Helenendorf/Göygöl/Chanlar

Helenendorf/Göygöl/Chanlar

1. Toponymie

Deutsche Bezeichnung

Helenendorf

Amtliche Bezeichnung

Göygöl; früher: Xanlar, Jelenino, Xanlıqlar

Anderssprachige Bezeichnungen

aserb. Xanlar, Xanlıqlar, Jelenendorf; russ. Еленендорф (Elenendorf)

Etymologie

Die Kolonie wurde nach der früh verstorbenen Lieblingsschwester des russischen Zaren Alexander I. (1818–1881), der Großfürstin Elena Pavlovna (1784–1803), benannt.

2. Geographie

Lage

40°35'21.3" nördliche Breite, 46°19'33.0" östliche Länge, am nord-östlichen Ausläufer des Kleinen Kaukasus, zwischen den Kura-Zuflüssen Gəncəçay und Kürəkçay. Helenendorf liegt zehn Kilometer südlich von Gəncə, der zweitgrößten Stadt Aserbaidschans, unweit der Haupttrasse BakuTiflis/Tbilisi.

Topographie

Hügelige Landschaft mit mildem Klima und trockenen Wintern.

Region

Die Stadt Göygöl, die aus der deutschen Kolonie Helenendorf hervorgegangen ist, bildet das administrative Zentrum des Rayons Göygöl, dem weitere 44 Wohnsiedlungen und Dörfer sowie ein Naturschutzgebiet mit dem See Göygöl (1.556 Meter hoch gelegen) angehören.

Staatliche und administrative Zugehörigkeit

Das Gebiet war historisch ein Teil von Gəncə, das im Mittelalter dem Arabischen Kalifat, den Staaten Aqqoyunlu, Qaraqouyunlu und dem Safavidenreich angehörte. Von 1747 bis 1804 war es Teil des unabhängigen Khanats Gəncə, von 1804 bis 1918 des Gouvernement Elizavetpol (Russisches Reich), von 1918 bis 1920 der Demokratischen Republik Aserbaidschan, von 1920 bis 1991 der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Seit 1991 gehört Göygöl zur Republik Aserbaidschan. Ab 1920 wurde die administrative Zusammensetzung des Rayons mehrfach geändert. 1930 wurde Helenendorf zum administrativen Zentrum des Rayons Narimanov, später des Rayons Xanlar und ab 2008 Göygöl.

Gebräuchliche Symbolik

Ein offizielles Wappen aus der Zeit der Kolonie Helenendorf ist nicht bekannt. Wein war das wichtigste Produkt des Ortes. Die Genossenschaft Konkordia, die alle Winzer der Region verband, stellte auf ihrem Firmenlogo Weintrauben sowie ein Weinfass mit Flügeln dar. Der Rayon Xanlar führte ebenfalls Weintrauben im Wappen.

3. Geschichte und Kultur

Vor- und Frühgeschichte

In der Umgebung von Helenendorf sind Kurgane (Grabhügel) und Ruinen aus der Bronzezeit gefunden worden, die der Kura-Araxes-Kultur zugeordnet werden. Die Gräber enthielten neben menschlichen Überresten zahlreiche bronzene Waffen und Alltagsgegenstände.

Mittelalter

Die Region war Durchzugs- und Kontrollgebiet der arabischen, persischen, seldschukischen und mongolischen Heere. Die Brücke Ağ-Körpü aus dem 12. Jahrhundert sowie weitere Brücken zeugen von regem Verkehr.

Neuzeit

Ende des 18. Jahrhunderts war das Gebiet unter der Kontrolle der turkmenischstämmigen neuen iranischen Dynastie der Kadscharen (1779–1925). Am Anfang des dritten Russisch-Persischen Kriegs (1804–1813) geriet die ganze Region unter russische Kontrolle, nachdem Gəncə im Januar 1804 nach einer Belagerung gefallen war. Am 14. Mai 1805 wurde am Fluss Kürəkçay im Militärlager der russischen Truppen der Vertrag zwischen Ibrahim Khan (1732–1806), dem Khan von Karabach, und General Cicianov (1754–1806, im Namen des russischen Zaren Alexander I.) unterzeichnet. Der Vertrag besiegelte die Eingliederung Karabachs in das Russische Reich.

Durch den Vertrag von Gülüstan 1813 erkannte der Iran die russische Kontrolle über das Gebiet an, das nur wenige Jahre später schwäbischen Siedlern zugewiesen wurde. Das Einladungsmanifest von Zarin Katharina der Großen (reg. 1762–1796) wurde unter ihrem Nachfolger Zar Paul I. (reg. 1796–1801) aufrecht erhalten und unter Alexander I. (reg. 1801–1825) auf die neueingegliederten Peripherien des Zarenreichs ausgedehnt. Die Armut nach den Napoleonischen Kriegen im Königreich Würrtemberg, eine Hungersnot infolge des „Jahres ohne Sommer” 1816 und die Heilsuche der Pietisten und der freikirchlichen „Stundisten“ führte zu einer Massenauswanderung gen Osten aus Süddeutschland. 

