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Reichsgau Danzig-Westpreußen

1. Toponymie

Errichtet am 26. Oktober 1939 als Reichsgau Danzig, am 2. November 1939 umbenannt in Reichsgau Danzig-Westpreußen.

2. Geographie

Lage der Region

Der Reichsgau Danzig-Westpreußen lag zwischen dem NSDAP-Gau Pommern im Westen, dem Gau Ostpreußen und dem zu Letzterem gehörenden annektierten polnischen Gebiet Zichenau im Osten und Südosten, dem Reichsgau Wartheland im Süden sowie der Ostsee im Norden.

Topographie

Größter Fluss war die Weichsel, die Danzig-Westpreußen im Ostteil von Süden nach Norden durchfloss. Der Reichsgau war überwiegend von Flachland geprägt, das etwa 80 bis 100 Meter ü. d. M. lag. Höchste Erhebung war der 331 Meter hohe Turmberg bei Karthaus. Etwa ein Fünftel Danzig-Westpreußens war mit Wald bedeckt.

3. Geschichte und Kultur

Zur Geschichte bis zum Herbst 1939 siehe Westpreußen/Pommerellen und Danzig/Gdańsk.

Politische Geschichte

Nach der militärischen Niederlage Polens im Oktober 1939 annektierte das nationalsozialistische Deutsche Reich West- und große Teile Zentralpolens als eingegliederte Ostgebiete. Der Reichsgau Danzig-Westpreußen wurde aus dem größten Teil der polnischen Woiwodschaft Pommerellen, der ehemaligen Freien Stadt Danzig und den 1918–1939 zum Deutschen Reich gehörenden Kreisen Marienburg, Marienwerder, Rosenberg, Stuhm, Land- und Stadtkreis Elbing gebildet. Gauhauptstadt wurde Danzig. Zum Gauleiter und Reichsstatthalter ernannte Adolf Hitler Albert Forster, der diese Ämter bis Kriegsende ausübte.

Im Mittelpunkt der nationalsozialistischen Besatzungspolitik in den eingegliederten Ostgebieten stand die Germanisierung. Hitler beauftragte hiermit Heinrich Himmler, aber auch die Gauleiter der Ostgebiete. Schon 1939/40 traten Differenzen zwischen Himmler und Forster auf, doch verübten Verwaltung und Polizei die Massenverbrechen in der Region gemeinsam. Forster sah in der Ermordung der polnischen Intelligenz eine wichtige Voraussetzung für die "Eindeutschung". Für die Sicherheitspolizei hatte die Ermordung polnischer Intellektueller, Politiker und Geistlicher präventive Funktion: So sollte ein erwarteter polnischer Widerstand gegen die deutsche Besatzung von Anfang an geschwächt und seiner möglichen Führer beraubt werden. Daneben wurden auch andere Gruppen – darunter die Patienten der psychiatrischen Kliniken, "Asoziale" und Fürsorgezöglinge – Opfer der Massenverbrechen, die SS-Einheiten, Einsatzgruppen und der "Selbstschutz", eine Miliz einheimischer "Volksdeutscher", im September und Oktober 1939 verübten. Insgesamt fielen den Erschießungen im Herbst 1939, an denen sich auch die Wehrmacht beteiligte, etwa 30.000 Personen zum Opfer.[1] Nach dem Frühjahr 1940 kam es nur noch vereinzelt zu Massenexekutionen.

Die Ermordung der polnischen Führungsschicht, Bevölkerungsverschiebungen und der Besatzungsterror hemmten den Widerstand, der im Vergleich zum Generalgouvernement gering blieb. Trotzdem sorgten Enteignungen und Zwangsgermanisierungen für Zulauf bei den polnischen Untergrundorganisationen.

