Stadt gehört der 1717 in Pressburg geborene Adam Friedrich Oeser (1717–1799), der als Maler, Bildhauer und Buchillustrator vor allem in Dresden und Leipzig wirkte. Zu seinen Schülern zählte von 1765 bis 1768 Johann Wolfgang Goethe (1749–1832).

Für das 20. Jahrhundert ist vor allem der Maler, Grafiker, Exlibris- und Briefmarkenkünstler Albín Brunovský (1935–1997) zu nennen, der als Professor an der Kunstakademie in Pressburg lehrte und unter anderem die letzte Banknotenserie der Tschechoslowakei entwarf.

Musik

Für Pressburg war besonders das 18. Jahrhundert eine Blütezeit der Musik, eng verbunden mit dem nahegelegenen Wien. Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) besuchte Pressburg erstmals im Alter von sechs Jahren, weitere bekannte Komponisten wie Joseph Haydn (1732–1809), Ludwig van Beethoven (1770–1827), Franz Liszt (1811–1886) und Béla Bartók (1881–1945) gastierten in der Stadt. Die Komponisten Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) und Franz Schmidt (1874–1939) wurden hier geboren.

Handschriften

Eine besonders wichtige Quelle (deutschsprachiger) städtischer Schriftlichkeit stellen die unter dem Titel Actionale Protocollum aufgezeichneten Ratsprotokolle von Pressburg dar. Diese sind unter der Signatur I.2.a. nr. 1-221 im Stadtarchiv inventarisiert und beschreiben kontinuierlich in 221 handgeschriebenen Büchern die wichtigsten Ereignisse der Geschichte der Stadt von 1402 bis 1942. Von 1402 bis zum Jahr 1938 wurden diese Protokolle in deutscher Sprache geführt, sie stellen somit eine der wertvollsten Quellen zum einen für die Geschichte der Stadt Pressburg und zum anderen für die Dokumentation des dort geschriebenen Deutsch dar.

Medien und Literatur

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das kulturelle Leben der Stadt allmählich durch das Wirken von Persönlichkeiten wie Karl Gottlieb Windisch (1725–1793) gefördert, besonders durch zahlreiche von ihm gegründete und maßgeblich durch ihn geprägte Zeitschriften. Als Mitbegründer und langjähriger verantwortlicher Redakteur der Preßburger Zeitung (1764–1929) machte er aus dem ersten periodischen Nachrichtenblatt im Donauraum immer mehr eine Zeitschrift mit dem Schwerpunkt auf kulturellem Gebiet. Das in Pressburg von Windisch herausgegebene Ungrische Magazin war die bedeutendste deutschsprachige Zeitschrift und bis zur Jahrhundertwende eines der besten wissenschaftlichen Organe in Ungarn, in dem nahezu alle bedeutenden (deutschen) Schriftsteller des Landes publizierten.

Die ebenfalls von Windisch begründete Gesellschaft der Freunde der Wissenschaft war eine Vereinigung deutschsprachiger Schriftsteller und Dichter aus dem gesamten Gebiet der heutigen Slowakei.

Bis 1848 beschränkte sich die politische und kulturelle Gedankenwelt eher auf die verschiedenen Beilagen der Preßburger Zeitung und erst mit dem beginnenden Parlamentarismus nach 1867 sowie der damit verbundenen Steigerung des politischen Lebens in Ungarn kam es auch zu einigen Zeitungsneugründungen.

Von überregionaler Bedeutung war der berühmte Pressburger Pädagoge und Schriftsteller Tobias Gottfried Schröer (1791–1850), dessen Sohn Karl Julius Schröer (1825–1900) im 19. Jahrhundert einer der bedeutendsten Germanistikprofessoren und Literaturhistoriker aus der Slowakei war. Auch seine Mutter, Therese Schröer (1804–1885), erlangte als Schriftstellerin über die Slowakei hinaus Bekanntheit.

Durch die Madyarisierung wurde die „deutsche Kultur“ zunehmend von der ungarischen abgelöst und auch in Pressburg erschienen nun, wie in den meisten Städten, anstelle der deutschsprachigen ungarischsprachige Zeitungen. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden auch zweisprachige Zeitungen herausgegeben, anfangs noch vereinzelt, aber von den 1870er Jahren angefangen immer häufiger, und im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts wurden schließlich viele deutschsprachige Zeitungen in zweisprachige oder ungarischsprachige umgewandelt.

Ab den 1870er Jahren nahm die Assimilation der deutschsprachigen Bürger zu, ohne jedoch in Gänze zu greifen. Viele Bürger fühlten sich als Lokalpatrioten, ausgestattet mit deutschen, ungarischen und slowakischen Sprachkenntnissen. Ihre Identität war von der jeweiligen Situation und dem soziokulturellen Umfeld abhängig. Diese Flexibilität, aber auch Opportunismus und eine gewisse konservative Provinzialität waren vor allem den deutschen Pressburgern eigen. Im Volksmund und später in der ungarischen Presse erhielten sie den ironischen Namen „Kraxelhuber“.