127 von insgesamt 562 überwiegend aus dem Neckar-Gebiet stammenden Familien, die 1817/18 im Kaukasus ankamen, erreichten das Gebiet um Gəncə. Ihnen wurden 2.600 Desjatinen Land zugewiesen (ca. 2.860 ha, pro Familie 1,09 ha). 1819 wurde die Kolonie Helenendorf gegründet. Außer Helenendorf entstanden auf dem Territorium Aserbaidschans die Siedlungen Annenfeld/Şamxor, Eigenfeld/Şəmkir, Georgsfeld/Çınarlı, Alexanderfeld/Həsənsu, Grünfeld/Vurğun und Traubenfeld/Tovuz. Annenfeld und Helenendorf waren sog. „Muttersiedlungen“. Einige „Tochtersiedlungen“ entstanden durch Zuzug von Kolonisten aus anderen Teilen Russlands. Darüber hinaus bewohnten deutschsprachige Familien aus der Schweiz eine Kolonie in Todas/Hacıkənd.[1]

Kriege, Krankheiten, der kalte, für Weinstöcke vernichtende Winter 1831 sowie eine Heuschreckenplage 1847 kennzeichneten die ersten Jahrzehnte nach der Gründung.[2] Während der Russisch-Türkischen Kriege 1853–1856 und 1877–1878 war die Kolonie Helenendorf bereits ein wichtiger Produzent für die Versorgung der russischen Armee.

Im Ersten Weltkrieg wurden die deutschen Siedlungen wegen Kollaborationsverdachts verstärkt kontrolliert. Obwohl Zar Nikolaus II. am 14. November 1914 bei seinem Besuch in Tiflis den Untertanen mit deutscher Herkunft für ihre Treue gedankt hatte, machte sich in der Verwaltung, insbesondere im Militär eine antideutsche Stimmung breit. 1915 wurden die sogenannten Liquidationsgesetze verabschiedet, die eine Enteignung der Deutschen vorsahen. Die Russifizierung der Ortsnamen war eine der ersten Maßnahmen. So wurden Helenendorf am 9. Februar 1915 zu Elenino, Annenfeld wurde in Annino umbenannt, Eigenfeld in Petrovka, Georgsfeld in Georgievskoe, Grünfeld in Zelenaja Poljana und Traubenfeld in Vinogradnaja Poljana.[3] Da die Helenendorfer russische Staatsbürger waren, blieben sie von den damaligen Enteignungen zunächst ausgenommen. Außerdem soll die Intervention des Gouverneurs die Enteignungen im Südkaukasus zunächst verhindert haben.[4] Die Umsetzung der Enteignungen verlief unterschiedlich konsequent und schnell, da das Eigentum zuerst erfasst, die Liegenschaften auf Schulden überprüft und alle Unterlagen zusammengestelt werden mussten. Danach wurden die Ländereien zur Versteigerung freigegeben, insgesamt allein in Helenendorf 3.383 Desjatinen Land. Es stellte sich jedoch heraus, dass nicht für alle Ländereien die entsprechenden Unterlagen vorlagen. In solchen Fällen weigerte sich die Bauernland-Bank, den Ankauf zu tätigen.

Die Deutschen in Helenendorf wehrten sich gegen die Enteignung und schickten ihren Vertreter, Theodor Hummel, (1869–1944) mit einer Beschwerde zum Senat. Sie beriefen sich darauf, dass sie nicht als Untertanen des Deutschen Reiches, sondern des Königreiches Württemberg von Zar Alexander I. persönlich nach Russland eingeladen worden waren. Sie wiesen darauf hin, dass sie gehorsam an der Entwicklung der Landwirtschaft mitgewirkt und jährlich 1,6 Millionen Rubel Steuern gezahlt hätten. Die Antwort des Senats vom 14. Juni 1916 lautete, dass er nicht für diesen Fall zuständig sei.

Im März 1916 dienten 179 Soldaten und acht Offiziere aus Helenendorf in der russischen Armee. Im September 1916 wurden weitere 67 Einwohner eingezogen. 580 Pferde und 230 vierrädrige Wagen wurden für die Armee abgegeben.