Mit dem Herannahen der Front begann die Verwaltung Anfang September 1944 damit, Pläne für eine Evakuierung der deutschen Bevölkerung aus dem östlichen Gaugebiet auszuarbeiten. Als die Rote Armee Anfang Januar 1945 ihre Offensive eröffnete und die deutsche Front binnen weniger Tage zusammenbrach, erwiesen sich diese Pläne rasch als nutzlos. Die Evakuierung wurde zu einer chaotischen Flucht, wobei Flüchtlingsströme aus Ostpreußen das Chaos noch vergrößerten.[2]

Verwaltung und Justizwesen

Das Konzept des Reichsgaus, das in ähnlicher Form auch im Reichsgau Sudetenland, im Reichsgau Wartheland und im seit 1938 an das Deutsche Reich "angeschlossenen" Österreich verwirklicht wurde, sah eine Unterstellung der gesamten Verwaltung unter den Reichsstatthalter einschließlich der Justiz- und Finanzverwaltung vor. Bahn und Post blieben jedoch der Berliner Zentrale unterstellt. Auf die Polizei, vor allem die Gestapo, und auf die Germanisierungsbehörden des "Reichskommissars für die Festigung des deutschen Volkstums" (Himmler) hatte der Reichsstatthalter keinen Einfluss. Der Reichsstatthalter konnte Verordnungen erlassen.

Der Reichsgau verfügte über eine Gauselbstverwaltung, die Aufgaben übernahm, für die die materielle Ausstattung der Gemeinden und Landkreise nicht ausreichte. Eine klare Kompetenzabgrenzung bestand jedoch nicht. Sowohl die Gauselbstverwaltung als auch die Kommunal- und Kreisverwaltung waren u. a. für das Gesundheitswesen, die Jugendfürsorge und den öffentlichen Nahverkehr zuständig.

Im Dezember 1939 wurde in Danzig ein Oberlandesgericht errichtet, das für die ehemalige Freie Stadt und den annektierten Teil zuständig war. In Marienwerder/Kwidzyn bestand ein zweites Oberlandesgericht für die ehemals ostpreußischen Kreise. Mit der Aufhebung dieses Gerichts am 1. Januar 1943 war das Oberlandesgericht Danzig für den ganzen Reichsgau zuständig. Insgesamt bestanden in Danzig-Westpreußen sechs, ab 1943 sieben Landgerichte und mehrere Dutzend Amtsgerichte. Wie im "Altreich" existierte eine Sondergerichtsbarkeit, die bis 1942 immer weiter ausgebaut wurde. Sondergerichte bestanden in Bromberg/Bydgoszcz, Danzig, Graudenz/Grudziądz, Elbing/Elbląg, Konitz/Chojnice und Thorn/Toruń.

Wirtschaft

Die Wirtschaftsstruktur des Reichsgaus Danzig-Westpreußen änderte sich gegenüber der Vorkriegszeit vor allem durch die Enteignung polnischen und jüdischen Grund- und mobilen Besitzes, der an "volksdeutsche" Umsiedler übertragen werden sollte. Tatsächlich profitierte vor allem die Reichskasse. Die Enteignungen beförderten die Korruption, da sich viele Beamte und die "kommissarischen Verwalter" des beschlagnahmten Vermögens relativ problemlos und weitgehend ohne strafrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen an polnischem und jüdischem Besitz vergriffen. Auch "volksdeutsche" Konkurrenten profitierten von der Beschlagnahme polnischer und jüdischer Betriebe.

Enteignungen, Korruption, Vertreibungen und die Rekrutierung von Polen als Zwangsarbeiter für das "Altreich" wirkten sich negativ auf die Wirtschaftskraft aus.

Bedeutend waren die Forst- und die Landwirtschaft, wobei der Ackerbau dominierte. Viehwirtschaft existierte in größerem Maßstab nur in der Weichselniederung. Mit Ausnahme der Werften in Danzig und Gdingen/Gdynia (1939–1945: Gotenhafen), die hauptsächlich für die Marine arbeiteten, existierten kaum bedeutende Industrieunternehmen. Infolge des Bombenkriegs wurden ab 1942/43 Betriebe aus dem Deutschen Reich in den Reichsgau verlagert.