Heute ist die Hauptstadt Pressburg auch Zentrum der slowakischen Medien und die bedeutendsten Fernsehsender, Rundfunkgesellschaften und Zeitungen sind hier vertreten: das öffentlich-rechtliche Slowakische Fernsehen (Slovenská televízia), die Privatsender TV Markíza, TV JOJ und TA3 sowie die öffentlich-rechtliche Rundfunkgesellschaft Slovenský rozhlas. Zu den wichtigsten Zeitungen zählen heute SME, Pravda, Nový čas, Hospodárske noviny (Wirtschaftszeitung) und Slovak Spectator (englischsprachige Zeitung). Darüber hinaus sind zwei Nachrichtenagenturen in Pressburg ansässig, die staatliche Tlačová agentúra Slovenskej republiky (TASR) und die private Slovenská tlačová agentúra (SITA).

Der 1927 in Pressburg geborene Hugo Portisch wurde durch seine Art, komplizierte politische und wirtschaftliche Zusammenhänge auch für den Laien verständlich zu erklären, zu einem der bedeutendsten Journalisten in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg.

Der bis heute in seiner Heimatstadt lebende Schriftsteller und Journalist Michal Hvorecký (geb. 1976) gehört zu den bekanntesten Autoren seiner Generation; unter anderem in der FAZ und der ZEIT sind Essays und Erzählungen von ihm erschienen.

4. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Ernst Hochberger: Das große Buch der Slowakei. 3000 Stichworte zur Kultur, Kunst, Landschaft, Natur, Geschichte, Wirtschaft. 5., erg. und erw. Aufl. Sinn 2017.
  • Štefan Holčík: Krönungsfeierlichkeiten in Preßburg/Bratislava 1563–1830. Bratislava 1992.
  • Vladimír Horváth, Darina Lehotská, Ján Pleva (Hg.): Dejiny Bratislavy [Geschichte Bratislavas]. 3. Aufl. Bratislava 1982.
  • Anton Klipp: Preßburg: Neue Ansichten zu einer alten Stadt. Karlsruhe 2010.
  • Wynfried Kriegleder, Andrea Seidler, Jozef Tancer (Hg.): Deutsche Sprache und Kultur im Raum Pressburg. Bremen 2002 (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 4).
  • D[arina] Lehotská, D. Handzová, V[ladimir] Horváth, Z[oltán] Hrabuššay, N[esti] Merglová (Vyprac.) [Ausarb.]: Archív mesta Bratislavy. Inventár stredovekých listin, listov a iných príbuzných písomností [Archiv der Stadt Pressburg. Findbuch der mittelalterlichen Urkunden, Briefe und anderen ähnlichen Schrifttums]. Praha 1956.
  • Richard Marsina (Hg.): Städte im Donauraum. Bratislava – Preßburg 1291–1991. Sammelband der Beiträge aus dem Symposion in Smolenice 30.9.–3.10.1991. Bratislava 1993.
  • Jörg Meier: Deutschsprachige Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts aus Preßburg/Pozsony/Bratislava. In: brücken. Germanistisches Jahrbuch Tschechien – Slowakei NF 15 (2007). Berlin, Prag, Prešov 2007 (DAAD. Reihe Germanistik), S. 231–248.
  • Jörg Meier: Pressburg als Erinnerungsort der Deutschen und Österreicher. In: Burkhard Olschowsky, Ivan A. Petranský, Attila Pók, Andrzej Przewoźnik, Matthias Weber (Hg.): Erinnerungsorte in Ostmitteleuropa. Erfahrungen der Vergangenheit und Perspektiven. München 2011 (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Ge-schichte der Deutschen im östlichen Europa 43). S. 23–48.
  • Jörg Meier, Ilpo Tapani Piirainen, Klaus-Peter Wegera (Hg.): Deutschsprachige Handschriften in slowakischen Archiven. Vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit. Bd. 1: Westslowakei. Berlin, New York 2009.
  • Rudolf Musik, Kurt Hofer: Preßburg und seine Umgebung. Stuttgart 1990.
  • Emil Portisch: Geschichte der Stadt Pressburg – Bratislava. Volkstümliche Darstellung in 2 Bänden. Pressburg – Bratislava. 2. Bde. 1933/1935.
  • Ladislav Šášky: Kunstdenkmäler in der Slowakei. Ein Bildkunstführer. Bratislava 1988.
  • Roland Schönfeld: Slowakei. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Regensburg, München 2000 (Ost- und Südosteuropa. Geschichte der Länder und Völker).
  • Anton Špiesz: Bratislava v stredoveku [Bratislava im Mittelalter]. Bratislava 2001.
  • Jozef Tancer: Im Schatten Wiens. Zur deutschsprachigen Presse und Literatur im Pressburg des 18. Jahrhunderts. Bremen 2008 (Presse und Geschichte – Neue Beiträge 32).
  • Juraj Žáry, Anton Bagin, Ivan Rusina, Eva Toranová: Der Martinsdom in Bratislava. Bratislava 1990.
  • Arne Ziegler: Actionale Protocollum. Das älteste Stadtbuch von Bratislava/Preßburg aus den Jahren 1402–1506. Bratislava 1999 (Acta Carpatho-Germanica 4).
  • Martin Zückert/Michal Schvarc/Jörg Meier (Hg.): Migration – Zentrum und Peripherie – Kulturelle Vielfalt. Neue Zugänge zur Geschichte der Deutschen in der Slowakei. München 2016 (DigiOst 7).