Infolge der sich verschlechternden Versorgungslage in Russland wurden einige Maßnahmen zurückgenommen und im Juni 1916 wurde den Deutschen die Bewirtschaftung für weitere zwei Jahre erlaubt. Im Kaukasus wurde diese Erlaubnis auf ein Jahr beschränkt. Den Kolonisten wurde einerseits offiziell verboten, auf den enteigneten Grundstücken weiter zu bleiben, andererseits wurde ihnen das Wohnen dort bis zum Ende der Erntezeit ermöglicht. Das Vermögen wurde an die Bauernbanken überführt, die Zahlung des Erlöses jedoch verzögert, der zu zahlende Betrag vom Ertrag der Ernte abhängig gemacht. Willkürliche Entscheidungen führten zur Demotivation bei den Bauern. Als Einschüchterungen keine Ergebnisse brachten, versuchten die Behörden, die Bauern durch Hilfestellungen zu landwirtschaftlichen Arbeiten zu bewegen. Die Helenendorfer saborierten diese Hilfestellungen aus Protest gegen die Enteignungen. So wurde z. B. Saatgut für Hirse, die für Helenendorf geliefert wurde, nicht abgenommen.[5]

Zeitgeschichte

Nach der Februarrevolution 1917 wurden die Liquidationsgesetze von der Provisorischen Regierung außer Kraft gesetzt. Die Deutschen in Russland organisierten sich und formulierten politische Forderungen. Bei der ersten Tagung der Deutschen (20.–22. April 1917) in Moskau wurden die Deutschen aus dem Südkaukasus durch den Helenendorfer Theodor Hummel vertreten. Die Tagung beschloss, dass Kolonien ihre Selbstverwaltung stärken sollten. Eine Forderung war die Zulassung deutschsprachigen Unterrichts in den Schulen. Eine föderale Republik wurde als bevorzugte politische Ordnung für Russland vorgeschlagen.

Die Provisorische Regierung bestätigte den Großgrundbesitzer Christian Zaiser als Kommissar für Helenendorf. Ein deutsches nationales Komitee wurde gegründet. Am 14. Mai 1917 fand in Tiflis eine Tagung russischer Staatsbürger deutscher Nation aus dem Südkaukasus statt. Im August beschlossen die Helenendorfer, eine eigene Miliz zu gründen und beantragten bei der Vertretung der Provisorischen Regierung eine entsprechende Bewaffnung für 30 Mann. Jedoch wurden diese Milizen von der Regierung nicht anerkannt.

Nach den Wahlen zur Russischen Konstituierenden Versammlung im November 1917 riefen die Abgeordneten aus dem Südkaukaus den Kaukasischen Sejm in Tiflis aus, der bis Mai 1918 die Verwaltung der Region übernahm. Auch deutsche Komitees versammelten sich und gründeten im März 1918 in Tiflis den „Transkaukasischen Deutschen Nationalrat“. Während des russischen Bürgerkriegs stellten sie sich auf die Seite der Weißen Armee und beschlossen die Gründung eines deutschen Regiments unter General Wrangel (1878–1928).

Die Helenendorfer Männer zwischen 18 und 26 Jahren hatten sich bereits im Februar 1918 freiwillig zu den deutschen Truppen gemeldet und nahmen anschließend an der deutschen Kaukasusexpedition vom Juni bis Dezember 1918 teil. Die Expedition hatte die Sicherung der Öllieferungen für deutsche Truppen zum Ziel.

Im Sommer 1918 belieferte die deutsche Gemeinde von Helenendorf die aserbaidschanisch-türkischen Truppen bei ihrem Vormarsch nach Baku mit Lebensmitteln. Nach der Gründung der ersten Demokratischen Republik Aserbaidschan (ADR) war der Helenendorfer Lorenz Kuhn (1884–1942) Vertreter der deutschen Minderheit im Parlament Aserbaidschans. In seiner Antrittsrede sprach er von „schweren Prüfungen, der die Deutschen während des Weltkrieges ausgesetzt waren“ und drückte Zuversicht aus, dass „die Revolution, die die Gleichheit und Brüderlichkeit für alle manifestierte, diesen Albtraum beseitigt hat“. Die Deutschen Aserbaidschans seien dazu geneigt, in dieser grundlegenden politischen Veränderung Gutes für sich und die Bewahrung ihrer Eigenart zu sehen.[6] Damit war die neue Situation gemeint, in welcher die Deutschen sich nicht mehr vom Schutz der russischen Krone abhängig sahen, sondern als Bürger einer neuen Republik betrachteten.

Während der Existenz der ADR gab es zwischen den Helenendorfern und den Einwohnern der Nachbardörfer Topal Həsənli und Molla Hacılı Streitigkeiten um den Zugang zu Wasser sowie die Nutzung des Landes, die juristisch geklärt wurden. Am 9. Juni 1919 feierte die Helenendorfer Gemeinde ihr 100-jähriges Bestehen mit Gottesdienst, feierlichem Umzug, Festessen, Gesang und Ausstellungen von Schülerarbeiten und landwirtschaftlichen Geräten. Das Parlament der Republik gratulierte in einem Telegramm zum Fest und wünschte „dieser kleinen Kulturinsel auch in Zukunft Blüte und Wohlstand“[7].