Der Reichsgau Danzig-Westpreußen war verkehrsgünstig an der Weichsel gelegen. In "Gotenhafen" befand sich der modernste Hafen an der Ostsee, der jedoch wegen des Krieges seine Bedeutung verlor und vor allem der Marine diente. Es bestanden Eisenbahnlinien nach Königsberg/Kaliningrad und Insterburg/Černjachovsk und weiter in Richtung Baltikum sowie Richtung Stettin/Szczecin und Berlin. Zwei Autobahnen von Stettin über Danzig nach Königsberg und von Danzig Richtung Bromberg, Posen/Poznań und weiter nach Breslau/Wrocław waren geplant.

Bevölkerung

Im Dezember 1939 hatte Danzig-Westpreußen etwa 2,287 Millionen Einwohner, von denen etwa 1,5 Millionen im annektierten Gebiet, 302.000 in den früher ostpreußischen Kreisen und 408.000 in der ehemaligen Freien Stadt Danzig lebten.[3] Nur in der ehemaligen Freien Stadt Danzig und in den früher ostpreußischen Kreisen bestand eine deutsche Mehrheitsbevölkerung, während im annektierten Teil die Polen 1939 mit mehr als zwei Dritteln die Mehrheit stellten.

Die ethnische Zusammensetzung des annektierten Gebiets änderte sich bis Kriegsende erheblich. Zwischen 41.000 und 91.000 Polen wurden bis März 1941 ins Generalgouvernement vertrieben.[4] Fast 58.000 Polen wurden bis Kriegsende zur Zwangsarbeit in den Kernbereich des Deutschen Reichs verschleppt.[5] Die größte Bedeutung hatten jedoch Masseneintragungen in die Deutsche Volksliste. 1942 wurden auf diese Weise die Bewohner ganzer Dörfer zwangsweise "eingedeutscht". In die vier Gruppen der Volksliste waren Ende 1942 insgesamt 1.153.000 Personen aufgenommen, davon 870.000 in Gruppe 3, in die vor allem (zwangs)eingedeutschte Polen eingetragen wurden. Hinzu kamen etwa 50.000 "Reichsdeutsche", die in den Reichsgau eingewandert waren, und 51.000 deutschbaltische "Umsiedler".[6] Die Polen machten 1942 weniger als ein Drittel der Gesamtbevölkerung des annektierten Teils aus.

Die jüdische Bevölkerung, die vor 1939 noch etwa 15.000 Personen gezählt hatte, war im Herbst 1939 zum größten Teil ins Generalgouvernement vertrieben oder bereits ermordet worden. Im Februar 1940 lebten nur noch 1.800 Juden im Reichsgau, die meisten in der Stadt Danzig.[7] Einigen der Danziger Juden gelang es, noch bis zum 1. Mai 1941 zu emigrieren. Die übrigen wurden ins Warschauer Getto, nach Theresienstadt oder "in den Osten" deportiert.[8]

Gesellschaft

Etwa eine Million Menschen lebten auf dem Land. Die Ermordung der polnischen Intelligenz hatte Auswirkungen auf die soziale Zusammensetzung der polnischen Bevölkerung, in der der Anteil der unteren Schichten in Relation zur Gesamtbevölkerung stark zunahm. Die polnische Bevölkerung unterlag massiven Diskriminierungen (u. a. Unterstellung unter Sonderrecht, Benachteiligung bei der Lebensmittelversorgung etc.). Bereits in der Vorkriegszeit hatten erhebliche Spannungen zwischen der deutschen und der polnischen Bevölkerung bestanden, die von beiderseitiger Propaganda geschürt wurden und im September 1939 eskalierten.