Weblinks

Anmerkungen

[1] Vgl. Pavol Žigo: Bratislava – Braslauespurch / Pressburg (Prešporok) / Pozsony. In: Österreichische Namenforschung 29 (2001), Heft 1–2, S. 219–223.

[2] Schönfeld: Slowakei, S. 99.

[3] Vgl. Hochberger: Das große Buch der Slowakei, S. 306; Richard Marsina: Preßburg im Wandel der Geschichte. In: Ders. (Hg.): Städte im Donauraum, S. 10–15.

[4] Emil Portisch: Geschichte der Stadt Pressburg – Bratislava. Volkstümliche Darstellung in 2 Bänden. Bd. 2. Pressburg/Bratislava 1935, S. 593.

[5] Vgl. Richard Marsina: Preßburg/Bratislava. Hauptstadt der Slowakischen Republik. In: Harald Heppner (Hg.): Hauptstädte zwischen Sav, Bosporus und Dnjepr. Geschichte – Funktion – Nationale Symbolkraft. Wien, Köln, Weimar 1998, S. 31–50, hier S. 48ff.; Detlef Brandes: Der Weg zur Vertreibung 1938–1945. Pläne und Entscheidungen zum „Transfer“ der Deutschen aus der Tschechoslowakei und aus Polen. 2., überarb. und erw. Aufl. München 2005 (Veröffentlichungen des Collegium Carolinum 94).

[6] Regional statistical yearbook of Slovakia 2019: https://slovak.statistics.sk (Abruf 01.12.2020).

[7] Vgl. die Zahlen des Statistischen Amts der Slowakei: http://slovak.statistics.sk/wps/portal/ext/home/!ut/p/b1/04_Sj9CPykssy0xPLMnMz0vMAfGjzOIDzT0tnJwMHQ0s_IJcDTxDHAPcg7xMDA1MTIEKIoEKDHAARwNC-sP1o8BKnN0dPUzMfQwMLHzcTQ08HT1CgywDjY0NHI2hCvBY4eeRn5uqX5AbYZBl4qgIAL9TbiU!/dl4/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/ (Abruf 18.08.2020).

[8]https://www.webnoviny.sk/volkswagen-slovakia-s-rekordnymi-cislami-zisk-automobilky-sa-zvysil-o-133-percent/ (Abruf 24.08.2020)

[9]https://ekonomika.sme.sk/c/20845399/slovnaft-zacne-s-vyrobou-hnojiv-pre-polnohospodarstvo.html; SME, 8. Juni 2018 (Abruf 24.08.2020).

[10] Statistical yearbook of the capital of the SR Bratislava 2018. In: Statistisches Amt der Slowakischen Republik. (Abruf 24.08.2020).

[11]https://cestovanie.pravda.sk/mesta/clanok/543598-rekordne-cisla-o-bratislavu-rastie-zaujem-najma-u-zahranicnych-turistov/. In: Pravda, 27.02.2020 (Abruf 24.08.2020).

[12] Wohnbevölkerung nach Konfessionen: http://web.archive.org/web/20061129153406/http://www.statistics.sk/webdata/english/census2001/tab/tab4a.htm (Abruf 24.08.2020).

[13] Ján Lacika: Visiting Slovakia – Bratislava. Bratislava 2000, S. 43.

[14] Synagoga Slovaca: http://www.slovak-jewish-heritage.org/bratislava-synagogue.html?&L=0 (Abruf 24.08.2020).

[15] Statistical yearbook of the capital of the SR Bratislava 2018. In: Statistisches Amt der Slowakischen Republik (Abruf 24.08.2020).

Zitation

Jörg Meier: Pressburg/Bratislava. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2020. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/p32516 (Stand 30.07.2021).

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