Die Unabhängigkeit der ersten Republik wurde am 28. April 1920 durch die XI. Rote Armee beendet und die Aserbaidschanische Sozialistische Sowjetrepublik wurde ausgerufen. Der Besitz der Deutschen wurde in Sowchosen und Kolchosen kollektiviert. Die Gesellschafter der Genossenschaft Konkordia wurden 1926 als „Kulaken“ verurteilt. Bis zur Deportation 1941 fanden mehrere Verhaftungen statt, Geistliche sowie Studenten aus Helenendorf wurden in den größeren Städten verfolgt. Als Reaktion auf den Angriff NS-Deutschlands wurden alle Deutschen pauschal unter den Verdacht der Kollaboration gestellt und ihre Umsiedlung nach Mittelasien wurde eingeleitet. Sie wurden in Kasachstan in Sondersiedlungen mit strengen Meldepflichten und Ausgangsbeschränkungen untergebracht. Deutsche aus Helenendorf wurden u. a. für die Zwangsarbeit in den Kohlengruben bei Karaganda eingesetzt. Obwohl die Sondersiedlungen 1955 aufgehoben wurden, war die Rückkehr in die Heimatorte erst ab 1972 erlaubt. Nur wenige kehrten nach Aserbaidschan zurück. Eine Massenauswanderung ab Ende der 1980er Jahre in die Bundesrepublik Deutschland umfasste auch die Nachfahren der deportierten Helenendorfer.

1938 wurde Helenendorf nach dem aserbaidschanischen Kommunisten Xanlar Səfərəliyev (1885–1907) in Xanlar umbenannt. 2008 bekam die Stadt den Namen Göygöl, nach dem bekannten Bergsee der Region.

Verwaltung

Die dörfliche Selbstverwaltung wurde von einem gewählten Schulzen versehen, der sich um Steuereinzug, Baumaßnahmen und allgemein um die öffentliche Ordnung. kümmerte. Diese Selbstverwaltung wurde 1871 abgeschafft. Später wurde das Amt wieder eingeführt. Nach der Sowjetisierung wurde die Verwaltungshoheit einem Revolutionskomitee übertragen, auch wenn ein Dorfsowjet formell die Selbstverwaltung ausübte.

Bevölkerung

Bei der Gründung von Helenendorf waren dort 127 schwäbische Familien mit ca. 500 Mitgliedern. 1897 lebten in den ländlichen Gebieten des Uezd Elizavetpol, zu welchem neben Helenendorf auch Annenfeld gehörte, laut russischer Bevölkerungszählung 2.983 Deutsche, davon 1.464 Männer und 1.519 Frauen.[8] Daraus ergibt sich, dass die Gemeinde sich mindestens verdreifacht hatte. Außer einem Kosakenregiment waren weitere Angehörige anderer Ethnien in Helenendorf meist provisorisch wohnhaft, während der Erntezeit kamen viele Arbeiter aus den Nachbargemeinden hinzu.

1908 lebten in Helenendorf 2.384 Deutsche, 400 Russen, 366 Armenier, 300 Perser, 40 Lesghier, 30 Georgier und fünf Aserbaidschaner. Insgesamt hatte Helenendorf somit 3.525 Einwohner.[9] Nach einem Bericht des Schulzen, Breitmeyer, nahm Helenendorf im August 1915 628 Aisoren (Assyrer) als Flüchtlinge auf. Bald darauf wurden 3.000 armenische Flüchtlinge aus der Türkei in und um Helenendorf angesiedelt.

Um den Engpässen in der Lebensmittelversorgung entgegenzutreten, gründete die Provisorische Regierung 1917 landesweit Komitees zur Verteilung der Grundnahrungsmittel. Damals lebten in Helenendorf außer den Deutschen 720 Armenier und Aserbaidschaner, die sich schriftlich beschwerten, dass die deutschen Siedler sie bei der Verteilung der Rationen benachteiligen würden. Jedoch ergaben die amtlichen Untersuchungen, dass die Helenendorfer Verwaltung ihnen keine Lebensmittel vorenthalten, sondern dass sie selbst überhaupt keine Lebensmittel erhalten hatte.

Während gewaltsamer armenisch-aserbaidschanischer Ausschreitungen im Frühling 1918 versuchten die Deutschen Neutralität zu wahren. Während der Stationierung reichsdeutscher Truppen in Georgien 1918 verschlechterte sich das Verhältnis der Deutschen im Kaukasus gegenüber der benachbarten Bevölkerung, die die deutschen Truppen Hilfe bei Überfällen und Plünderungen unterstützten.[10]

1928 lebten in Helenendorf 2.115 Deutsche (520 Familien), 200 Wolgadeutsche, 300 Aisoren, 150 Armenier, 80 Aserbaidschaner, somit insgesamt 3.845 Einwohner. Laut Verwaltungsakten lebten alle außer 2.115 Deutschen provisorisch in Helenendorf und hatten dort keinen Besitz.[11]

Bei der Deportation im Oktober 1941 wurden 2.675 Deutsche gelistet, die Helenendorf verlassen mussten. Bereits 1935 waren 600 Familien aus Annenfeld und Helenendorf nach Ostkarelien deportiert worden. Entsprechend dem Erlass des Staatskomitees für Verteidigung vom 8. Oktober 1941 „Über die Umsiedlung der Deutschen aus Georgien, Aserbaidschan und Armenien“ wurden aus der Aserbaidschanischen SSR 22.741 Deutsche nach Akmolinsk und Kustanai in Kasachstan deportiert. Einzelne Deutsche durften in Helenendorf bleiben, wenn sie ein nichtdeutsches Elternteil hatten, wie z. B. Viktor Klein, der als ‚der letzte Deutsche‘ in der Region bekannt war und 2007 verstarb. 1944–1955 waren im Lazarett in Xanlar deutsche Kriegsgefangene einquartiert, 909 wurden im benachbarten Dorf bestattet. 