Auch in der deutschen Bevölkerung gab es vielfältige Brüche. "Reichsdeutsche", die den Großteil der Beamtenschaft und der kommissarischen Verwalter beschlagnahmten Vermögens stellten, behandelten die einheimische Deutschen und die "Umsiedler" häufig mit Herablassung. Die "Volksdeutschen" fühlten sich gegenüber den "Umsiedlern", die bei der Verteilung des beschlagnahmten Besitzes als erste berücksichtigt wurden, benachteiligt. Germanisierte Polen galten als Deutsche "zweiter Klasse" und wurden diskriminiert.

Kultur

Die Kulturpolitik im Reichsgau Danzig-Westpreußen diente in erster Linie der kulturellen "Eindeutschung". Spuren polnischer Kultur, polnische Denkmäler und Friedhöfe wurden beseitigt, polnische Archive und Bibliotheken beschlagnahmt und geschlossen, polnische Zeitungen eingestellt. Die Kulturpolitik richtete sich ausschließlich an die deutsche Bevölkerung. Polen war der Besuch von Theatern, Kinos oder anderen Vergnügungsstätten untersagt, und sie durften keine Radiogeräte besitzen.

Bereits im Herbst 1939 erfasste die Landeskulturkammer Danzig alle "Kulturschaffenden" im Reichsgau. Am 1. Januar 1940 wurde das Reichskulturkammergesetz in Danzig-Westpreußen eingeführt. Wer publizistisch oder künstlerisch tätig sein wollte, musste nun Mitglied in der Kulturkammer werden; Juden, Polen und politischen Gegnern des NS-Regimes war dies verwehrt, und sie erhielten Berufsverbot.

1939 nahm der Reichssender Danzig seinen Betrieb auf. Er berichtete über die Besuche Hitlers, Goebbels' und anderer NS-Spitzenfunktionäre im Reichsgau, besaß ein eigenes Orchester und sendete Hörspiele aus eigener Produktion. Ein Schwerpunkt der Kulturpolitik lag auf dem Medium Film, dem für die Propaganda große Bedeutung zukam. 1940 bestanden 20 Kinos in Danzig-Westpreußen. In Danzig, Elbing, Graudenz, Bromberg und Thorn spielten Theater, daneben gab es eine Wanderbühne, die die kleinen Städte besuchte. Die "Ausstellungsgemeinschaft Danzig-Westpreußen" organisierte Propagandaschauen über die Germanisierung und regimekonforme Kunst aus dem Reichsgau Danzig-Westpreußen. Zur Pflege der "Volkskultur" riefen von der Reichsmusikkammer eingesetzte Musikbeauftragte Musikvereinigungen und Chöre ins Leben, die auch bei Feiern der NSDAP auftraten.[9]

Religions- und Kirchengeschichte

Die katholische Kirche sah sich im Herbst 1939 massiven Verfolgungen ausgesetzt. Zahlreiche polnische Priester wurden verhaftet, deportiert und erschossen, das Kircheneigentum enteignet. Polnische Gottesdienste und das Spenden der Sakramente in polnischer Sprache wurden verboten. Doch wurde die Kirchenorganisation im Wesentlichen unangetastet belassen. Ab dem Frühjahr 1940 wurden "reichsdeutsche" Geistliche entsandt, die die Seelsorge für die polnische und deutsche Bevölkerung übernahmen. Auch polnische Pfarrer wurden wieder eingestellt, wenn sie sich in die Volksliste aufnehmen ließen.[10]

4. Diskurse/Kontroversen

Kontrovers diskutiert wird in der Forschung die Rolle der deutschen Minderheit unter der Besatzung. Während einige Historiker von einer kollektiven Beteiligung der Deutschen an der NS-Herrschaft ausgehen, betonen andere, dass sich nur ein Teil der Minderheit für den Nationalsozialismus gewinnen ließ.[11] Auch die Zahl der Deutschen, die von Polen bei der Bekämpfung deutscher Überfälle während des deutsch-polnischen Krieges getötet wurden, war lange Zeit umstritten.[12] Heute schwanken die Schätzungen zwischen 4.000 und 5.437. Beide Diskurse betreffen nicht nur den Reichsgau Danzig-Westpreußen, sondern das ganze, im September 1939 deutsch besetzte Polen. Sie sind aber für die Geschichte des Reichsgaus Danzig-Westpreußens von besonderer Relevanz, da hier 1939 die zahlenmäßig stärkste deutsche Minderheit lebte.

5. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Bogdan Chrzanowski, Andrzej Gąsiorowski, Krzysztof Steyer: Polska Podziemna na Pomorzu w latach 1939-1945 [Der Polnische Untergrund in Pommern 1939–1945]. Gdańsk 2005.
  • Christian Jansen, Arno Weckbecker: Der "Volksdeutsche Selbstschutz" in Polen 1939/40. München 1992 (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 64).
  • Włodzimierz Jastrzębski: Polityka narodowościowa w okręgu Rzeszy Gdańsk-Prusy Zachodnie (1939–1945) [Die Nationalitätenpolitik im Reichsgau Danzig-Westpreußen (1939-1945)]. Bydgoszcz 1977.
  • Włodzimierz Jastrzębski, Jan Sziling: Okupacja hitlerowska na Pomorzu Gdańskim w latach 1939–1945 [Die nationalsozialistische Besatzung in Pommerellen 1939-1945]. Gdańsk 1979.
  • Herbert S. Levine: Local Authority and the SS State: The Conflict over Population Policy in Danzig-West Prussia, 1939–1945. In: Central European History 2 (1969), S. 331-355.
  • Katarzyna Minczykowska, Jan Sziling (Hg.): Polityka germanizacyjna Trzeciej Rzeszy na Pomorzu Gdańskim w latach 1939–1945. Materiały sesji popularnonaukowej w Toruniu w dniu 18 listopada 2006 roku [Die Germanisierungspolitik des Dritten Reichs in Pommerellen 1939–1945. Beiträge einer populärwissenschaftlichen Tagung in Toruń am 18. November 2006]. Toruń 2007 (Biblioteka Fundacji "Archiwum Pomorskie Armii Krajowej" w Toruniu 51).
  • Dieter Pohl: Die Reichsgaue Danzig-Westpreußen und Wartheland: Koloniale Verwaltung oder Modell für die zukünftige Gauverwaltung? In: Jürgen John, Horst Möller, Thomas Schaarschmidt (Hg.): Die NS-Gaue. Regionale Mittelinstanzen im zentralistischen "Führerstaat". München 2007 (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Sondernummer), S. 395-405.

Anmerkungen

[1] Klaus-Michael Mallmann, Jochen Böhler, Jürgen Matthäus: Einsatzgruppen in Polen. Darstellung und Dokumentation. Darmstadt 2008 (Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart 12), S. 88.

[2] Blanka Meissner: Ewakuacja niemieckich władz administracyjnych i niemieckiej ludności z okupowanych ziem polskich w latach 1944–1945 [Die Evakuierung der deutschen Verwaltung und der deutschen Bevölkerung aus den besetzten polnischen Gebieten in den Jahren 1944–1945]. Warszawa 1987, S. 86f.

[3] Publikationsstelle Berlin-Dahlem (Hg.): Die Ostgebiete des Deutschen Reiches und das Generalgouvernement der besetzten polnischen Gebiete in statistischen Angaben. Berlin 1940, S. 23-30; Handbuch der Justizverwaltung. Berlin 1942, S. 74, 186.

[4] Zwangsumsiedlung, Flucht und Vertreibung 1939–1959. Atlas zur Geschichte Ostmitteleuropas. Bonn 2009 (Schriftenreihe/Bundeszentrale für politische Bildung 1015), S. 65. Maria Rutowska: Wysiedlenia ludności polskiej z Kraju Warty do Generalnego Gubernatorstwa 1939–1941 [Die Vertreibung der polnischen Bevölkerung aus dem Wartheland ins Generalgouvernement 1939–1941]. Poznań 2003, S. 37.