Nach der Deportation der Deutschen wurden in Helenendorf zunächst Armenier und später Aserbaidschaner angesiedelt. In der Nachkriegszeit wurden im Zuge der Repatriierung der Diasporaarmenier in die Sowjetunion zahlreiche Aserbaidschaner aus Berg-Karabach ins Landesinnere umgesiedelt. So kamen 1948 132 aserbaidschanische Familien nach Helenendorf. Bis in die 1960er Jahre war die Mehrheit der Bevölkerung armenischer Herkunft. Ende der 1980er Jahre kamen weitere aserbaidschanische Flüchtlinge aus Karabach hinzu. Die armenische Bevölkerung wurde dagegen vertrieben. 2020 lebten 19.400 Einwohner im einstigen Helenendorf.[12]

Wirtschaft

Anders als im Nordkaukasus, wo die Kolonisierung durch Russland eine starke Abwanderung der muslimischen Bevölkerung in die Türkei auslöste und viel Land frei wurde, war im Südkaukasus das landwirtschaftlich nutzbare Land knapp. Bei der Ansiedlung wurden jeder Familie zwar 60 Desjatinen Land versprochen, jedoch wurde nur die Hälfte zugeteilt. Stellenweise war es möglich, zusätzliches Land zu pachten. Das Land durfte nicht in Privatbesitz überführt werden, sondern musste Gemeingut der Kolonie bleiben. Neben den Kosten für die Anreise und Ansiedlung stellte der Staat jeder Familie 3.000 Rubel Darlehen zur Verfügung. Die Deutschen erhielten kostenloses Nutzungsrecht für Wälder und Weideflächen. 1874 war die Kronschuld (Schulden der Kolonisten gegenüber der russischen Staatskasse) getilgt. Die Eisenbahnlinie Baku-Tiflis von 1881 sowie das Wirtschaftswachstum im Russischen Reich begünstigten die Entwicklung der Kolonien und den Absatz ihrer Erzeugnisse.

Nach der Ansiedlung waren Obst- und Weingärten die wichtigsten Landwirtschaftszweige. Der Weinbau wurde teilweise in Trockenfeldbau betrieben. Anfangs wurde die georgische Tarkveri-Rebe angepflanzt. Nach 1848 wurden aus Frankreich und Nordamerika neue Sorten eingeführt, von denen Muskat Rose und Isabella sich dauerhaft kultivieren ließen. Dörrobst und Zwiebackherstellung für das Militär waren eine weitere Einnahmequelle. Während 1845 in Helenendorf 40 Familien Seidenweberei betrieben, wechselten diese bald zum ertragreicheren Weinbau. War das Russische Reich Anfang des 19. Jahrhunderts vor allem an der Ansiedlung der Bauern interessiert, wurden Ausländer durch einen Zarenerlass vom 30. September 1825 auch zum Handwerk zugelassen. Kolonisten blieben dabei vom Wehrdienst befreit. Mit seinen Seifensiedereien, Käsereien, Tischlereien, Wagenbauereien und Schmieden hatte Helenendorf großen Anteil am Handwerk der Deutschen im Kaukasus. Ihre vierrädrigen Wagen genossen große Popularität. Da überwiegend  der jeweils jüngste Sohn das Land erbte, erhielt das Handwerk als berufliches Betätigungsfeldfür die älteren männlichen Nachkommen Bedeutung . Die Weine der Firma Gebrüder Vohrer wurden mit Goldmedaillen bei den Weltausstellungen in London (1897) und Paris (1901) ausgezeichnet. 1915 wurden die Siedlungen mit Elektrizität ausgestattet.

Um der wachsenden wirtschaftlichen Ungleichheit unter den deutschen Dörfern und der sozialen Ausdifferenzierung der Familien entgegenzuwirken, wurden Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere Erzeuger- und Absatzgenossenschaften gegründet. Die 1908 in Helenendorf gegründete Winzergenossenschaft Konkordia war die größte unter ihnen. Die genossenschaftliche Form ermöglichte ein wirtschaftlich erfolgreiches Bestehen bis zum Anfang der Sowjetzeit.

Die Herstellung von Wein bzw. anderen Alkoholerzeugnissen blieb auch nach der Deportation der Deutschen ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Region. In den 1980er Jahren war das Xanlar-Weinwerk nach Eigendarstellung der drittgrößte Produzent für Weinbrände und Wein in der Sowjetunion. Der während der Anti-Alkohol-Kampagne der Perestroika-Zeit zum Erliegen gekommene Weinbau erlebt seit den 2000er Jahren eine Renaissance.

Militärgeschichte

In Helenendorf waren stets russische Militäreinheiten stationiert, die von den Einwohnern versorgt wurden. Ab 1854 waren eine Batterie der Donkosaken, ein Dragonerregiment, Infanterie-Regimente und 1884–1917 das erste Regiment der Kosaken-Armee bei Helenendorf stationiert. Während des Ersten Weltkrieges waren das erste Kuban-Regiment, das 3. Kaukasische Kosakenregiment und das Zabajkalsk-Regiment in der Region einquartiert.[13] Während des Krieges spendeten die Helenendorfer 24.000 Rubel für das Rote Kreuz.

Religions- und Kirchengeschichte

Die Auswanderung aus Württemberg erfolgte unter anderem aus religiösen Gründen. Ab 1812 entstanden Zusammenschlüsse von Pietisten, die in Anlehnung an Ideen des Schriftstellers und Wegbereiters der Erweckungsbewegung Johann Heinrich Jung-Stilling (1740–1817) und des Theologen Johann Albrecht Bengel (1687–1752) die Heilssuche in Palästina organisieren wollten. Sie fanden sich in Harmonien – harmonisch lebenden Urgemeinden – aus je 50 Familien zusammen und traten von Ulm aus die Reise an. Etwa 25 Prozent gaben in den Auswanderungslisten „religiöse Schwärmerei“ als Grund für ihre Ausreise an.[14] Ab 1823 wurde die Seelsorge der Kolonisten durch Basler Missionare in Şuşa betrieben. Johann Bernhard Saltet war 1826–1830 erster Oberpastor der südkaukasischen Kolonien und orientierte seine Amtsführung an der altwürttembergischen Kirchenverfassung.[15] Durch das Evangelisch-Lutherische Kirchengesetz von 1832 wurden die Gemeinden in Tiflis und Baku dem Moskauer Konsistorium unterstellt. Kolonistengemeinden behielten jedoch ihre Sonderstellung.[16] Im Jahre 1854 wurde der Grundstein der lutherischen Johannes-Kirche in Helenendorf gelegt und im Jahre 1857 fand deren feierliche Weihe statt. Bis ins 20. Jahrhundert hinein blieb das kirchlich-lutherische Leben die integrierende Kraft für das soziale und kulturelle Leben unter den deutschen Siedlern. Im Oktober 1918 feierten auch die Helenendorfer das 400-jährige Reformationsjubiläum. Mit dem sowjetischen Religionsgesetz von 1929 wurden die Gemeinden, Kirchen und Geistlichen liquidiert.

Besondere kulturelle Institutionen

Neben Kirche und Gemeinschaftshaus gab es Theatertruppen und ein Blasorchester. Für die ostchristlichen Aisoren, die aus dem Osmanischen Reich und dem Iran in den Südkaukasus umsiedelten, wurde in Helenendorf eine eigene Schule gegründet. 1927 wurde auf Bestreben von Johann Hummel ein landeskundliches Museum eröffnet. Im Park am Rand von Helenendorf gab es eine Freiluftkonzerthalle, die 2014 wiederaufgebaut wurde. Die St. Johanniskirche ist seit 2008 ein Landeskundemuseum, in welchem eine Dauerausstellung über die Siedlungsgeschichte der Deutschen präsentiert wird, im Wohnhaus von Viktor Klein befindet sich ein alltagsgeschichtliches Museum.

Bildung und Wissenschaft

In Helenendorf gab es neben einem Gymnasium eine deutsche zweistufige Lehranstalt mit insgesamt 515 Schülern im Jahr 1920. Ende der 1920er Jahre wurde in Helenendorf eine Fachschule für Maschinenbau und in den 1930er Jahren eine Fachschule für Weinbau und -herstellung gegründet. Im März 1938 verabschiedeten das Zentralkomitee der KPdSU(b)[17] und der Rat der Volkskommissare der UdSSR einen gemeinsamen Beschluss über den Pflichtunterricht der russischen Sprache an allen nicht-russischen Schulen. Daraus resultierte die Reorganisation aller deutschen Schulen und der Wechsel zum Russischen als Unterrichtssprache. Agrarökonomen aus Helenendorf verfassten Bücher über den Pflanzenschutz in Aserbaidschan. Johann Heinrich Hummel wurde zum Mitbegründer der aserbaidschanischen Archäologie.