[5] Czesław Łuczak: Polnische Arbeiter im nationalsozialistischen Deutschland während des Zweiten Weltkrieges. Entwicklung und Aufgaben der Forschung. In: Ulrich Herbert (Hg.): Europa und der "Reichseinsatz". Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in Deutschland 1938-1945. Essen 1991, S. 90-105, hier S. 98.

[6] Ryszard Kaczmarek: Niemiecka polityka narodowościowa w okręgu Prusy Zachodnie i w prowincji Górnośląskiej [Deutsche Nationalitätenpolitik im Gau Westpreußen und in der Provinz Oberschlesien]. In: Minczykowska, Sziling (Hg.): Polityka germanizacyjna, S. 23-40, hier S. 32.

[7] Zwangsumsiedlung, Flucht und Vertreibung 1939 - 1959. Atlas zur Geschichte Ostmitteleuropas, Lizenzausg., Bonn 2009, S. 112.

[8] Sophia Kemlein: Zur Geschichte der Juden in Westpreußen und Danzig (bis 1943), in: Danzig Gdańsk. Deutsch-Polnische Geschichte, Politik und Literatur, Dillingen 1996, S. 94-109, hier S. 106, 108; Erwin Lichtenstein: Die Juden der Freien Stadt Danzig unter der Herrschaft des Nationalsozialismus, Tübingen 1973, S. 119, 135-141.

[9] Wolfgang Diewerge: Der neue Reichsgau Danzig-Westpreußen. Ein Arbeitsbericht vom Aufbauwerk im deutschen Osten. Berlin 1940 (Die deutschen Gaue seit der Machtergreifung), S. 86-90.

[10] Stefan Samerski: Priester im annektierten Polen. Die Seelsorge deutscher Geistlicher in den an das Deutsche Reich angeschlossenen polnischen Gebieten 1939–1945. Bonn 1997 (Historische Forschungen), S. 19-21.

[11] Z. B.: Barbara Bojarska: Uział mniejszości niemieckiej w eksterminacji ludności polskiej powiatu wąbrzeskiego w 1939 roku [Die Teilnahme der deutschen Minderheit an der Ausrottung der polnischen Bevölkerung im Kreis Briesen (Wąbryeźno) 1939], in: Zapiski historyczne 36 (1971) 2, S. 89-103; Chinciński, Tomasz: Forpoczta Hitlera. Niemiecka dywersja w Polsce w 1939 roku [Der Vorposten Hitlers. Die deutsche Diversion in Polen 1939], Warszawa 2010, S. 390; Łuczak, Czesław: Verhaltensweisen Deutscher gegenüber Polen im Reichsgau Wartheland (1939 bis 1945). In: Helga Schultz (Hg.): Preußens Osten - Polens Westen; das Zerbrechen einer Nachbarschaft (Frankfurter Studien zur Grenzregion, Bd. 7), Berlin 2001, S. 217-226.

[12] Karol Marian Pospieszalski: Sprawa 58000 "Volksdeutschów". Sprostowanie hitlerowskich oszczerstw w sprawie strat niemieckiej mniejszości w Polsce w ostatnich miesiącach przed wybuchem wojny i w toku kampanii wrześniowej (= Documenta occupationis, Bd. 7), 2. Aufl., Poznań 1981, ermittelte 2.000 getötete Volksdeutsche. Gotthold Rhode dagegen ging in den 1950er Jahren von 12.857 Toten aus, eine Zahl aus der NS-Propaganda. Später schrieb Rhode von 4.500 Getöteten. (Gotthold Rhode: Polen von der Wiederherstellung der Unabhängigkeit bis zur Ära der Volksrepublik 1918–1970, in: Theodor Schieder (Hg.) Handbuch der europäischen Geschichte, Bd. 7/2, Stuttgart 1979, S. 1038, Anm. 11).

Zitation

Maximilian Becker: Reichsgau Danzig-Westpreußen. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2012. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/54147.html (Stand 19.07.2012).

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