Alltagskultur

Die Kolonisten aus Reutlingen, Esslingen, Tübingen und anderen überwiegend im Neckarraum gelegenen Orten bauten in Helenendorf im Schachbrettmuster sechs Straßen mit ca. 400 Häusern. Die lokale Verwaltung, die Kirche und die Schule befanden sich am zentralen Platz. Ab 1850 wurden zweigeschossige Häuser auf Bruchsteinfundament in Fachwerktechnik gebaut, die bis zu sechs Meter tiefe Keller für die Lagerung der Lebensmittel erhielten. An dem Bau waren die örtlichen Arbeitskräfte beteiligt, daher wiesen die Häuser Elemente sowohl kaukasischer als auch deutscher Baustile auf. Die Straßen waren von Platanen gesäumt.

Der Unternehmer Werner von Siemens schrieb über seinen Besuch in einer der südkaukasischen Kolonien 1865:

„Es ist überraschend, in diesen schwäbischen Niederlassungen ganz unvermittelt die unverfälschte altschwäbische Sitte und Sprache anzutreffen. Man glaubt, plötzlich in ein Schwarzwalddorf versetzt zu sein, so sehen Häuser, Straßen und Bewohner dieser Kolonien aus. Es wurde mir zwar schwer, ihre Sprache zu verstehen […], ich hörte aber von einem echten Schwaben, dass auch er sie nur mit Mühe verstehe, da es der im Anfange des Jahrhunderts gesprochene, und nicht der heutige, durch den Einfluss der Zeit wesentlich veränderte Dialekt sei. Gleich der Sprache haben die Leute auch alle ihre Sitten und Gebräuche beibehalten, so wie sie bei ihrer Auswanderung bestanden. Sie sind gleichsam versteinert und wehren sich erbittert gegen jede Änderung.“[18]

Bis zu Jahrhundertwende blieb Deutsch die wichtigste Kommunikationssprache auch im Umgang mit den Arbeitern aus den Nachbardörfern. Ein Drittel der Deutschen konnte Russisch verstehen. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zogen zahlreiche Jugendliche für die Lehre oder zum Studium in größere Städte und nach Deutschland. 1893 wurde ein ‚Deutscher Verein‘ mit Club, Bibliothek, Orchester, Theater, Chören und Kegelbahn gegründet. Eheschließungen mit Angehörigen der Nachbarvölker, insbesondere mit der muslimischen Bevölkerung, waren selten.

Gedächtnis- und Erinnerungskultur

2003 wurde auf Initiative der deutschen Botschaft in Baku mit der Inventarisierung der Gräber angefangen. Der Regionalverwalter des Bezirks Xanlar kündigte an, das deutsche Erbe wiederzubeleben.[19] Bald darauf wurde die Kirche, die nach der Sowjetisierung zur Basketballhalle umfunktioniert worden war, zu einem Landeskundemuseum ausgebaut. Der Friedhof mit den erwähnten 909 Kriegsgefangenengräbern wurde mithilfe des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge wiederhergestellt. Im Rahmen eines Regionalentwicklungsprojektes der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wurde die Restaurierung der Kirche und ganzer Straßenzüge unterstützt und ein Museumskonzept ausgearbeitet, um den Tourismus in der Region mit der dortigen Erinnerungskultur zu verbinden. Die St. Johanniskirche ist heute bei den Einwohnern als ‚Lüteran‘ bekannt. Das Wohnhaus von Viktor Klein wird seit 2014 mit Unterstützung der GIZ zum Schwäbischen Museum umgestaltet. Insbesondere der Wissenschaftsverein EuroKaukAsia unter Leitung von Prof. Eva-Maria Auch setzte sich für dessen Erhalt und museale Nutzung ein und organisierte Besuche von Nachfahren der Siedler aus Reutlingen. Die Nachfahren der Siedler aus Helenendorf veranstalten seit 1994 jährliche Treffen in verschiedenen Städten in Deutschland. Zusammen mit ihnen besuchte der Baden-Württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger Helenendorf 2009 anlässlich des 190-jährigen Gründungsjahres. Ein Muscat-Dessertwein, der im Weinproduktionswerk Göygöl produziert wird, trägt den Namen Yelenendorf.

2016 wurde ein Dekret des Präsidenten Aserbaidschans zu Feierlichkeiten anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Ansiedlung der Deutschen im Südkaukasus erlassen, um „die tiefen Spuren, die die deutschen Siedler in der Geschichte und Kultur des aserbaidschanischen Volkes hinterlassen haben, im Sinne der multikulturellen Traditionen Aserbaidschans entsprechend zu würdigen“.[20] In den folgenden Jahren wurde die Wanderausstellung Entgrenzung. Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien, bei der ein wesentlicher Teil Helenendorf gewidmet ist, in Baku, Berlin, Kiew/Kyjïv/Kiev, Tiflis und anderen Orten gezeigt. 2017 wurde in Reutlingen die Ausstellung Verlorene Spuren über die Geschichte der Auswanderung gezeigt. Über Ostern 2019 reisten Nachfahren der Siedler aus Reutlingen anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten nach Aserbaidschan.

4. Diskurse/Kontroversen

Im Vergleich zu anderen in Aserbaidschan ansässigen Ethnien haben die Deutschen eine größere historiographische Aufmerksamkeit erfahren, besonders Helenendorf wurde populärwissenschaftlich und in Monographien bearbeitet. Der Austausch der landwirtschaftlichen Techniken und die gegenseitige kulturelle Beeinflussung werden in mehreren Arbeiten von Eva-Maria Auch thematisiert. Die Spannungen mit den Nachbarvölkern wegen Landknappheit wurden von Ikram Ağasiyev behandelt.

Eine eher verklärende Betrachtung der deutschen Gemeinden als zivilisatorisch besonders fortschrittlicher Faktor der Geschichte Aserbaidschans ist in den Werken von Tamara Humbatova, Mammad Džafarlii, Jacqueline Suchet-Grewlich und Nazim Ibragimov festzustellen.

5. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Eva-Maria Auch: Deutsche im multikulturellen Umfeld Südkaukasiens, Baden-Baden 2017.
  • Eva-Maria Auch: Deutsche Spuren in Aserbaidschan. Forschungsreisende – Kolonisten und Unternehmer zwischen Großem Kaukasus und Kaspischem Meer. Baku 2014.
  • Eva-Maria Auch, Manfred Nawroth: Entgrenzung. Deutsche auf Heimatsuche zwischen Württemberg und Kaukasien. Berlin 2017.
  • Ikram Agasiyev: Qafqazin Alman əahalisi [Die deutsche Bevölkerung des Kaukasus]. Baku 2010.
  • Mammad Džafarli: Političeskij Terror i sud’by azerbajdžanskich nemcev [Politischer Terror und das Schicksal der aserbaidschanischen Deutschen]. Baku 2003.
  • Jacqueline Grewlich-Suchet: Wine and Wagons. Helenendorf: Azerbaijan’s First German Settlement. In: Azerbaijan IRS, Summer 2004, S. 70–75.
  • Nazim Ibragimov: Heimat in der Fremde. Der deutsche Einfluß auf die Entwicklung Aserbeidschans. Baku 1997.
  • Melanie Krebs: Von Baku nach Batumi, Durch den Kaukasus mit Essad bey. Frankfurt 2017.
  • Viktor Krieger: Kolonisten, Sowjetdeutsche, Aussiedler. Eine Geschichte der Russlanddeutschen. (Schriftenreihe 1631), Bonn 2015.
  • Renate Föll: Verlorene Spuren, Dokumentation der Sonderausstellung des Heimatmuseums Reutlingen, 2017.
  • Gisela Rasper: Reise nach Helenendorf: von Württemberg in den Kaukasus, 1817–1819. Books on demand, 2017.

Weblinks

Anmerkungen

[1] Auch, Deutsche Spuren, S. 32.

[2] Grewlich-Suchet, Wine and Wagons, S. 73.

[3] Ağasiyev, Qafqazın, S. 92. 

[4] Auch/Nawroth, Entgrenzung, S. 42.

[5] Ağasiyev, Qafqazın, S. 100.

[6] Azerbajdžanskaja Demokratičeskaja Respublika (1918–1920), Parlament, stenografičeskie otčety [Stenographische Berichte des Parlamentes der Demokratischen Republik Aserbaidschan], Baku 1998, S. 29.

[7] Ibragimov, Heimat in der Fremde, S. 71.

[8] N. A. Trojnickij: Pervaja vseobščaja perepis naselenija Rossijskoj Imperii 1897 g., Elisavetpolskaja Gubernija [Erste allgemeine Bevölkerungszählung des Russischen Imperiums 1897, Gourvenement Jelizavetpol], 1904, [4], XII, S. 62–63.

[9] Džafarli, Političeskij terror, S. 25.

[10] Ağasiyev, Qafqazın, S. 168–170.

[11] Džafarli, Političeskij terror, S. 25.

[12] Angaben nach Demographic Indicators of Azerbaijan, Statistical Yearbook, www.stat.gov.az/source/demoqraphy/ (Abruf 27.03.2021). Seite 87.

[13] Ağasiyev, Qafqazın, S. 114.

[14] Auch, Entgrenzung, S. 10.

[15] Auch, Glaube, www.kaukasusdeutsche.de/geschichte/1816-1871/glaube.html (Abruf 27.03.2021).

[16] Auch, Entgrenzung, S. 20.

[17] In dieser offiziellen Bezeichnung der Partei steht das b für “Bolschewiken“ (bol’ševiki).

[18] Werner von Siemens, Lebenserinnerungen, München 2008, S. 334.

[19] Grewlich-Suchet, Wine and Wagon, S. 75.

[20] Das Jubiläumsdekret bezog sich auf den Start der Ansiedlung im Südkaukasus 1817. Die Maßnahmen erfassten auch das Jubiläum von Helenendorf, das 1819 gegründet worden war.

Zitation

Elnura Jivazada: Helenendorf/Göygöl/Chanlar. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2022. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/p79084 (Stand 17.02.2022).

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OME-Redaktion (Stand: 20.04.2022)